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Ackerland versus Nachhaltigkeit

18.10.2005


Auf der ganzen Welt gibt es oftmals einen Konflikt zwischen der Entwicklung von Ackerland und dem Schutz natürlicher Ökosysteme. Es werden objektive Studien benötigt, um in Hinblick auf die zukünftige Nachhaltigkeit ein angemessenes Gleichgewicht zwischen diesen beiden Imperativen anzusprechen.



Die Auswirkungen der Ackerlandentwicklung auf Ökosysteme und die Umwelt insgesamt ist eine entscheidende Unternehmung in Hinblick auf die Sammlung wissenschaftlicher Informationen. Bei der Betrachtung der Ergebnisse zeigt sich jedoch weltweit eine beunruhigende Tendenz; verantwortungslos genutztes Ackerland hat enorme schädliche Auswirkungen auf die Ökosysteme.



Die Rodung großer Waldgebiete, die Verbrennung unermesslicher Mengen natürlicher Biomasse und die Zerteilung natürlicher Lebensräume untergraben alle deutlich die Stabilität von Flora und Fauna in zahlreichen Agrarregionen. Von daher droht dem empfindlichen Gleichgewicht vieler Ökosysteme der Zusammenbruch.

QUILT ist ein von der Europäischen Kommission finanziertes Projekt, das auf einem früheren Projekt (ACCELERATES) basiert, mit dem die Beziehung zwischen agrarwirtschaftlicher Landnutzung und den Auswirkungen auf die Umwelt bestimmt werden sollten. Es beurteilte die sich verändernden Umweltbedingungen sowie die Anteile und Prozesse, die mit einer Änderung der Landnutzung einhergehen würden.

Da man jedoch den steigenden Bedarf an agrarwirtschaftlichen Systemen verstand, versuchte man im Rahmen von QUILT, Anreize und Beweggründe zum Naturschutz zu bestimmen. Ein Teil der Studie richtete sich auf Anreize wie die Senkung von Emissionen und Schadstoffen, die Errichtung von Weihern und Moorland sowie die Pflanzung von Hecken und Wäldern.

Zwar existieren solche anreizenden Maßnahmen bereits, ein Teil des QUILT-Projekts fand jedoch heraus, dass sie nur lokale Gebiete begünstigen, zum Schutz natürlicher Lebensräume insgesamt jedoch nicht ausreichen. Dieses Ergebnis weist deutlich auf die zwingende Notwendigkeit politischer Änderungen hin, um natürliche Lebensräume beim steigenden Bedarf an agrarwirtschaftlichen Gebieten besser schützen zu können.

Projekte wie QUILT haben zwar die entscheidendsten Bedrohungen und das Ausmaß von Veränderungen auf natürliche Lebensräume identifiziert, es wurden allerdings noch keine funktionsfähigen Lösungen gefunden. Folglich benötigt das QUILT-Projekt kollaborative Leistungen, die die weitere Forschung und Entwicklung, den Informationsaustausch und die Beratung fördern.

Jens Abildtrup | ctm
Weitere Informationen:
http://www.foi.dk

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