Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rueckgabe von Elektroschrott bald kostenlos - Kabinett beschliesst Elektroschrott-Gesetz

01.09.2004


Das Bundeskabinett hat heute dem von Bundesumweltminister Juergen Trittin vorgelegten Entwurf fuer ein Elektroschrottgesetz zugestimmt. Es regelt das Inverkehrbringen, die Ruecknahme und die umweltvertraegliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeraeten. "Verbraucherinnen und Verbraucher koennen ab Sommer naechsten Jahres ihre alten Elektro- und Elektronikgeraete kostenlos bei den kommunalen Sammelstellen zurueckgeben", sagte Trittin. Die darauf folgende Entsorgung der Altgeraete sollen die Hersteller uebernehmen.



Mit dem "Gesetz ueber das Inverkehrbringen, die Ruecknahme und die umweltvertraegliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeraeten" werden zwei EU-Richtlinien umgesetzt, die die Verwendung bestimmter gefaehrlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeraeten verbieten und die Verantwortung fuer die Entsorgung der Altgeraete nach einheitlich vorgegebenem Stand der Technik den Herstellern zuweisen. Ziel des Gesetzes ist, den stetig steigenden Abfallmengen bei den Elektro- und Elektronikgeraeten durch Getrenntsammlung, Wiederverwendung, Verwertung und Recycling gegenzusteuern. Hierzu gehoert auch, dass ab dem 1. Juli 2006 fast keine Geraete mehr auf den Markt kommen, die bestimmte Schwermetalle oder sogenannte bromierte Flammschutzmittel enthalten.



Um moeglichst grosse Mengen von Elektroschrott einer umweltfreundlichen Entsorgung zugaenglich zu machen, sollen die Verbraucher ihre Altgeraete ab Mitte August 2005 getrennt sammeln. Bei der Erfassung der Altgeraete wird auf den bereits heute vorhandenen kommunalen Strukturen aufgebaut. Die Verbraucher sollen ihre Altgeraete kostenlos abgeben koennen. Alle weiteren Schritte wie Behandlung, Verwertung, Recycling und umweltfreundliche Beseitigung der Altgeraete sind von den Produzenten zu uebernehmen. Fuer Geraete, die ab August 2005 in Verkehr gebracht werden, muessen die Hersteller jeweils eine Garantie nachweisen, dass die Entsorgung finanziell gesichert ist, wenn die Geraete spaeter als Schrott aus privaten Haushalten zurueckkommen. "Damit wird in Deutschland die Entsorgung von Elektro- und Elektronikaltgeraeten oekologisch optimiert und das Prinzip der Produktverantwortung gestaerkt", so der Bundesumweltminister.

Hinweis: Der Gesetzentwurf fuer das Elektro- und Elektronikgeraetegesetz kann im Internet unter www.bmu.de/altgeraete abgerufen werden.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de
http://www.bmu.de/altgeraete

Weitere Berichte zu: Altgeraete Elektro Elektronikgeraeten Elektroschrott Entsorgung Geraete

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hitzewellen im Meer bedrohen Ökosysteme
16.08.2018 | Universität Bern

nachricht Meeresmüll in entlegensten Regionen
13.08.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics