Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Statistische Verfahren erhellen die Meeresbodendynamik

02.03.2005


Mehr als drei Viertel aller Lebewesen auf der Erde besiedeln die Ozeane. Gegen das Eindringen des Menschen in diesen wertvollen Lebensraum müssen Maßnahmen ergriffen werden. Spanische Forscher wollen Wege finden, um die Arten im Meeresboden vor den Auswirkungen der marinen Wellenbrecher zu schützen.

... mehr zu:
»CEAB »LCS »Lebensraum »Lebewesen »Meeresboden

Es hat sich gezeigt, dass eine steigende Population in einem bestimmten Lebensraum immer mit einer größeren biologischen Vielfalt oder Biovielfalt einhergeht. Natürliche Änderungen eines Lebensraumes vollziehen sich über eine sehr lange Zeit, so dass die darin angesiedelten Arten Zeit zur Anpassung haben. Die Veränderung des natürlichen Lebensraumes durch den Menschen dagegen schreitet viel schneller voran und die Auswirkungen auf die lokale Population können verheerend sein. Der Bau von Unterwasserstrukturen (LCS) in marinen Umgebungen ist eines der Hauptprobleme.

Die über das Fünfte Rahmenprogramm finanzierte Forschung richtete sich auf das Verständnis der Auswirkungen von LCS auf die marine Artenvielfalt. Das spanische Centro de Estudios Avanzados de Blanes (CEAB) beschäftigt sich besonders mit den Vorgängen auf dem Meeresgrund. Eine Vielzahl von Lebewesen bevölkert den Meeresboden nahe der Küsten, von Schnecken, Muscheln, Seegurken, Schwämmen, Korallen, Seepocken bis hin zum Plankton.


Die vom CEAB angewandte Methode basiert auf statistischen Verfahren zur Analyse der Varianz zwischen den betrachteten Populationen. Zu diesem Zweck wurden die Varianzanalyse (ANalysis Of VAriance = ANOVA), die Hauptkomponentenanalyse (Principal Component Analysis = PCA) und andere Arten der multivariaten Analyse eingesetzt. Zu den analysierten Faktoren gehörten Biomassemessungen, die Artenanzahl, die LCS-Gestaltung, der Abstand von den LCS sowie die den Meeresboden beschreibenden Variablen (z.B. hart / weich, die Belastung durch organische Stoffe usw.).

Es konnten wichtige Entdeckungen gemacht werden. Es wurde nachgewiesen, dass die Auswirkungen der LCS in der Natur hauptsächlich lokal und meistens auf die landeinwärts gelegenen Gebiete begrenzt sind. Zusätzlich fand man heraus, dass die Störung des lokalen Ökosystems durch die LCS sehr von der örtlichen Fauna abhängt. Anders ausgedrückt, kann eine Region ganz anders auf die LCS reagieren als eine andere Region. Diese Erkenntnis zeigt, wie wichtig die Anpassung der LCS an die Lebewesen in der Region ist, in dem die LCS errichtet werden soll.

Die Daten wurden an vielen Orten Europas zusammengetragen und statistisch ausgewertet, um ihren umfassenden Einsatz zu ermöglichen. Diese Informationen sind für Küstenbehörden, LCS-Planungsunternehmen und Meeresbiologen von Bedeutung, die die Forschungen des CEAB fortsetzen und darauf aufbauen möchten.

Dr. Daniel Martin | ctm
Weitere Informationen:
http://www.delos.unibo.it

Weitere Berichte zu: CEAB LCS Lebensraum Lebewesen Meeresboden

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Lichtverschmutzung macht Fische mutig
21.09.2018 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

nachricht Gegen Straßenschmutz im Regenwasser
21.09.2018 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ein neues Mittel gegen Zöliakie

24.09.2018 | Biowissenschaften Chemie

Entscheidung über Attraktivität fällt in Millisekunden

24.09.2018 | Studien Analysen

Künstliche Intelligenz im Fokus – Schulungsangebot zum maschinellen Lernen für Industrie und Forschung startet

24.09.2018 | Seminare Workshops

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics