Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Genauer Nachweis der Wasserverschmutzung

29.08.2005


Systea hat einen Prototypen für ein neues, tragbares Instrument entwickelt, das für die frühzeitige Erkennung von bedenklichen Wasserverschmutzungsgraden genutzt werden kann.



Die Aufrechterhaltung der Wasserqualität stellt im 21. Jahrhundert eine weltweite Herausforderung dar. Mit dem Ziel, die Wasserverschmutzung mit einer höheren Genauigkeit auch an entfernteren Standorten nachzuweisen, wurde im Rahmen des SEWING-Projekts ein Prototyp entwickelt. Dieser nutzt einen CHEMFET-Sensor (Chemischer Feldeffekttransistor) zum Nachweis von anorganischen Ionen in den Wasserproben. Es können bis zu sieben Sensoren verwendet werden, um im Wasser befindliche Schadstoffe wie Nitrat oder Ammoniak nachzuweisen.



Der SEWING-Prototyp ist tragbar, damit er auch vor Ort im Feld angewendet werden kann. Die Sensoren, die Hydrauliksysteme, die Elektronik und andere interne Komponenten sind in einem IP-55-Gehäuse untergebracht, wodurch die Widerstandsfähigkeit gegenüber einer Vielzahl von ungünstigen Umweltbedingungen gewährleistet wird. Die Stromversorgung wird von einem externen 12V-Netzgerät übernommen. An der Frontplatte des Geräts sind ein elektronisches Display sowie eine Tastatur und ein Drucker angebracht. Ein RS-232-Anschluss ermöglicht die direkte Verbindung mit einem PC oder einem Datenlogger zur Datenerfassung.

Mithilfe der patentierten LFR-Technologie (Loop-Flow-Reaktor) sowie der patentierten Loop-Flow-Analytik (LFA) wird die gleichzeitige Messung von bis zu sieben verschiedenen Schadstoffen erleichtert. Im Prototyp sind außerdem eine Referenzelektrode und ein Temperatursensor integriert. Für den CHEMFET-Sensor sind zwei Konfigurationen möglich: er kann sowohl an der Vorderseite (FSC - front-side connected) als auch an der Rückseite (BSC - back-side connected) angeschlossen werden.

Systea, der für die Erstellung des Prototyps verantwortliche SEWING-Partner, hat Experimente mit einer Reihe von verschiedenen Komponenten ausgeführt, um das durch die CHEMFET-Sensoren erzeugte Signal verarbeiten zu können. Die optimale Lösung wurde erreicht, indem handelsübliche Analog-Digital- und Digital-Analog-Bauteile (A/D bzw. D/A) zur Messung des Senkenstroms von den Sensoren genutzt wurden.

Im SEWING-Prototyp können nicht nur sieben CHEMFET-Sensoren untergebracht werden, das Gerät kann vielmehr auch erweitert werden und bietet dann Platz für anderen Sensorenarten. Systea sucht nun nach Partnern, um den Prototyp zu einem marktreifen Produkt zu entwickeln.

Dr. Luca Sanfilippo | ctm
Weitere Informationen:
http://www.systea.it/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hitzewellen im Meer bedrohen Ökosysteme
16.08.2018 | Universität Bern

nachricht Meeresmüll in entlegensten Regionen
13.08.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bionik im Leichtbau

17.08.2018 | Verfahrenstechnologie

Klimafolgenforschung in Hannover: Kleine Pflanzen gegen große Wellen

17.08.2018 | Biowissenschaften Chemie

HAWK-Ingenieurinnen und -Ingenieure entwickeln die leichteste 9to-LKW-Achse ihrer Art

17.08.2018 | Messenachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics