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Naturschutz im Wald braucht Partner

21.09.2001


Das Bundesamt für Naturschutz wirbt für eine enge Partnerschaft zur Umsetzung der vielfältigen Naturschutzaufgaben im Wald. Diese ergeben sich aus internationalen und nationalen rechtlichen Vorgaben. Naturschutz auf der ganzen Fläche macht es erforderlich, neben den klassischen Aufgaben des Gebiets- und Artenschutzes auch zur Entwicklung nachhaltiger Landnutzungsformen beizutragen. Darauf hat das BfN am Freitag bei der Jahrestagung des Deutschen Forstvereins (DFV) in Dresden hingewiesen. Das BfN ist hier Partner des DFV im Seminar "Naturschutz im Wald".

Gerade bei der Umsetzung der Konvention über biologische Vielfalt kommt Wald und seiner ökologisch nachhaltigen Bewirtschaftung besondere Bedeutung zu. Hierzu bedarf es nach Auffassung des BfN der Neudefinition der guten fachlichen Praxis der Forstwirtschaft, der Stärkung des Vertragsnaturschutzes und des Aufbaus eines hinreichenden Schutzgebiets- und Biotopverbundsystems. Das novellierte Bundesnaturschutzgesetz wird für eine natur- und landschaftsverträgliche Landnutzung entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen setzen, die es umzusetzen und auszufüllen gilt. "Gerade auch im europäischen Kontext sowie bei der Neuausrichtung der Politik für den ländlichen Raum sind Forstwirtschaft und Naturschutz als integrale Bestandteile einer nachhaltigen Entwicklung zu sehen. Hierfür sind Partnerschaften im gesellschaftlichen Dialog notwendig und die sich daraus ergebenden Chancen zur Kooperation müssen ergriffen werden", sagte der Leiter des Fachbereichs "Naturschutz und Entwicklung" Arnd Winkelbrandt bei der Veranstaltung. Dies gilt auch für die Jagd. Nach Auffassung des BfN sollten in Kooperation mit der Jägerschaft gesetzliche Regelungen und Praxis der deutschen Jagd weiterentwickelt werden, um den Anforderungen an einen modernen, auf Ausgleich zwischen Erhaltung und Nutzung der biologischen Vielfalt bedachten Umgang mit unserer Natur gerecht zu werden. Im Seminar "Wald und Jagd" zeigt das BfN noch bestehende Defizite beispielhaft anhand der unzureichenden Wildbestandsermittlung oder der Verfolgung von Prädatoren auf. Darüber hinaus werden Vorschläge zum Umgang mit grundsätzlichen und speziellen Fragen zur Jagd in Deutschland unterbreitet.

Mit seiner Beteiligung bei der Jahrestagung des Deutschen Forstvereins setzten BfN und DFV den begonnenen Dialog fort, um die forstliche Nutzung so naturverträglich wie möglich zu gestalten und Wald zu einem richtungsweisenden Beispiel für die Umsetzung umfassend nachhaltigen Wirtschaftens und den Schutz der Natur werden zu lassen.

Franz August Emde | idw

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