Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Volle Kraft voraus zu gesünderen Meeren

05.04.2005


Die Reinigung von Schiffsrümpfen auf Trockendocks ist nicht nur umweltschädlich, sondern auch teuer. Da die Richtlinien hinsichtlich der Qualität des in die Docks abgeführten Abwassers immer strenger werden, wurde es notwendig, das Verfahren zu verbessern, um den Gesetzesanforderungen gerecht werden zu können.



Schiffsrümpfe werden derzeit immer noch durch Hochdruckabstrahlen mit Süßwasser gereinigt. Die Hochdruckwasserstrahlen von bis zu 3000 bar werden zum Waschen des Schiffsrumpfes eingesetzt und entfernen Farbschichten, biologische Rückstände und mineralische Ablagerungen. Dieser Vorgang ist notwendig, um den Schiffsrumpf wieder zu glätten, damit er leichter durchs Wasser gleiten und den Treibstoffverbrauch minimal halten kann.

... mehr zu:
»Abwasser »Meeren »Schiffsrumpf »Süßwasser »TBT


Doch dieses Verfahren ist nicht nur kostspielig, sondern auch schädlich. Die riesige Menge sauberen Wassers, die dafür unter Druck gesetzt werden muss, ist teuer. Nach der Reinigung des Schiffsrumpfes besitzt das Wasser eine hohe Schadstoffkonzentration. Die alte Farbe der Schiffe beinhaltet große Mengen an Schwermetallen und anderen Schadstoffen, die dafür bekannt sind, sich in den Sedimenten anzureichern. Auch der Stoff Tributylzinn (TBT) ist in der Farbe enthalten. Das gegen das Absetzen von Muscheln und Algen eingesetzte TBT hat sich für verschiedene Meeresbewohner als schädlich erwiesen.

Die Notwendigkeit, diese giftige Mischung in einem geschlossenen System aufzufangen, zu behandeln und danach zu recyceln, wurde in realisiert und im Rahmen des PI-WAMAS-Projekts untersucht. Es wurde mit Hilfe von CAD ein Mehrphasenseparator entwickelt, der über eine optimierte Lamellen- und Reaktorgeometrie verfügt, die den Fluss, die Gravitation und die Dichte der im Abwasser befindlichen Partikel sowie ihre Größenverteilung berücksichtigt.

Gemäß dem Funktionsprinzip strömt die zu reinigende Flüssigkeit in das System hinein. Während sie durch das System fließt, werden Feststoffe abgetrennt, gesammelt und sickern dann in einen Schlammsammelschacht, wo sie sich verdichten und extrahiert werden. Danach kann ihre sichere Entsorgung erfolgen. Das verbleibende Abwasser wird weiter behandelt, so wird z.B. durch andere Abflüsse noch Öl entfernt.

Aufgrund der Einsparung an Süßwasser und der Verminderung des schädlichen Umwelteinflusses dieser Arbeiten auf dem Trockendock ist dies sicherlich die viel versprechendste Entwicklung für die Werften.

Aslan Filiz | ctm
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de/

Weitere Berichte zu: Abwasser Meeren Schiffsrumpf Süßwasser TBT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

Interdisziplinäre Konferenz: Diabetesforscher und Bioingenieure diskutieren Forschungskonzepte

13.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Vernetzte Beleuchtung: Weg mit dem blinden Fleck

18.07.2018 | Energie und Elektrotechnik

BIAS erhält Bremens größten 3D-Drucker für metallische Luffahrtkomponenten

18.07.2018 | Verfahrenstechnologie

Verminderte Hirnleistung bei schwachem Herz

18.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics