Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wiederaufforstung Islands im vollen Gang

04.08.2005


Schafe haben Bodenerosion beschleunigt

... mehr zu:
»Bodenerosion »Island »Vegetation

Mit energischer Konsequenz arbeitet die Umweltbehörde Soil Conservation Service daran, die nordeuropäische Insel langsam wieder aufzuforsten. Was Schafsherden in jahrtausende langer Arbeit vollbracht haben - nämlich eine riesige Wüste zu hinterlassen - wollen die Ökologen langsam rückgängig machen, berichtet BBC-Online. Ein Drittel der Landfläche Islands ist Wüste. Damit ist dies das größte Wüstengebiet Europas.

Am Beispiel von Island kann man erkennen, wie Bioinvasoren die Landschaft nach und nach zerstört haben. Wikinger haben einst Schafe auf die grüne Insel gebracht. Die Tiere haben die üppige Vegetation komplett vernichtet, in dem sie alles gefressen haben. Regen, Wind und Wetter haben den Rest der Humusschicht weggeschwemmt - ein klassisches Beispiel für Bodenerosion. Der einzige Unterschied zur Sahara ist der, dass der Sand hier schwarz ist und sich die Insel in der subpolaren Klimazone befindet. 60 Prozent Islands war einmal grün, hört man in den traditionellen isländischen Sagen. "Das was in Island passiert ist, kann auch in jedem anderen Land passieren, wenn die Vegetation einfach zerstört wird", so Andres Arnalds, Direktor des Soil Conservation Service. Mit Hilfe von uralten Propellerflugzeugen von denen aus Düngeballen abgeworfen werden, soll die fortschreitende Bodenerosion nun gestoppt werden.


"Zu den Aktionen melden sich die Isländer freiwillig, da sie sich in irgendeiner Art und Weise schuldig fühlen", meint der Historiker Gudmundur Halfdanarsson. "Sie haben in den alten Sagen gelesen, dass es hier einmal Bäume gegeben hat." Erst 1884 wurde in der Hauptstadt Reykjavik der erste Baum gepflanzt und damit begonnen die Stadt etwas grüner zu machen. Die Bepflanzung im Inselinneren gestaltet sich auch wegen der großen Distanzen als schwierig. Umgekehrt meinen Kritiker wie Jon Geir Petursson von der Icelandic Forestry Association, lieben die Isländer ihre Ebenen und bekommen, wenn sie nach Schweden oder Finnland fahren in den Wäldern Platzangst. Die Bäume wachsen allerdings im kalten Klima nicht besonders schnell. "Es gibt einen lokalen Scherz, der das Wachstum gut beschreibt: Nach 100 Jahren kann man sich, sollte man sich im isländischen Wald verirren, die Orientierung ganz leicht wieder finden, in dem man einfach aufsteht", so Petursson.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.land.is/landbunadur/wglgr.nsf/key2/english2.html
http://news.bbc.co.uk

Weitere Berichte zu: Bodenerosion Island Vegetation

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hitzewellen im Meer bedrohen Ökosysteme
16.08.2018 | Universität Bern

nachricht Meeresmüll in entlegensten Regionen
13.08.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Dialog an Deck, Science Slam und Pong-Battle

21.08.2018 | Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Superauflösende Mikroskopie - Neue Markierungssonden im Nanomaßstab

21.08.2018 | Physik Astronomie

Browser-Plugin für mehr Internet-Sicherheit

21.08.2018 | Informationstechnologie

Aussicht auf neue Therapie bei rheumatoider Arthritis

21.08.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics