Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Klimaschutz ist eine Herausforderung für die gesamte Gesellschaft"

05.07.2001


"Die Bundesregierung hat sich dazu verpflichtet, einen maßgeblichen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten. Seit Amtsantritt haben wir das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung mit der Forschung zum Globalen Wandel auch in der Forschungsförderung implementiert und damit die Weichen neu gestellt", erklärte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, anlässlich einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesumweltminister Jürgen Trittin am heutigen Donnerstag im Vorfeld des Weltklimagipfels am 16. Juli in Bonn.

Bulmahn weiter: "Es kann nicht sein, dass die Industrieländer eine Form des Wohlstands kultivieren, der bei weltweiter Übertragung den Planeten Erde unbewohnbar machen würde. Wir wollen Produkte und Produktionsprozesse mitgestalten, die weltweit übertragbar sind. Das ist eine Aufgabe, in der die Industrieländer eine Gesamtverantwortung tragen und übernehmen müssen. Und es ist zugleich eine große Herausforderung für unsere Wissenschaftler und Ingenieure."

Forschung zum Globalen Wandel und hier insbesondere der Klimaschutzforschung komme dabei eine zentrale Aufgabe zu; eine Aufgabe, die jetzt in vielen Forschungsbereichen angegangen werde, so die Ministerin weiter. "In der Bau- und Verkehrsforschung sowie in der Forschung für neue Materialien, Technologien und innovative Produktionsprozesse werden überall Verbesserungen zum Klimaschutz aufgezeigt. Es geht um die langfristige Lösung von Grundfragen der Weiterentwicklung von Gesellschaft und Ökonomie."

Diese Herausforderungen könnten nur gemeistert werden, wenn wir offen sind, für neue Methoden und Ansätze. Ein Beispiel hierfür sei der neue europäische Forschungssatellit ENVISAT, der im Herbst diesen Jahres gestartet werde. Von ENVISAT erwarte die Umweltforschung neuste Erkenntnisse und Daten über die Erde.

In der Klimaforschung verfüge die deutsche Forschungslandschaft mit gut ausgestatteten Instituten über eine ausgezeichnete Infrastruktur und über zusätzliche Projektförderung durch die Bundesregierung. Allein neun der in Deutschland führenden Forschungseinrichtungen würden mit rund 150 Millionen Mark pro Jahr durch die Bundesregierung gefördert. Das Forschungsspektrum reiche von der Klimamodellierung, der Meeres- und Polarforschung, über die Paläoklimatologie bis hin zur Klimafolgenforschung. Summiere man alle Finanzmittel der Bundesregierung im Bereich der Projekt- und institutionellen Förderung auf, so ergibt sich eine Summe in der Größenordnung von 260 Millionen Mark pro Jahr. Während vor 1998, im wesentlichen viele kleinere Programme der klassischen Klima- und Atmosphärenforschung mit rund 40 Millionen Mark im Jahr gefördert wurden, habe diese Regierung nun deutlich aufgestockt und einen neuen Ansatz zur Forschung zum Globalen Wandel gewählt.

"Klimaschutzpolitik und die Förderung der Klimaforschung durch diese Bundesregierung gehen Hand in Hand", betonte die Ministerin abschließend.

| Pressereferat (LS 13)
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de

Weitere Berichte zu: ENVISAT Industrieland Klimaforschung Produktionsprozess

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Folgen des Klimawandels: Viele Pflanzenarten wohl stärker gefährdet als bisher angenommen
11.02.2020 | Universität Hohenheim

nachricht Pflanzenblätter als Verpackungsalternative zu Plastik
05.02.2020 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

Forscher des Max-Born-Instituts für Nichtlineare Optik und Kurzpulsspektroskopie (MBI) und des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik haben durch die Kombination von Experiment und Theorie die Frage gelöst, wie Laserpulse die Magnetisierung durch ultraschnellen Elektronentransfer zwischen verschiedenen Atomen manipulieren können.

Wenige nanometerdünne Filme aus magnetischen Materialien sind ideale Testobjekte, um grundlegende Fragestellungen des Magnetismus zu untersuchen. Darüber...

Im Focus: Freiburg researcher investigate the origins of surface texture

Most natural and artificial surfaces are rough: metals and even glasses that appear smooth to the naked eye can look like jagged mountain ranges under the microscope. There is currently no uniform theory about the origin of this roughness despite it being observed on all scales, from the atomic to the tectonic. Scientists suspect that the rough surface is formed by irreversible plastic deformation that occurs in many processes of mechanical machining of components such as milling.

Prof. Dr. Lars Pastewka from the Simulation group at the Department of Microsystems Engineering at the University of Freiburg and his team have simulated such...

Im Focus: Transparente menschliche Organe ermöglichen dreidimensionale Kartierungen auf Zellebene

Erstmals gelang es Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, intakte menschliche Organe durchsichtig zu machen. Mittels mikroskopischer Bildgebung konnten sie die zugrunde liegenden komplexen Strukturen der durchsichtigen Organe auf zellulärer Ebene sichtbar machen. Solche strukturellen Kartierungen von Organen bergen das Potenzial, künftig als Vorlage für 3D-Bioprinting-Technologien zum Einsatz zu kommen. Das wäre ein wichtiger Schritt, um in Zukunft künstliche Alternativen als Ersatz für benötigte Spenderorgane erzeugen zu können. Dies sind die Ergebnisse des Helmholtz Zentrums München, der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) und der Technischen Universität München (TUM).

In der biomedizinischen Forschung gilt „seeing is believing“. Die Entschlüsselung der strukturellen Komplexität menschlicher Organe war schon immer eine große...

Im Focus: Skyrmions like it hot: Spin structures are controllable even at high temperatures

Investigation of the temperature dependence of the skyrmion Hall effect reveals further insights into possible new data storage devices

The joint research project of Johannes Gutenberg University Mainz (JGU) and the Massachusetts Institute of Technology (MIT) that had previously demonstrated...

Im Focus: Skyrmionen mögen es heiß – Spinstrukturen auch bei hohen Temperaturen steuerbar

Neue Spinstrukturen für zukünftige Magnetspeicher: Die Untersuchung der Temperaturabhängigkeit des Skyrmion-Hall-Effekts liefert weitere Einblicke in mögliche neue Datenspeichergeräte

Ein gemeinsames Forschungsprojekt der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) hat einen weiteren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Chemnitzer Linux-Tage am 14. und 15. März 2020: „Mach es einfach!“

12.02.2020 | Veranstaltungen

4. Fachtagung Fahrzeugklimatisierung am 13.-14. Mai 2020 in Stuttgart

10.02.2020 | Veranstaltungen

Alternative Antriebskonzepte, technische Innovationen und Brandschutz im Schienenfahrzeugbau

07.02.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Erste Untersuchungsergebnisse zum "Sensations-Meteoritenfall" von Flensburg

17.02.2020 | Geowissenschaften

Lichtpulse bewegen Spins von Atom zu Atom

17.02.2020 | Physik Astronomie

Freiburger Forscher untersucht Ursprünge der Beschaffenheit von Oberflächen

17.02.2020 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics