Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kyoto in der Praxis

10.11.2005


Der Leitfaden "Flexible Instrumente im Klimaschutz" hilft Unternehmen bei der Anwendung der Kyoto-Mechanismen. Das Fraunhofer ISI hat jetzt eine aktualisierte und erweiterte Fassung vorgelegt.


Zwischen 20 und 30 Euro pro Tonne Kohlendioxid - so viel zahlen Unternehmen, die seit Januar 2005 am EU-weiten Handel mit Emissionsrechten teilnehmen. Der Preis auf dem Markt für Emissionsrechte liegt höher als erwartet und hat wesentlich zu den jüngsten Preissteigerungen auf dem Strommarkt beigetragen. Damit hat der Emissionshandel von Anfang an großen Einfluss auf die Geschäftsstrategien der rund 1200 Unternehmen in Deutschland, die insgesamt 1849 Anlagen mit besonders hohem CO2-Ausstoß betreiben.

Um den betroffenen Unternehmen den Umgang mit den neuen Instrumenten im Klimaschutz zu erleichtern, hat das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung, Karlsruhe, für das Umweltministerium Baden-Württemberg den Leitfaden "Flexible Instrumente im Klimaschutz" erstellt. Darin werden neben dem Emissionshandel die so genannten flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls beschrieben. Darunter versteht man zum Beispiel Maßnahmen zur CO2-Einsparung, die von deutschen Unternehmen in anderen Ländern vorgenommen werden. Die eingesparten Emissionen können sich die Unternehmen gutschreiben lassen und dann zum Beispiel im EU-Emissionshandel verwenden.


Die neue Auflage des Leitfadens wurde vor allem zum Thema EU-Emissionshandel umfassend erweitert und aktualisiert, widmet sich aber vertieft auch neuen Themen wie Aktivitäten zur Aufforstung von Wäldern. Der Leitfaden enthält jetzt detaillierte Praxisbeispiele in den Bereichen Monitoring im Emissionshandel, Clean Development Mechanism und Joint Implementation. Ein ausführliches Glossar rundet diese profunde Anleitung zu den Flexiblen Instrumenten im Klimaschutz ab.

Der Leitfaden und die CD-ROM können bestellt werden beim Umweltministerium Baden-Württemberg Broschürenversand Postfach 103439 70029 Stuttgart Email: oeffentlichkeitsarbeit@um.bwl.de

Eine elektronische Version sowie interaktive Hilfen zum Berechnen von CO2-Emissionen gibt es unter http://www.isi.fraunhofer.de/n/klimapolitik.html

Kontakt für inhaltliche Fragen: Karoline Rogge Telefon: (0721) 6809 - 126 E-Mail: karoline.rogge@isi.fraunhofer.de

Die Presseinformationen des Fraunhofer ISI finden Sie auch im Internet unter http://www.isi.fraunhofer.de/pr/presse.htm.

Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Öffentlichkeitsarbeit: Bernd Müller
Telefon +49 (0) 721 / 68 09 - 100
Telefax +49 (0) 721 / 68 09 - 270
bernd.mueller@isi.fraunhofer.de

Das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI untersucht Marktpotenziale technischer Entwicklungen und deren Auswirkungen auf Wirtschaft, Staat und Gesellschaft. Die interdisziplinären Forschungsgruppen konzentrieren sich auf neue Technologien, Industrie- und Serviceinnovationen, Energiepolitik und nachhaltiges Wirtschaften sowie auf die Dynamik regionaler Märkte und die Innovationspolitik.

Bernd Müller | idw
Weitere Informationen:
http://www.isi.fraunhofer.de
http://www.isi.fraunhofer.de/n/klimapolitik.html

Weitere Berichte zu: Emissionshandel Emissionsrecht Klimaschutz Kyoto

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Kohlenstoffbilanz im tropischen Regenwald des Amazonas
11.11.2019 | Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

nachricht Absinkende Luftpakete mitverantwortlich für Hitzewellen
08.11.2019 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neuartiges Antibiotikum gegen Problemkeime in Sicht

Internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Gießen entdeckt neuen Wirkstoff gegen gramnegative Bakterien – Darobactin attackiert die Erreger an einem bislang unbekannten Wirkort

Immer mehr bakterielle Erreger von Infektionskrankheiten entwickeln Resistenzen gegen die marktüblichen Antibiotika. Typische Krankenhauskeime wie Escherichia...

Im Focus: Machine learning microscope adapts lighting to improve diagnosis

Prototype microscope teaches itself the best illumination settings for diagnosing malaria

Engineers at Duke University have developed a microscope that adapts its lighting angles, colors and patterns while teaching itself the optimal...

Im Focus: Kleine Teilchen, große Wirkung: Wie Nanoteilchen aus Graphen die Auflösung von Mikroskopen verbessern

Konventionelle Lichtmikroskope können Strukturen nicht mehr abbilden, wenn diese einen Abstand haben, der kleiner als etwa die Lichtwellenlänge ist. Mit „Super-resolution Microscopy“, entwickelt seit den 80er Jahren, kann man diese Einschränkung jedoch umgehen, indem fluoreszierende Materialien eingesetzt werden. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Polymerforschung haben nun entdeckt, dass aus Graphen bestehende Nano-Moleküle genutzt werden können, um diese Mikroskopie-Technik zu verbessern. Diese Nano-Moleküle bieten eine Reihe essentieller Vorteile gegenüber den bisher verwendeten Materialien, die die Mikroskopie-Technik noch vielfältiger einsetzbar machen.

Mikroskopie ist eine wichtige Untersuchungsmethode in der Physik, Biologie, Medizin und vielen anderen Wissenschaften. Sie hat jedoch einen Nachteil: Ihre...

Im Focus: Small particles, big effects: How graphene nanoparticles improve the resolution of microscopes

Conventional light microscopes cannot distinguish structures when they are separated by a distance smaller than, roughly, the wavelength of light. Superresolution microscopy, developed since the 1980s, lifts this limitation, using fluorescent moieties. Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research have now discovered that graphene nano-molecules can be used to improve this microscopy technique. These graphene nano-molecules offer a number of substantial advantages over the materials previously used, making superresolution microscopy even more versatile.

Microscopy is an important investigation method, in physics, biology, medicine, and many other sciences. However, it has one disadvantage: its resolution is...

Im Focus: Mit künstlicher Intelligenz zum besseren Holzprodukt

Der Empa-Wissenschaftler Mark Schubert und sein Team nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des maschinellen Lernens für holztechnische Anwendungen. Zusammen mit Swiss Wood Solutions entwickelt Schubert eine digitale Holzauswahl- und Verarbeitungsstrategie unter Verwendung künstlicher Intelligenz.

Holz ist ein Naturprodukt und ein Leichtbauwerkstoff mit exzellenten physikalischen Eigenschaften und daher ein ausgezeichnetes Konstruktionsmaterial – etwa...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage 2020: „Mach es einfach!“

18.11.2019 | Veranstaltungen

Humanoide Roboter in Aktion erleben

18.11.2019 | Veranstaltungen

1. Internationale Konferenz zu Agrophotovoltaik im August 2020

15.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Sichere Datenübertragung mit Ultraschall am Handy: neue Methode zur Nahfeldkommunikation

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Rasante Entstehung von Antibiotikaresistenzen im Behandlungsalltag

21.11.2019 | Medizin Gesundheit

Gesundheits-App als Fitness-Coach für Familien

21.11.2019 | Kommunikation Medien

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics