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Artenvielfalt an Küsten, Ufern und im Wasser!

31.01.2006


GEO und das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung rufen bundesweit zum 8. GEO-Tag der Artenvielfalt auf

Experten führen am 10. Juni 2006 eine Bestandsaufnahme der Natur an der Küste zwischen Bremerhaven und Cuxhaven, auf Helgoland und auf Sylt durch / Zahlreiche Begleitaktionen von interessierten Laien und Fachleuten zum Thema Artenvielfalt werden bundesweit erwartet

Wie wertvoll ist der Lebensraum Nordseeküste aus biologischer Sicht? Was lebt hier über Miesmuschel, Scholle und Silbermöwe hinaus an interessanten Arten? Wie wichtig sind Küste, Watt und Meer als Zufluchtsort seltener Spezies?

Am Beispiel eines Küstenabschnitts zwischen Bremerhaven und Cuxhaven sowie weiterer Untersuchungsgebiete auf und vor Sylt und Helgoland soll solchen Fragen nachgegangen werden. Dazu begeben sich rund 100 Experten für 24 Stunden am 10. Juni 2006 auf die Suche nach möglichst vielen Arten. Der GEO-Tag der Artenvielfalt - die größte Feldforschungsaktion Mitteleuropas - jährt sich 2006 zum achten Mal. Sein Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität auch in unserer unmittelbaren Umwelt zu schärfen.

Kooperationspartner für das Jahr 2006 ist das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Es ist bisher vor allem für seine wissenschaftliche Untersuchung von Arktis und Antarktis bekannt. Mit der gemeinsamen Aktion möchte das Institut seinen Arbeitsschwerpunkt in der Erforschung mariner Ökosysteme der flachen Meere und Küstenzonen in den gemäßigten Breiten deutlicher hervorheben.

GEO-Chefredakteur Peter-Matthias Gaede: "Wir freuen uns über das Engagement vieler Experten beim GEO-Tag der Artenvielfalt, denn es trägt dazu bei, dass Biodiversität noch stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt wird. Dass es uns gelingt, auch naturinteressierte Laien anzusprechen, zeigen die Zahlen des letzten Jahres: 15 000 Teilnehmer in über 380 Einzelprojekten stellen die bisherige Rekordmarke."

Prof. Dr. Jörn Thiede, Direktor des Alfred-Wegener-Instituts: "Polar- und Meeresforschung liefern einen gewichtigen Beitrag zur globalen Umweltforschung. Im Zuge der Diskussionen um globale Umweltveränderungen hat die Biodiversitätsforschung einen besonderen Stellenwert, denn nur wer die Vielfalt der Meere und Küstenregionen kennt und versteht, kann auch ausreichend zum Schutz dieser sensiblen Ökosysteme beitragen. An den Forschungsstationen auf Helgoland und Sylt erforscht das Alfred-Wegener-Institut das Leben und die Artenvielfalt in der Nordsee und im Wattenmeer. Als Projektpartner des 8. GEO-Tages der Artenvielfalt ist es unser Anliegen, eine breite Öffentlichkeit für den Artenreichtum an den Küsten und im Meer zu begeistern."

Natur erlebbar machen

Einmal im Jahr lädt das Magazin GEO zur Expedition in die Natur ein. Für die Teilnehmer gilt es, innerhalb von 24 Stunden in einem begrenzten Gebiet möglichst viele verschiedene Pflanzen und Tiere zu identifizieren. Doch nicht nur Experten sind gefragt. Jeder, der sich für die Natur und deren Schutz interessiert, ist eingeladen, an den Begleitaktionen/-projekten teilzunehmen. Wer ein eigenes Projekt organisieren möchte, wird gebeten, sich bei GEO im Internet unter www.geo.de/artenvielfalt anzumelden.

Eine weitere Besonderheit: Der GEO-Tag der Artenvielfalt ist dieses Jahr Teil der Initiative "Deutschland - Land der Ideen" . Das anlässlich der Fußballweltmeisterschaft 2006 von der Bundesregierung und dem Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) ins Leben gerufene Projekt will die Stärken des Gastgeberlandes Deutschland betonen. Dazu zählen Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken. Die Initiative stellt an jedem Tag des WM-Jahres einen Ort oder ein Projekt vor, der bzw. das sich durch besondere Leistungen oder Ideen in den Bereichen Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft hervorhebt.

Ausführliche Informationen zum GEO-Tag der Artenvielfalt erhalten Sie bei Tom Müller, GEO-Redaktion: Tel. 040-3703-2732, Fax 040-3703-17-2732, E-Mail: mueller.tom@geo.de

Maike Pelikan | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.geo.de/artenvielfalt

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