Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herbstmeisterschaft der Solarbundesliga

18.01.2002


Geesow, Hohenfels, Neckarsulm und Freiburg sind die Herbstmeister der Solarbundesliga. Jede dieser vier Kommunen führt in ihrer Größenklasse die Tabelle der Kommunen mit der intensivsten Solarenergienutzung pro Kopf der Bevölkerung an. An dem Wettstreit, der im Internet unter www.solarbundesliga.de ausgetragen wird, beteiligen sich bisher 160 Gemeinden. Organisiert wird die Solarbundesliga seit dem vergangenen Jahr von der Deutsche Umwelthilfe e.V. und der Zeitschrift Solarthemen.

Besonders spannend war das Rennen bei den Großstädten über 100.000 Einwohnern. Am letzten möglichen Tag aktualisierten die Freiburger noch ihre Daten und schoben sich so vor Ulm. Zum Abschluss der vergangenen Saison hatte Ulm noch vor der Breisgaumetropole geführt. In Freiburg kommen auf 1000 Einwohner 32 Quadratmeter Solarkollektoren zur Wärmeerzeugung und Solarstrommodule mit einer Leistung von 11 Kilowatt. Damit erreicht die Solarstadt sieben Wertungspunkte in der Liga, Ulm hat sechs Punkte und Bielefeld als nächstplazierte Großstadt liegt mit vier Punkten auf Platz drei.

Im Vergleich zu vielen kleineren Kommunen haben die deutschen Großstädte allerdings allesamt Nachholbedarf in Sachen Sonne. Im Ort mit der höchsten Gesamtpunktzahl, der 212-Seelen-Gemeinde Geesow in der Uckermark, ist rund 100 mal mehr Solarfläche pro Kopf installiert als in Bielefeld. Bei den Kommunen mit mehr als 1000 Einwohnern dominiert die Gemeinde Hohenfels, wo im November das mit 1,6 Megawatt Leistung größte Solarstromkraftwerk Deutschlands ans Netz gegangen ist. Und bei den Städten ab 10.000 Einwohner ist Neckarsulm einsame Spitze. Die Stadt ist in Fachkreisen bekannt für ihr solargestütztes Nahwärmesystem, in das mittlerweile rund 6000 Quadratmeter Solarkollektoren einspeisen.

"Unser Wettbewerb zeigt deutlich, wie unterschiedlich stark unsere selbstverständlichste Energiequelle, die Sonne, in den Städten und Gemeinden genutzt wird", sagt der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jörg Dürr-Pucher. "Vorreiter sind einige kleinere Städte und Gemeinden, in denen einzelne Bürgerinnen und Bürger, Umweltgruppen oder aktive Bürgermeister das Thema jahrelang vorangebracht haben."

Ein gutes Beispiel ist der bayerische Ort Schalkham. Zwar kommen die Schalkhamer beim Solarstrom nicht an die Werte der Spitzenreiter ihrer Größenklasse heran, aber im Bereich der Solarwärme liegt der 886-Seelen-Ort um Längen vor allen anderen. Je Einwohner sind hier Kollektoren mit einer Fläche von 1,13 Quadratmetern installiert. Im Herbst 1993 startete das Schalkhamer Modell: der Gemeinderat beschloss eine Förderung von 2000 Mark je Anlage. Zusätzlich kümmerte sich die Gemeinde um den gemeinschaftlichen Einkauf der Komponenten. Mit Unterstützung eines Installateurs errichteten die Hausbesitzer ihre Anlagen in Eigenleistung. "Bei uns bauen die Leute ihre Häuser sowieso zu großen Teilen selbst", erklärt Schalkhams Bürgermeister Johann Noppenberger. Im Ergebnis können Solaranlagen deutlich günstiger betrieben werden. Inzwischen wickelt der Installateur den Einkauf ohne Beteiligung der Gemeinde ab und auch die Förderung hat sich geändert. Schalkham bezuschusst seit 1999 bei Neubauten auf gemeindeeigenen Grundstücken die Wärmedämmung mit 10.000 Mark, aber nur, wenn die Wärme zum Großteil mittels Sonnenkollektoren gewonnen wird.

Jörg Dürr-Pucher | Pressemitteilung
Weitere Informationen:
http://www.solarbundesliga.de

Weitere Berichte zu: Großstadt Schalkhamer Solarbundesliga

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Attraktive eingeschleppte Arten haben es leichter
07.04.2020 | Universität Wien

nachricht Wo bleibt das Plastik im Ozean?
30.03.2020 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breites Spektrum: Neuartiges Hybridmaterial erweist sich als effizienter Fotodetektor

Digitalkameras, aber auch viele andere elektronische Anwendungen benötigen lichtempfindliche Sensoren. Um den steigenden Bedarf an solchen optoelektronischen Bauteilen zu decken, sucht die Industrie nach neuen Halbleitermaterialien. Diese sollten nicht nur einen möglichst breiten Wellenlängenbereich erfassen, sondern auch preisgünstig sein. Ein in Dresden entwickeltes Hybridmaterial erfüllt beide Anforderungen. Himani Arora, Physik-Doktorandin am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR), wies nach, dass sich eine metallorganische Verbindung als Breitband-Fotodetektor verwenden lässt. Da es keine teuren Rohstoffe enthält, kann es in großen Mengen preisgünstig produziert werden.

Metallorganische Gerüste (Metal-Organic Frameworks, MOFs) haben sich in den vergangenen zwanzig Jahren zu einem gefragten Materialsystem entwickelt. Die...

Im Focus: Broad spectrum: Novel hybrid material proves an efficient photodetector

Digital cameras as well as many other electronic devices need light-sensitive sensors. In order to cater for the increasing demand for optoelectronic components of this kind, industry is searching for new semiconductor materials. They are not only supposed to cover a broad range of wavelengths but should also be inexpensive.

A hybrid material, developed in Dresden, fulfils both these requirements. Himani Arora, a physics PhD student at Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR),...

Im Focus: Langlebigere Satelliten, weniger Weltraumschrott

Forschende der Universität Stuttgart nehmen innovatives induktives Plasmatriebwerk auf Helicon-Basis in Betrieb

Erdbeobachtungssatelliten für niedrige Flughöhen, kleiner, leichter und billiger als herkömmliche Modelle: Das sind die Ziele des EU- Projekts „DISCOVERER“, an...

Im Focus: X-ray vision through the water window

The development of the first high-repetition-rate laser source that produces coherent soft x-rays spanning the entire 'water window' heralds the beginning of a new generation of attosecond technology

The ability to generate light pulses of sub-femtosecond duration, first demonstrated some 20 years ago, has given rise to an entirely new field: attosecond...

Im Focus: Innovative Technologien für Satelliten

Er kommt ohne Verkabelung aus und seine tragende Struktur ist gleichzeitig ein Akku: An einem derart raffiniert gebauten Kleinsatelliten arbeiten Forschungsteams aus Braunschweig und Würzburg. Für 2023 ist das Testen des Kleinsatelliten im Orbit geplant.

Manche Satelliten sind nur wenig größer als eine Milchtüte. Dieser Bautypus soll jetzt eine weiter vereinfachte Architektur bekommen und dadurch noch leichter...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium AWK’21 findet am 10. und 11. Juni 2021 statt

06.04.2020 | Veranstaltungen

Interdisziplinärer Austausch zum Design elektrochemischer Reaktoren

03.04.2020 | Veranstaltungen

13. »AKL – International Laser Technology Congress«: 4.–6. Mai 2022 in Aachen – Lasertechnik Live bereits früher!

02.04.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Preisgekröntes Projektmanagement

09.04.2020 | Förderungen Preise

Breites Spektrum: Neuartiges Hybridmaterial erweist sich als effizienter Fotodetektor

09.04.2020 | Materialwissenschaften

Bayreuther Genetiker entdecken Regulationsmechanismus der Chromosomen-Vererbung

09.04.2020 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics