Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Zuverlässige Messungen für saubere Luft in Europa

28.04.2004


Umweltbundesamt als europäisches WHO-Zentrum zur Überwachung der Luftqualität sieht EU-Beitrittsländer gut gerüstet



Saubere Luft - für die Gesundheit ebenso wichtig wie einwandfreies Trinkwasser und gesunde Nahrung. "Luftschadstoffe machen nicht an den Grenzen halt. Wir brauchen deshalb eine enge internationale Zusammenarbeit bei der Luftreinhaltung und zuverlässige Messmethoden, auch über die Grenzen hinweg", sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Prof. Dr. Andreas Troge, anlässlich eines internationalen Expertentreffens, das an der UBA-Pilotstation in Langen (bei Frankfurt/Main) stattfindet. Verlässliche Messergebnisse sind wesentlich, um gesundheitliche Wirkungen von Luftverunreinigungen zu erfassen und die gesetzlichen Anforderungen der Luftreinhaltung zu verwirklichen.



Unmittelbar vor der EU-Erweiterung sieht das UBA die künftigen Beitrittsländer in dieser Hinsicht bereits gut gerüstet. Das zeigen die bisherigen Ergebnisse des internationalen Qualitätssicherungsprogramms, das die Messmethoden harmonisiert. Seit zehn Jahren führt das UBA dieses Programm als europäisches Zentrum zur Überwachung der Luftqualität und zur Bekämpfung der Luftverschmutzung im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch. Das Bundesumweltministerium fördert dieses Programm.

An den Ringversuchen des UBA haben sich bisher insgesamt 37 Lufthygiene-Labors der nationalen öffentlichen Gesundheitsdienste und Umweltüberwachungsbehörden beteiligt Ó nicht nur aus den EU-Beitrittsländern, sondern zum Beispiel auch aus Albanien, Bulgarien, Kroatien und Usbekistan. Dabei wird geprüft, wie gut die Labors im Vergleich liegen, denn bei Ringversuchen untersuchen alle Labors die selbe Probe mit ihren eigenen Geräten und nach ihren nationalen Verfahren. Zeigen die Ergebnisse deutliche Unterschiede, wird den Ursachen gezielt nachgegangen. Gemessen werden Luftschadstoffe Ó wie Stickstoffoxide, Schwefeldioxid und Ozon. Das UBA will das seit Jahren international anerkannte WHO-Programm zur Qualitätssicherung noch enger mit den EU-Stellen abstimmen, um auch die Nicht-EU-Länder möglichst rasch an den Stand der Technik bei den Messungen heranzuführen.

Detaillierte Informationen und Ergebniszusammenstellungen der letzten Ringversuche sind zu finden unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de/whocc/titel/titel21.htm.

Das Umweltbundesamt betreibt ein eigenes Netz mit Messstationen von der Zugspitze bis nach Sylt. Weitere Infos unter http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/mbm/mblage.htm.

Deutschlandkarten des UBA mit Ozonprognosen und aktuellen Messergebnissen weiterer Luftschadstoffe sind unter http://www.env-it.de/luftdaten/map.fwd?measComp=O3 , Links zu den Messnetzen der Länder unter http://www.env-it.de/luftdaten/linktostates.fwd abrufbar.

Hinweis für die Presse: Der Ringversuch ist für Foto- und Filmaufnahmen geeignet. Bei Interesse setzen Sie sich bitte mit Dr. Ruprecht Schleyer in Verbindung, Telefon: 06103/704-165.

Jana Schmidt | idw
Weitere Informationen:
http://www.umweltbundesamt.de/whocc/titel/titel21.htm
http://ww.umweltbundesamt.de/uba-info-daten/daten/mbm/mblage.htm
http://www.env-it.de/luftdaten/map.fwd?measComp=O3

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht BAM-Forschungsprojekt will Mikroplastik im Wasser genauer nachweisen
21.06.2018 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

nachricht Ausdehnung von Ackerflächen reduziert CO2-Aufnahme
20.06.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics