Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

dynaklim bietet Selbst-Check für Unternehmen aus der Region

04.02.2013
Stürme, Starkregen, Trockenzeiten – der Klimawandel birgt für Unternehmen Risiken, aber auch Chancen. Wie fit sind die Unternehmen in unserer Region für den Klimawandel? Das Netzwerk- und Forschungsprojekt dynaklim hat den Selbst-Check ADAPTUS entwickelt, der Unternehmen hilft, Risiken und Potenziale des Klimawandels zu identifizieren.

Wie fit ist Ihr Unternehmen für den Klimawandel? Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen: Immer häufiger treffen auch in der Emscher-Lippe-Region heftige Starkregen Teile unserer Städte, während extrem heiße Phasen im Sommer nicht mehr nur vereinzelt auftreten – mit teilweise schwerwiegenden Folgen insbesondere für das produzierende und verarbeitende Gewerbe: Die Ver- und Entsorgungsinfrastruktur wird beeinträchtigt, sogar der Standort kann gefährdet sein.

Das vom Bundesforschungsministerium finanzierte Projekt dynaklim befasst sich mit der Anpassung an den Klimawandel am Beispiel der Emscher-Lippe-Region, also dem nördlichen Ruhrgebiet.

Um die Risiken zu erkennen, die durch die Folgen des Klimawandels für ein Unternehmen entstehen, hat das FiW - Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen zusammen mit der Prognos AG in Düsseldorf und dem Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik e.V. (RUFIS) im Rahmen von dynaklim den Selbst-Check ADAPTUS für Unternehmen entwickelt. Wirtschaftsförderer und Unternehmen der Region haben die Entwicklung mit ihrem Praxiswissen unterstützt.

„Mit ADAPTUS möchten wir Unternehmen die Möglichkeit geben, einfach und komprimiert die verschiedenen Einflussmöglichkeiten der Klimawandelfolgen für ihr Unternehmen zu überprüfen, um bei Bedarf frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können", so Martina Nies, wissenschaftliche Mitarbeiterin beim FiW. Den Grund für die Entwicklung von ADAPTUS nennt Oliver Lühr von Prognos: „Weil oft Informationen darüber fehlen, auf welche Bereiche des Unternehmens Extremwetter Einfluss nehmen können, wird die Anpassung an den Klimawandel meist nicht als Thema für das eigene Unternehmen erkannt. Neben den direkten Schäden sind die Wirkungen in den komplexen Wertschöpfungsbeziehungen und die Änderungen gesetzlicher Rahmenbedingungen ebenso interessant für Unternehmen.“

ADAPTUS basiert auf einem Leitfaden, in dem zunächst ein Schnell-Check klärt, an welchen Stellen im Unternehmen mögliche Handlungsbedarfe bestehen. Danach helfen zielgerichtete Fragen, einzelne Handlungsbereiche genauer anzuschauen, Risiken und Chancen zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln.

Insgesamt werden sechs Unternehmensbereiche auf Herz und Niere geprüft: Fläche und Standort, Pro-duktion und Mitarbeiter, Erreichbarkeit und Versorgung, Technologie- und Marktentwicklung, Kommunikation und Organisation sowie Gesetzliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten. Am Ende fließen die ermittelten Maßnahmen in einen Maßnahmenplan, in dem durch das Unternehmen Prioritäten gesetzt und die Umsetzung direkt geplant werden kann.

Der begleitende Leitfaden unterstützt beim Ausfüllen und gibt wichtige Hinweise, Informationen und weiterführende Links, die erläutern, wie der Klimawandel auf unterschiedliche Bereiche des Unternehmens wirken kann. Den Entwicklern war es wichtig, dass der Check keinen Mehraufwand nach sich zieht, sondern im Unternehmen etablierte Managementsysteme (Risiko-, Qualitäts- und Umweltmanagement) ergänzt.

Damit ADAPTUS den Nerv des unternehmerischen Alltags trifft, holten sich die Experten von dynaklim Unterstützung bei ausgewählte Unternehmern und den Wirtschaftsförderungen der Region. Dazu Wilhelm Schröder von der Wirtschaftsförderung Gelsenkirchen: „Der Weg von der Problemerkennung bis zur Maßnahmenplanung und -umsetzung muss kurz sein. Unternehmen können es sich nicht leisten, sich erst durch einen Berg von Informationen zu arbeiten, um die Bedeutung und Folgen eines Themas für ihr Unternehmen erkennen zu können. Mit ADAPTUS ist es möglich, sich zu informieren und gleichzeitig die interessanten Punkte für das eigene Unternehmen zu identifizieren.“

Den Selbst-Check ADAPTUS und der Leitfaden stehen in einer Datei unter www.dynaklim.de zur Verfügung.

Das Projekt dynaklim
dynaklim steht für „Dynamische Anpassung an den Klimawandel in der Emscher-Lippe-Region“ und entwickelt seit 2009 Strategien, wie besonders in urbanen Räumen mit ihrer Infrastruktur den prognosti-zierten Klimafolgen vorausschauend begegnet werden kann. Das Forschungsprojekt läuft zunächst bis 2014. Auch die in der Region verankerten Wasserwirtschaftsverbände Emschergenossenschaft und Lippeverband unterstützen das Projekt mit ihrem Know-how. Koordiniert wird das Projekt vom For-schungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V..

dynaklim - Dynamische Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels in der Emscher-Lippe-Region (Ruhrgebiet)

Kontakt:
Jens Hasse, Projektkoordinator dynaklim
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.
Tel.: +49 (0) 241 - 80 2 68 21
Mail: hasse@fiw.rwth-aachen.de

Martina Nies
Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen (FiW) e.V.,
Projektbüro dynaklim
Tel.: +49 (0) 201 - 104 3337
Mail: nies@fiw.rwth-aachen.de

Oliver Lühr
Prognos AG Düsseldorf
Tel.: 0211 913 16-137
Mail: oliver.luehr@prognos.com

Thomas von Salzen | idw
Weitere Informationen:
http://www.dynaklim.de/
http://www.fiw.rwth-aachen.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 467 km/h in Los Angeles: TUM-Hyperloop-Team bleibt Weltmeister

Mit grandiosen 467 Stundenkilometern ist die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) bleiben damit auch im dritten Hyperloop Pod Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und halten den Geschwindigkeitsrekord für den Hyperloop Prototyp.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich...

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Suchmaschine für «Smart Wood»

23.07.2018 | Informationstechnologie

Das Geheimnis der Höhlenkrebse entschlüsselt

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics