Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Malaysia: Illegaler Holzeinschlag führt zu katastrophaler Luftqualität

16.08.2004


Verstimmungen zwischen Indonesien und seinen Nachbarn



Dicker Rauch vom Holzeinschlag in Indonesien erfüllt auch heuer wieder die Luft auf der malaysischen Halbinsel. Millionen Menschen sind von der schlechten Luft betroffen. Auch in diesem Jahr führt die Umweltkatastrophe zu einem politischen Schlagabtausch zwischen den beiden Staaten, berichtet das Environmental News Service ENN. Bereits im Juni lagen die Hauptstadt Kuala Lumpur und die Insel Penang unter einer dicken Rauchglocke.



Derzeit melden die lokalen meteorologischen Messstellen Sichtweiten von nur noch zwei Kilometern, wobei sonst durchschnittliche Werte bei rund zehn Kilometern liegen. "Die Luftqualität wurde in vielen Arealen von gut auf moderat herabgestuft", so Rosnani Ibrahim, Generaldirektor des Umweltministeriums. "Moderat" ist die zweite der insgesamt fünf Stufen umfassenden Werteskala. Im Juni fielen die Werte der Luftqualität allerdings auf die schlechteste Stufe. In einigen Gebieten wurde der Bevölkerung mehrere Tage lang geraten, sich nicht ins Freie zu begeben, da die Luft im Freien als "gesundheitsschädlich" eingestuft wurde.

2002 vereinbarten die beiden Staaten, die nur durch die enge Straße von Melakka voneinander getrennt sind, gegenseitige Hilfe bei der Bekämpfung der "Buschfeuer". Doch auch jetzt werden wieder einige hundert "Hotspots" in Sumatra für die dicke Luft verantwortlich gemacht. Die indonesische Regierung beklagt, dass die Ausrüstung, solche Buschbrände zu löschen, nicht vorhanden sei und schiebt eine Mitverantwortung auf Malaysia. Das malaysische Ministerium argumentiert jedoch, dass es Aufgabe der indonesischen Regierung sei, die Brände zu löschen und illegale Brandleger zu stellen, berichtet die Singapore Straits Times.

In den Knochen sitzen noch die Erinnerungen der bisher schlimmsten Sommer in den Jahren 1997 und 1998: Damals vernichteten die Brände mehr als zehn Mio. Hektar Land und hüllten Singapur, Malaysia in eine dicke Wolkendecke. Die Wolke, die "die Sonne verdeckte" war nach Schätzungen von Experten mehr als 700 Kilometer lang. Die Schäden beliefen sich auf etwa 9,5 Mrd. Dollar. Unklar ist geblieben, welche Feuer natürlich entstanden sind und bei welchen Brandherden eifrige Grundstücksspekulanten Hand angelegt hatten. In der Hauptstadt der malaysischen Provinz Sarawak, Kuching, war die Luftqualität so schlecht, dass den Bewohnern geraten wurde, ihre Häuser nicht zu verlassen. Sämtliche Flüge wurden damals eingestellt. Am 26. September 1997 stürzte ein Airbus der indonesischen Fluggesellschaft Garuda 32 Kilometer vom Zielflughafen Medan entfernt ab und riss 234 Menschen in den Tod: Ursache waren schlechte Sichtverhältnisse, verursacht durch die Buschbrände.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.enn.com
http://www.straitstimes.com.sg

Weitere Berichte zu: Brände Buschbrände Holzeinschlag Luftqualität

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht BAM-Forschungsprojekt will Mikroplastik im Wasser genauer nachweisen
21.06.2018 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

nachricht Ausdehnung von Ackerflächen reduziert CO2-Aufnahme
20.06.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics