Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Licht und Wärme todbringend für Korallen

05.05.2003


Wie viel Stress halten Korallen aus, bevor sie ausbleichen oder gar sterben? Antworten auf diese Frage sollen Experimente der australischen James Cook University geben, die sich in der Nähe des Great Barrier Reef befindet.



Der Meeresbiologe Dr. Ken Anthony führt seine Versuche in einer Forschungsstation der James Cook University auf Orpheus Island durch. Die Kernfrage, der er dabei nachgeht, lautet: Wie wirken Licht und Temperatur beim Bleichen zusammen, und was geschieht, wenn andere Faktoren wie hohe Trübung des Wassers und Sedimentation hinzukommen? Dr. Anthony entwickelt und erprobt ein Risiko-Modell, mit dem sich die Sterblichkeit der Korallen und ihre Genesungsrate vorhersagen lässt.

... mehr zu:
»Bleichung »Temperatur »Wärme


Das Modell soll den kritischen Punkt voraussagen, an dem unterschiedliche Korallenarten mit den Stressfaktoren nicht mehr fertig werden, und klären, wie wahrscheinlich eine Genesung ist.

Stress besteht für Korallen in überdurchschnittlich hohen Temperaturen, in Licht und Sedimentation. Wenn diese Umweltfaktoren gleichzeitig auftauchen, wächst die Wahrscheinlichkeit beträchtlich, dass die Korallen Fehlfunktionen entwickeln und sterben.

Die Bleichung setzt ein, wenn Korallen die kleinen Algen abstoßen, die sie für die Photosynthese benötigen. Dies kann während längerer Wärmeperioden oder längeren Zeiten mit starker Sonneneinstrahlung geschehen.

Die von der Bleichung betroffenen Korallen werden zwar weiß, sterben aber nicht immer, denn gebleichte Korallen können sich erholen. Wie gut ihnen das gelingt, hängt davon ab, zu welcher Art sie gehören.

"Die ersten Daten sprechen dafür, dass eine Kombination aus hohen Temperaturen und starkem Lichteinfall ernstere Folgen hat als, wenn Licht und Wärme einzeln auftauchen", sagt Dr. Anthony.

Korallen, die in Gebieten mit hoher Wassertrübung leben, sind der Bleichung weniger stark ausgesetzt als Korallen in klarem Wasser, denn die aufgewühlten Sedimente fungieren als Lichtfilter.

"Im Moment konzentrieren wir uns vor allem auf die Korallensorte Acropora", sagt Ken Anthony. "Dafür gibt es zwei Gründe. Zum einen ist sie der Bleichung gegenüber besonders sensibel und zum zweiten repräsentiert sie einen großen Teil der Artenvielfalt am Great Barrier Reef."

Für Fragen und Fotowünsche steht die Pressereferentin der James Cook University, Joanna Mather, in englischer Sprache zur Verfügung
E-Mail: joanna.mather@jcu.edu.au
Telefon +61 7 47 81 - 48 22 und +61 41 13 661 332.

Das Office of Higher Education Queensland wird in Deutschland durch das International Education Centre (IEC Online) vertreten. IEC Online informiert und berät über Studienmöglichkeiten in Queensland und steht für Rückfragen von Journalistinnen und Journalisten gerne zur Verfügung. Kontakt: Hilka Leicht, Tel. 030 / 20 45 86 87, E-Mail: presse@ieconline.net, Internet: www.ieconline.net


Hilka Leicht M.A | idw
Weitere Informationen:
http://www.ieconline.net
http://www.ieconline.net/Ger_OHE/OHE%20webpages/9_AQU%20Über%20unsere%20Universitäten%20James%20Cook%20University.htm

Weitere Berichte zu: Bleichung Temperatur Wärme

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics