Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Jürgen Trittin: Markenzeichen Viabono soll umweltfreundliches Reisen attraktiver machen

17.10.2001


Mit der Einführung der Umweltdachmarke Viabono besteht nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin die Chance, umweltfreundliches Reisen für breite Verbraucherschichten attraktiver zu machen und damit eine stärkere Umweltorientierung der Tourismusbranche zu erreichen. "Mit Viabono werden nicht nur die über zehn Jahre andauernde Diskussion um eine einheitliche Umweltkennzeichnung und das Gütesiegel-Wirrwarr im Tourismus beendet, sondern zugleich neue Wege beschritten. Das Markenkonzept soll - anders als die klassischen Gütesiegel - den Verbraucher stärker durch Qualität, Komfort und Erlebnis von den Angeboten überzeugen. Es setzt also genau bei den Vorstellungen von Urlaub an, die jeder von uns hat. Dahinter steht aber natürlich die Erfüllung anspruchsvoller Umweltkriterien, von der die Lizenzvergabe abhängig ist. Damit kann Viabono Maßstäbe für die gesamte Tourismusbranche setzen und das umweltorientierte Reisen aus seinem Nischendasein herausholen", sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin zur "Premiere" der Umweltdachmarke in Berlin.



Das Bundesumweltministerium hatte vor gut zwei Jahren die Initiative für Viabono ergriffen und den Umwelt- und Tourismusverbänden das Konzept einer Umweltdachmarke vorgeschlagen. Der Tourismus ist zwar einer der größten weltweiten Wachstumsmärkte -- allein die Deutschen geben im Jahr rund 400 Milliarden DM für Reisen aus -, jedoch werden die immensen Umweltauswirkungen zu wenig berücksichtigt. Schon heute verursacht der Übernachtungstourismus im Inland rund 15 Millionen Tonnen klimaschädliche Treibhausgase -- nur ein Bruchteil der Emissionen, die aus dem Auslandstourismus resultieren. Ziel der Dachmarke ist es deshalb, den umweltverträglichen Tourismus zu stärken und für umweltorientierte Angebote eine stärkere Nachfrage zu schaffen.



Rund 20 Umwelt-, Verbraucher- und Tourismusverbände sind an Viabono beteiligt, erste Lizenznehmer konnten gewonnen werden. Kriterienkataloge für die Bereiche Tourismuskommunen, Beherbergung/Gastronomie und Großschutzgebiete liegen vor. Für Campingplätze, Ferienwohnungen und Privatzimmer werden sie in Kürze abgeschlossen. Die Kriterien umfassen u.a. die Bereiche Abfall, Energie, Lärm, Mobilität, Natur und Landschaft, regionale Wirtschaftskreisläufe sowie Umweltmanagement. "Mit Viabono wird die Orientierung der Verbraucher erheblich erleichtert. Es gibt ein Markenzeichen für alle umweltfreundlichen touristischen Produkte in Deutschland", sagte Minister Trittin.

| BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Markenzeichen Trittin Umweltdachmarke Viabono

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics