Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Energieeinsparung: Weiße Ware immer sparsamer

08.06.2001

Die Energieverbrauchskennzeichnung bei Haushaltsgeräten ist ein Erfolgsmodell. Das belegt die Studie "Evaluierung zur Umsetzung der Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung", die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom Fraunhofer Institut für Systemtechnik und Innovationsforschung (ISI) und der GfK Marketing Services GmbH & Co. KG erarbeitet worden ist. Es wurde untersucht, wie groß die Marktanteile energieeffizienter "weißer Ware" - also von Kühl- und Gefriergeräten, Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspülern - sind und in welchem Umfang Hersteller und Handel ihrer Verpflichtung nachkommen, die EG-einheitlichen Energielabel auf den Geräten gut sichtbar für den Verbraucher anzubringen.

Die Ergebnisse der Studie zeigen,

  • dass seit Einführung der Energieverbrauchskennzeichnungspflicht Anfang 1998 in Deutschland die Herstellung und der Verkauf von energieeffizienteren Haushaltsgroßgeräten (Effizienzklasse A und B) deutlich zugenommen hat,
  • dass Deutschland inzwischen im europäischen Vergleich eine Spitzenposition beim Verkauf von energieeffizienten elektrischen Haushaltsgroßgeräten der Klassen A und B belegt und
  • dass die CO2-Emissionen aufgrund des Anteils an effizienteren Geräten am Markt um rund 453.000 Tonnen reduziert werden konnten.Bei gleichbleibendem Trend prognostizieren die Gutachter sogar eine CO2-Reduktion von knapp 3,8 Millionen Tonnen für den Zeitraum 2000 bis 2010.

Allerdings hat sich auch herausgestellt, dass
  • der Handel im Gegensatz zu den Herstellern seiner Kennzeichnungspflicht noch nicht durchgehend zufriedenstellend nachkommt,
  • insbesondere die kleinen Elektrofachgeschäfte den höchsten Anteil an unvollständig gekennzeichneten Geräten aufweisen und
  • bei Küchenspezialisten und in Einrichtungshäusern wenige Geräte vollständig und ein hoher Anteil überhaupt nicht gekennzeichnet werden.

Minister Müller dazu: "Es freut mich, dass seit Einführung der Energieverbrauchskennzeichnung bei Haushaltsgeräten ein deutlicher Trend zum Verkauf energieeffizienter Geräte zu verzeichnen ist und dass Deutschland sich hier im europäischen Vergleich gut sehen lassen kann. Allerdings ist auch zu hoffen, dass die Lücken, die noch bei der Kennzeichnung der Geräte im Handel zu verzeichnen sind, so schnell wie möglich geschlossen werden."

Hierzu wird die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) - an der das Ministerium beteiligt ist - gemeinsam mit Verbänden der Branche Maßnahmen entwickeln, um die Händler auf die Kennzeichnung anzusprechen. Darüber hinaus sind Informationskampagnen für Händler und Verbraucher geplant. Das BMWi leistet somit einen weiteren Beitrag zur Reduktion der CO2-Emissionen - vor allem im Hinblick auf die Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll zur Klimarahmenkonvention.

| Pressemitteilung des BMWi

Weitere Berichte zu: Energieeinsparung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Schiffsemissionen reduzieren – aber wie?
14.05.2020 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Wenn jedes Teilchen zählt: IOW entwickelt umfassende Verfahrensleitlinie zur Mikroplastik-Extraktion aus Umweltproben
08.05.2020 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Messung verschärft altes Problem

Seit Jahrzehnten rätseln Astrophysiker über zwei markante Röntgen-Emissionslinien von hochgeladenem Eisen: ihr gemessenes Helligkeitsverhältnis stimmt nicht mit dem berechneten überein. Das beeinträchtigt die Bestimmung der Temperatur und Dichte von Plasmen. Neue sorgfältige, hoch-präzise Messungen und Berechnungen mit modernsten Methoden schließen nun alle bisher vorgeschlagenen Erklärungen für diese Diskrepanz aus und verschärfen damit das Problem.

Heiße astrophysikalische Plasmen erfüllen den intergalaktischen Raum und leuchten hell in Sternatmosphären, aktiven Galaxienkernen und Supernova-Überresten....

Im Focus: New measurement exacerbates old problem

Two prominent X-ray emission lines of highly charged iron have puzzled astrophysicists for decades: their measured and calculated brightness ratios always disagree. This hinders good determinations of plasma temperatures and densities. New, careful high-precision measurements, together with top-level calculations now exclude all hitherto proposed explanations for this discrepancy, and thus deepen the problem.

Hot astrophysical plasmas fill the intergalactic space, and brightly shine in stellar coronae, active galactic nuclei, and supernova remnants. They contain...

Im Focus: Neuartiges Covid-19-Schnelltestverfahren auf Basis innovativer DNA-Polymerasen entwickelt

Eine Forschungskooperation der Universität Konstanz unter Federführung von Professor Dr. Christof Hauck (Fachbereich Biologie) mit Beteiligung des Klinikum Konstanz, eines Konstanzer Diagnostiklabors und des Konstanzer Unternehmens myPOLS Biotec, einer Ausgründung aus der Arbeitsgruppe für Organische Chemie / Zelluläre Chemie der Universität Konstanz, hat ein neuartiges Covid-19-Schnelltestverfahren entwickelt. Dieser Test ermöglicht es, Ergebnisse in der Hälfte der Zeit zu ermitteln – im Vergleich zur klassischen Polymerase-Ketten-Reaktion (PCR).

Die frühe Identifikation von Patienten, die mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) infiziert sind, ist zentrale Voraussetzung bei der globalen Bewältigung...

Im Focus: Textilherstellung für Weltraumantennen startet in die Industrialisierungsphase

Im Rahmen des EU-Projekts LEA (Large European Antenna) hat das Fraunhofer-Anwendungszentrum für Textile Faserkeramiken TFK in Münchberg gemeinsam mit den Unternehmen HPS GmbH und Iprotex GmbH & Co. KG ein reflektierendes Metallnetz für Weltraumantennen entwickelt, das ab August 2020 in die Produktion gehen wird.

Beim Stichwort Raumfahrt werden zunächst Assoziationen zu Forschungen auf Mond und Mars sowie zur Beobachtung ferner Galaxien geweckt. Für unseren Alltag sind...

Im Focus: Biotechnologie: Enzym setzt durch Licht neuartige Reaktion in Gang

In lebenden Zellen treiben Enzyme biochemische Stoffwechselprozesse an. Auch in der Biotechnologie sind sie als Katalysatoren gefragt, um zum Beispiel chemische Produkte wie Arzneimittel herzustellen. Forscher haben nun ein Enzym identifiziert, das durch die Beleuchtung mit blauem Licht katalytisch aktiv wird und eine Reaktion in Gang setzt, die in der Enzymatik bisher unbekannt war. Die Studie ist in „Nature Communications“ erschienen.

Enzyme – in jeder lebenden Zelle sind sie die zentralen Antreiber für biochemische Stoffwechselprozesse und machen dort Reaktionen möglich. Genau diese...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gebäudewärme mit "grünem" Wasserstoff oder "grünem" Strom?

26.05.2020 | Veranstaltungen

Dresden Nexus Conference 2020 - Gleicher Termin, virtuelles Format, Anmeldung geöffnet

19.05.2020 | Veranstaltungen

Urban Transport Conference 2020 in digitaler Form

18.05.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Individualisierte Produkte auch in der Massenfertigung

02.06.2020 | Verfahrenstechnologie

Gleichstromnetze für Fabrikhallen

02.06.2020 | Energie und Elektrotechnik

Hochsensitive und schnelle Messverfahren für optische Komponenten: Mit Streulicht zur perfekten Optik

02.06.2020 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics