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Gewässerforscher des UFZ unterwegs auf der Weser

08.06.2001

Das Flussforschungsschiff des UFZ - die Albis - befindet sich vom 13. Mai bis zum 17. Juni auf seiner 24. Forschungsreise.


Die Albis auf Forschungsreise



Auf einer 36-tägigen Forschungsreise befindet sich derzeit ein UFZ-Forscherteam aus Magdeburg mit seinem Forschungsschiff, der ALBIS. Die Wissenschaftler wollen dabei mehr erfahren über die Ökologie der Flüsse Werra, Fulda und Weser. Auf einer Strecke von insgesamt 1319,4 Flusskilometern werden umfangreiche physikalische, chemische, planktologische und mikrobiologische Untersuchungen zur Struktur, der aktuellen Belastungssituation und zum Selbstreinigungsvermögen der Flusswasserökosysteme und Flusssedimente durchgeführt. Im Verlauf der Forschungsreise werden unter anderem die Häfen in Braunschweig, Hannover, Minden, Kassel und Bremen angelaufen.

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Eine der zentralen Fragen für die Wissenschaftler ist, welchen Effekt die hohe Salzbelastung der Flüsse auf die Zusammensetzung und die Leistung von Planktonorganismen im Flusswasser hat. Denn gerade diese Organismen sind es, die für die Selbstreinigungskraft größerer Flüsse verantwortlich sind.
Mit der Saale existiert auch in Sachsen-Anhalt ein hochgradig salzbelasteter Fluss. Aus dem Vergleich der Untersuchungsergebnisse von Weser und Saale erhoffen sich die Wissenschaftler, Schlüsse über die Effekte von hohen Salzkonzentrationen auf Fließgewässerökosysteme ziehen zu können.

Ein weiteres Augenmerk richten sie auf die Schadstoffbelastung, insbesondere die Schwermetallbelastung von Flusssedimenten. Diese sind deshalb von besonderem Interesse, da in ihnen Schadstoffe von mehreren Jahren gespeichert sein können. Mit Hilfe neuartiger methodischer Ansätze messen die Fachleute mögliche Gefahrenpotenziale und ihre direkten Auswirkungen auf die Produktivität und Selbstreinigungskraft der Wasserökosysteme.
Auf dem letzten Fahrtabschnitt von Bremen über Minden zurück nach Magdeburg werden dann zusätzlich zum bisherigen Untersuchungsprogramm kontinuierliche Messungen zum Gehalt des Wassers an Mineralöl-Kohlenwasserstoffen durchgeführt.

Das Einlaufen der ALBIS in den heimatlichen Hafen in Magdeburg Zollelbe ist für Sonntag, den 17. Juni geplant. Dann wartet auf die Wissenschaftler und Techniker des UFZ viel Arbeit im Labor. Bis zum Ende des Jahres soll das umfangreiche Probenmaterial analysiert sein, so Dr. Bernhard Karrasch, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projektteam.

Susanne Hufe | idw

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