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Umwelt: Für drei Mio. Kinder jährlich tödlich

05.03.2002


WHO launcht Initiative auf internationalen Konferenz in Bangkok

Verseuchtes Trinkwasser, Luftverschmutzung in Räumen sowie Unfälle, Verletzungen und Vergiftungen sind nur vier Gründe für jährlich rund drei Mio. Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren. Allein 1,3 Mio. Kinder in Entwicklungsländern starben im Jahr 2000 an Durchfallerkrankungen, aufgrund von unzureichenden sanitären Anlagen und mangelnder Hygiene. Dies schreibt die Weltgesundheitsorganisation WHO http://www.who.int in ihrem aktuellen Bericht "Health and Environment in Sustainable Development – Five Years after the Earth Summit".

Rund 1,4 Mio. Kinder unter fünf Jahren sterben aufgrund von Atemwegserkrankungen, ausgelöst durch das Verbrennen von Biomasse in kleinsten Räumen. Zu diesem Thema tagt noch bis 7. März die "International Conference on Environmental Threats to the Health of Children" in Bangkok http://www.who.int/peh/ceh/Bangkok/bangkokconf.htm . Rund 400.000 Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich infolge von Verkehrsunfällen, Verbrennungen und Vergiftungen. Insgesamt sind laut WHO 40 Prozent der Erkrankungen weltweit auf Umweltrisiko-Faktoren, die Kinder betreffen, zurückzuführen. Kinder stellen allerdings nur zehn Prozent der Weltbevölkerung. Die Konferenz in Bangkok widmet sich nicht nur den wesentlichen Umweltbedrohungen für Kinder und deren Entwicklung, sondern will auch Maßnahmen setzen, diese Auswirkungen zu reduzieren. Zur Diskussion stehen auch die Gefahren, die durch Schwermetalle wie Quecksilber und andere Chemikalien auftreten. Weitere Top-Themen sind Lebensmittelqualität- und Sicherheit, Rauchen, Strahlung und der Klimawandel.

Ein Spezial-Bereich widmet sich den ökologischen Herausforderungen in Ostasien. Nach wie vor ist z.B. Arsen-verseuchtes Trinkwasser ein bestehendes Problem in Indien und Bangladesch. Die WHO plant ein Pilotprojekt, diese Länder zu unterstützen und so die Umwelt für Kinder in Zukunft gesünder zu gestalten. Neben den Wohnstätten sollen auch Schulen und Arbeitsplätze sicherer gestaltet werden.

Sandra Standhartinger | pte.online

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