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Erste Ringmessung hochfrequenter elektromagnetischer Felder

27.05.2003


Für die Bewertung der Exposition der Bevölkerung durch hochfrequente elektromagnetische Felder (z.B. des Rundfunk und Mobilfunks) ist die richtige Ermittlung der relevanten Immissionen von grundlegender Bedeutung. Nur valide Daten zur Feldexposition können die Basis zur Beurteilung des Schutz der Bevölkerung bieten.



Hierzu sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder – 26.BImSchV) Grenzwerte festgelegt, deren Einhaltung überprüft werden muss. Des weiteren erwarten Bürger, besonders Anwohner von Sendeanlagen, verlässliche Informationen über ihre Exposition und deren zeitliche Entwicklung. Diese Informationen können nur mit entsprechenden, oft aufwendigen Messsystemen ermittelt werden. Die Güte dieser Messsysteme muss immer wieder validiert werden und bundesweit vergleichbar sein.



Die Messstellen aus insgesamt zehn Bundesländern, Vertreter der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post sowie die Messstellen der Bundeswehr verifizierten in der bundesweit ersten Ringmessung hochfrequenter elektromagnetischer Felder an der Fachhochschule Koblenz die exakte Erfassung einer Vielzahl verschiedener Feldquellen.

Die vom Länderausschuss für Immissionsschutz (LAI) initiierte Veranstaltung fand mit Unterstützung der Technologietransferstelle EMV des Landes Rheinland-Pfalz am Lehrstuhl von Prof. Dr.-Ing. Mürtz statt, der in Zusammenarbeit mit der entsprechenden Transferstelle der Universität Kaiserslautern eine wissenschaftliche Auswertung erarbeiten wird.

Im Vordergrund stand die nationale Vergleichbarkeit und Qualitätssicherung von Messungen im Hinblick auf den Schutz von Personen in elektromagnetischen Feldern. Hierzu stellte der Mobilfunk-Netzbetreiber T-Mobile zwei komplette GSM-und eine UMTS-Mobilfunkstation zur Verfügung. Von dem Netzbetreiber Vodafone-D2 wurde eine weitere GSM- Station aufgebaut. Weitere Messungen fanden an einem medizinischen Diathermiegerät, einem Babyphone und einem DECT-Gerät (schnurloses Telefon) statt, somit wurden viele im Alltag relevante Feldquellen berücksichtigt. Durch die Unterstützung der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt wurde die Rückführung der Messergebnisse der Ländermessstellen auf nationale Standards sichergestellt. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post aus Mainz trug zum Gelingen der Veranstaltung durch umfangreiche Beratung und zusätzliche Messungen maßgeblich bei.

Die von Herrn Dickob vom rheinland-pfälzischen Landesamt für Umweltschutz und Gewerbeaufsicht (LfUG) in Zusammenwirken mit Herrn Dr. Brüggemeyer vom Niedersächsisches Landesamt für Ökologie (NLÖ) sowie einer Arbeitsgruppe des LAI organisierte Veranstaltung wurde umrahmt von Fachvorträgen zur fachgerechten Messung der Felder der neuen UMTS-Technologie.

| Fachhochschule Koblenz
Weitere Informationen:
http://www-fh-koblenz.de

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