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Wie Phönix aus der Asche - aus Klärschlämmen werden umweltfreundliche Phosphordünger

19.10.2005


Kommunaler Klärschlamm enthält eine Vielzahl wertvoller Pflanzennährstoffe, darunter auch Phosphor, eine in absehbarer Zeit (weniger als 100 Jahre) knapp werdende und nicht erneuerbare Ressource. Daneben enthalten Klärschlämme aber auch eine Vielzahl unerwünschter anorganischer und organischer Schadstoffe, die dessen Einsatz als Dünger in der Landwirtschaft umstritten gemacht haben.



Ein internationales Konsortium von Forschungsinstituten und Firmen aus Deutschland, Finnland, den Niederlanden und Österreich (Foto) will nun in einem von der EU geförderten und von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin (BAM) koordinierten Projekt "SUSAN - Sustainable and Safe Re-use of Municipal Sewage Sludge for Nutrient Recovery (Nachhaltige und sichere Nutzung von Nährstoffen aus kommunalen Klärschlämmen)" die technischen Grundlagen für ein sicheres Recycling des Phosphors aus Klärschlämmen erarbeiten. In einem komplexen Verfahren werden bei der Monoverbrennung des Klärschlammes organische Schadstoffe zerstört und anorganische durch Bildung flüchtiger Salze entfernt.



Von der BAM werden thermochemische Untersuchungen zur Abtrennung der Schwermetalle aus den Klärschlammaschen und zur Umwandlung der Phosphor-Anteile in pflanzenverfügbare Verbindungen im Labor- und kleintechnischen Maßstab durchgeführt sowie bestimmte materialtechnische Aspekte bearbeitet. Wissenschaftler/innen des Institutes für Pflanzenernährung und Bodenkunde der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Braunschweig entwickeln Verfahren zur Qualitätskontrolle, prüfen die Pflanzenverfügbarkeit des Phosphors in den Aschen und entwickeln bodenbiologische Verfahren zur Mobilisierung, um die vollständige Ausnutzung des Phosphors durch Kulturpflanzen zu ermöglichen.

Kontakte:

Prof. Dr. Dr. Ewald Schnug und Dr. Sylvia Kratz,
Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL),
Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde,
Bundesallee 50,
38116 Braunschweig,
Tel.: 0531 596 2101;
E-Mail: pb@fal.de

sowie:
Dr. Gerd Kley und Dr.-Ing. Christian Adam,
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM),
Arbeitsgruppe IV.33 "Thermochemische Stofftrennung",
Richard-Willstätter-Straße 11,
12489 Berlin,
Tel.: 030 6392 5851 & 030 8104 1433;
E-Mail: Gerd.Kley@bam.de und Christian.Adam@bam.de

Margit Fink | idw
Weitere Informationen:
http://www.fal.de
http://www.bam.de

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