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Jürgen Trittin begrüßt Fortschreibung der Selbstverpflichtung zum Papierrecycling

06.11.2001


Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Zusage der Arbeitsgemeinschaft Graphische Papiere (AGRAPA) begrüßt, die 1994 eingegangene Selbstverpflichtung zur stofflichen Verwertung grafischer Altpapiere fortzuschreiben und die nunmehr erreichte hohe Recyclingquote von rund 80 Prozent dauerhaft stabil zu halten. "Diese Zusage der Wirtschaft zeigt, dass sich das Altpapierrecycling in Deutschland fest etabliert hat. Es trägt erheblich zur Umweltentlastung bei, wie das Umweltbundesamt in einer Ökobilanz festgestellt hat. Auch bei den Verbrauchern ist Recyclingpapier längst sein Schmuddelimage los. Dennoch sollte nicht nachgelassen werden, für den Kauf von möglichst vollständig aus Altpapier hergestellten Produkten zu werben," sagte Trittin.


Auf Initiative des Bundesumweltministeriums hatte sich die AGRAPA - ein Zusammenschluss von Verbänden und Organisationen der papierherstellenden Industrie, der Papierimporteure, des Papiergroßhandels, der Druckindustrie und der Verleger - verpflichtet, die stoffliche Verwertung grafischer Papiere bis zum Jahr 2000 auf 60 Prozent zu erhöhen. Diese Verpflichtung wurde deutlich übertroffen: Gegenwärtig werden bereits rund 80 Prozent erreicht (siehe beigefügtes Diagramm). Dies ist auch deshalb eine beachtliche Leistung, da der Verbrauch an grafischen Papierprodukten zwischen 1994 und 2000 um fast 20 Prozent auf mittlerweile mehr als 9 Millionen Tonnen angestiegen ist.

Die Fortschreibung der Selbstverpflichtung sieht neben der Verwertungsquote weitere Anforderungen im Rahmen der Produktverantwortung vor. So verpflichtet sich die Wirtschaft, auf den verstärkten Einsatz von Papier mit hohem Altpapieranteil hinzuwirken. Daneben soll zur Entlastung öffentlicher Haushalte und der Gebührenzahler eine Beratung der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger für eine qualitätsgerechte und möglichst kostengünstige Erfassung grafischer Altpapiere aus Privathaushalten angeboten werden.


Das Umweltbundesamt hatte im vergangenen Jahr im Rahmen der Studie "Ökobilanzen für grafische Papiere" festgestellt, dass das Altpapierrecycling praktisch in allen Umweltbereichen (Energieressourcen, Treibhauspotenzial, Luftreinhaltung, Boden- und Gewässerschutz) besser abschneidet als die Deponierung und Verbrennung von Altpapier.



Hrsg: BMU-Pressereferat, Alexanderplatz 6, 10178 Berlin
Redaktion: Michael Schroeren (verantwortlich)
Jürgen Maaß, Frauke Stamer, Martin Waldhausen
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