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Trendwende im Verkehrssektor: 2 Prozent weniger Kohlendioxid-Emissionen als im Vorjahr

21.02.2002


Trittin: Klimaschutzziel bis 2005 bleibt erreichbar

Die Klimaschutzpolitik der Bundesregierung trägt inzwischen auch in jenen Bereichen Früchte, die in den 90er Jahren lange die Sorgenkinder des Klimaschutzes waren. So lagen die Kohlendioxidemissionen im Jahr 2000 in den privaten Haushalten um 11,5 Prozent niedriger als 1990. Auch im Verkehrsbereich konnte der Trend erstmals in zwei Folgejahren umgekehrt werden: Im Jahr 2000 nahmen die verkehrsbedingten CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr um rund 2 Prozent ab. Zahlen für 2001 liegen zwar noch nicht vor. Da aber der Kraftstoffverbrauch nach vorläufigen Angaben auch im vergangenen Jahr in Folge der ökologischen Steuerreform um rund 2 Prozentpunkte zurückging, ist mit einer Verstetigung dieses positiven Trends zu rechnen. Darauf wies Bundesumweltminister Jürgen Trittin anlässlich der Vorstellung der jüngsten Zahlen zur Entwicklung der CO2-Emissionen in Deutschland hin.

Trittin: "Diese Trends zeigen, dass das deutsche Klimaschutzziel, die Kohlendioxidemissionen bis 2005 um ein Viertel im Vergleich zu 1990 zu senken, weiterhin erreichbar ist. Allerdings bedarf es dazu erheblicher Anstrengungen in allen Bereichen. Wir kommen mit der Umsetzung des anspruchsvollen Klimaschutzprogramms, das wir im Oktober 2000 beschlossen haben, gut voran. Es gibt keinen Grund, sich zurückzulehnen, aber schon gar keinen, in Pessimismus zu verfallen."

Eine Reihe von Maßnahmen wird erst in den kommenden Jahren Wirkung zeigen, darunter das Gesetz zur Förderung der Kraft-Wärme-Kopplung, die LKW-Maut und die Anfang Februar in Kraft getretene Energieeinsparverordnung. Andere Maßnahmen, wie die ökologische Steuerreform, gilt es weiter zu entwickeln. Auf große Resonanz stößt das Klimaschutzprogramm im Gebäudebestand. Dafür stehen insgesamt rund 1 Milliarde Euro im Zeitraum 2001 bis 2005 im Bundeshaushalt zur Verfügung. Bis zum Beginn dieses Jahres wurden bereits fast 10.000 Kredite für Maßnahmen zur CO2-Minderung in rund 32.000 Wohnungen zugesagt. Auch der Ausbau der erneuerbaren Energien wird zügig vorangebracht. Die Vorbereitungen zur Nutzung des enormen Windkraftpotenzials auf See  sind bereits angelaufen.

Michael Schroeren | BMU-Pressedienst

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