Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

In 100 Tagen fällt die Entscheidung über kommerzielle Ausbeutung von Walen

22.02.2007
Die internationale Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS startet heute ihre internationale Kampagne "Stopp Walfang Jetzt", um den Großangriff gegen Wale abzuwehren. Die Walfangstaaten sowie jene Regierungen, welche für die Legalisierung des kommerziellen Walfangs durch die zuständige Internationale Walfangkommission (IWC) Position beziehen, befinden sich seit 2006 das erste Mal (seit über 30 Jahren) in der Mehrheit. Vergangene Woche trafen sich Vertreter dieser Staaten beim sogenannten "Normalisierungstreffen der IWC", um in Vorbereitung auf zwei Konferenzen in diesem Sommer eine Einheit zu signalisieren.

Zwischen dem 28. und 31.Mai entscheiden die IWC-Mitgliedsstaaten in Anchorage (Alaska/USA) über den Fortbestand des kommerziellen Walfangverbotes. Im Anschluss, vom 3. bis 15. Juni, tagen die Vertragsstaaten des Washingtoner Artenschutzübereinkommens in Den Haag (Holland) - hier wird über den internationalen Handel mit gefährdeten Tierarten entschieden. Ein Antrag Japans sieht vor, den internationalen Handel mit Produkten aller jetzt geschützter Walarten (u.a. Buckelwale, Finnwale, Pottwale und Blauwale) zu prüfen und wieder einzuführen.

"Wir müssen die Öffentlichkeit über die bedrohliche Situation der Wale aufklären und den Druck auf Regierungen verstärken, um zwei der größten Errungenschaften der Artenschutzbewegung zu erhalten: das kommerzielle Walfangverbot und das Verbot des internationalen Handels mit Walprodukten. Dafür bleiben uns nur noch etwa 100 Tage Zeit" sagt Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS in Deutschland.

Dänemark, das seit geraumer Zeit aktiv die Legalisierung des kommerziellen Walfangs unterstützt, wird hier zum Zünglein an der Waage. "Dänemarks Regierung agiert entgegen der mehrheitlichen Meinung der dänischen Bevölkerung, die zu zwei Drittel kommerziellen Walfang strikt ablehnt. Die deutsche Bundesregierung ist im Rahmen der EU-Ratspräsidentschaft nun aufgefordert, ein Einlenken Dänemarks zu erwirken", so Entrup. "Die Gefahr für Wale liegt in der Legalisierung der scheinbar lukrativen Vermarktung von Walprodukten. Eine Praktik, die über Jahrzehnte eine Walart nach der anderen an den Rand der Ausrottung getrieben hat. Dies gilt es zu verhindern."

... mehr zu:
»WDCS »Wale »Walen »Walfang

Selbst der aktuelle Brand auf der japanischen Nisshin Maru, dem einzigen Lager-Schiff der japanischen Walfangflotte, räumt den Walen keine Galgenfrist ein. Japan wird dieses Frühjahr mindestens einen Teil der Waljagd im Nordpazifik starten.

Ein Schwerpunkt der WDCS liegt in der bundesweiten Teaser-Kampagne "Ein unappetitliches Angebot", die von der renommierten Berliner Werbeagentur Aimaq·Rapp·Stolle Berlin (ARS) pro bono konzipiert wurde. Unterstützt wird die Kampagne von TownTalker Media AG, die bundesweit 10.000 A1 Plakate platziert, sowie der Wall AG, die mehrere hundert Werbeflächen im City Light Board-Format zur Verfügung stellt.

Die WDCS bedankt sich bei den oben genannten Firmen für die großzügige Hilfe und hofft auf eine breite Unterstützung der Kampagne durch die Öffentlichkeit.

Die WDCS im Internet: "Stopp Walfang Jetzt": www.walfang.org (Hintergrundinformationen, Protestmöglichkeiten, Blog zur Kampagne) "Ein Unappetitliches Angebot": www.walfleisch.com (einschl. Protestmöglichkeit)

Nicolas Entrup | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.wdcs.org
http://www.walfang.org
http://www.walfleisch.com

Weitere Berichte zu: WDCS Wale Walen Walfang

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Im Focus: First evidence on the source of extragalactic particles

For the first time ever, scientists have determined the cosmic origin of highest-energy neutrinos. A research group led by IceCube scientist Elisa Resconi, spokesperson of the Collaborative Research Center SFB1258 at the Technical University of Munich (TUM), provides an important piece of evidence that the particles detected by the IceCube neutrino telescope at the South Pole originate from a galaxy four billion light-years away from Earth.

To rule out other origins with certainty, the team led by neutrino physicist Elisa Resconi from the Technical University of Munich and multi-wavelength...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

Conference on Laser Polishing – LaP: Feintuning für Oberflächen

12.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Optische Kontrolle von Herzfrequenz oder Insulinsekretion durch lichtschaltbaren Wirkstoff

17.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Umweltressourcen nachhaltig nutzen

17.07.2018 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Textilien 4.0: Smarte Kleidung und Wearables als Innovation

17.07.2018 | Innovative Produkte

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics