Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

KATER II soll Trinkwassergebiete besser schützen

02.04.2003


30 Prozent des europäischen Wassers aus den Karstgebieten



Transparente Entscheidungsfindung über konkurrierende Landnutzungen in sensiblen Karstquellgebieten zu ermöglichen, das ist das Ziel des Forschungsprojekts KATER II (KArst waTER research program) das im Rahmen des EU-Interreg-Programms durchgeführt wird. Eine führende Rolle spielen dabei die Wiener Wasserwerke, die mit der Trinkwasserversorgung aus Karstgebieten über große Erfahrungen verfügen. 95 Prozent des Trinkwassers der österreichischen Bundeshauptstadt stammen aus den nördlichen Kalkalpen. KATER II wird von Österreich, Italien, Kroatien und Slowenien gemeinsam durchgeführt.



Das Wiener Trinkwasser kommt aus dem Karst, einem sensiblen Landschaftstyp, welcher vielfältig genutzt wird. Niederschlag, welcher in diesen Gebieten fällt, wird durch das Kalkgestein gefiltert und tritt im Tal zutage, wo er als Trinkwasser genutzt wird. Das trifft auf die meisten europäischen Länder, mit Ausnahme von Island und Norwegen, zu. Insgesamt werden rund 30 Prozent der Bevölkerung Europas mit Trinkwasser aus Karstquellen versorgt. Da der europäische Kontinent kleinräumig strukturiert und dicht besiedelt ist, gibt es eine mehrfache Nutzung des gleichen Stück Landes. Im Fall der Karstzonen sind das beispielsweise Landwirtschaft, Tourismus, Verkehr und die Trinkwassergewinnung. Wasserschongebiete, Quellschutz und Trinkwassergewinnung beanspruchen Flächen, in denen andere Nutzungen weitgehend beschränkt werden müssen. Zusätzlich spielt der Naturschutz in den betreffenden Karstgebieten eine wichtige Rolle. Die Entscheidung darüber, welche Flächen welcher Nutzung zugeführt werden, ist bis dato noch nicht systematisch möglich.

Die Europäische Union fördert im Rahmen des Programms Interreg IIIB die Entwicklung eines Entscheidungsfindungssystems ("Decision Support System") durch die Erforschung und Bewertung von Parametern, welche Karstflächen in Bezug auf Landnutzung, Naturraum und Wasserwirtschaft beschreiben. "Durch die Analyse von bereits stattgefundenen Entscheidungsprozessen, die Modellierung von potenziellen Entscheidungen, die Bewertung relevanter Einflussgrößen und die Weiterentwicklung der Daten und Methoden wollen wir Entscheidungen objektivieren und einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung für nachhaltiges Ressourcen-Management schaffen", so Gerhard Kuschnig, Projektverantwortlicher bei den Wiener Wasserwerken. Regionale Behörden, die Entscheidungen über Wasserschongebiete und die regionale Entwicklung zu treffen haben, Wasserversorger, die gesetzliche Regelungen einhalten und die Versorgung sicherstellen müssen, und Universitätsinstitute, die Daten und Modelle weiterverwenden, kooperieren bei KATER II. Mit dem Projekt, das aus den Mitteln des europäischen Fonds für Regionalentwicklung gefördert wird, können die bisher geltenden Grundlagen zur Sicherung des Trinkwassers weiter optimiert und verbessert werden.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.kater.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Meeresschutzgebiete nicht sicher - Grundschleppnetzfischerei gefährdet viele Arten
21.12.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

nachricht Kreislaufwirtschaft mit Kunststoffen: Forscher der Zuse-Gemeinschaft liefern Lösungen
20.12.2018 | Zuse-Gemeinschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

Aus Holz gewonnene Nanocellulose verfügt über erstaunliche Materialeigenschaften. Empa-Forscher bestücken den biologisch abbaubaren Rohstoff nun mit zusätzlichen Fähigkeiten, um Implantate für Knorpelerkrankungen mittels 3-D-Druck fertigen zu können.

Alles beginnt mit einem Ohr. Empa-Forscher Michael Hausmann entfernt das Objekt in Form eines menschlichen Ohrs aus dem 3-D-Drucker und erklärt: «Nanocellulose...

Im Focus: Nanocellulose for novel implants: Ears from the 3D-printer

Cellulose obtained from wood has amazing material properties. Empa researchers are now equipping the biodegradable material with additional functionalities to produce implants for cartilage diseases using 3D printing.

It all starts with an ear. Empa researcher Michael Hausmann removes the object shaped like a human ear from the 3D printer and explains:

Im Focus: Roter Riesenvollmond in den Morgenstunden des 21. Januar

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg - Frühaufsteher sind diesmal im Vorteil: Wer am Morgen des 21. Januar 2019 vor 6:45 Uhr einen Blick an den Himmel wirft, kann eine totale Mondfinsternis bestaunen. Dann leuchtet der sonst so strahlende Vollmond zwischen den Sternbildern Zwillingen und Krebs glutrot.

Um das Finsternis-Spektakel in seiner gesamten Länge zu verfolgen, muss man allerdings sehr früh aus dem Bett: Kurz nach 4:30 Uhr beginnt der Mond sich langsam...

Im Focus: Atomarer Mechanismus der Supraschmierung aufgeklärt

Das Phänomen der sogenannten Supraschmierung ist bekannt, es war jedoch auf atomarer Ebene bislang nicht zu erklären: Wie entsteht die extrem niedrige Reibung beispielsweise in Lagern? Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Institute IWM und IWS entschlüsselten gemeinsam einen universellen Mechanismus der Supraschmierung bei bestimmten diamantähnlichen Kohlenstoffschichten in Verbindung mit organischen Schmierstoffen. Auf dieser Wissensbasis ist es nun möglich, Designregeln für supraschmierende Schicht-Schmierstoff-Kombinationen zu formulieren. Die Ergebnisse präsentiert ein Artikel der Zeitschrift Nature Communications, Ausgabe 10.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen für nachhaltige und umweltfreundliche Mobilität ist, Reibung zu minimieren. Diesem wichtigen Vorhaben widmen sich...

Im Focus: Elucidating the Atomic Mechanism of Superlubricity

The phenomenon of so-called superlubricity is known, but so far the explanation at the atomic level has been missing: for example, how does extremely low friction occur in bearings? Researchers from the Fraunhofer Institutes IWM and IWS jointly deciphered a universal mechanism of superlubricity for certain diamond-like carbon layers in combination with organic lubricants. Based on this knowledge, it is now possible to formulate design rules for supra lubricating layer-lubricant combinations. The results are presented in an article in Nature Communications, volume 10.

One of the most important prerequisites for sustainable and environmentally friendly mobility is minimizing friction. Research and industry have been dedicated...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Tagung zu Antibiotikaresistenzen

15.01.2019 | Veranstaltungen

Lasersymposium Elektromobilität in Aachen

11.01.2019 | Veranstaltungen

Die Rolle des Menschen in der digitalisierten Arbeitswelt

10.01.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Multiple Sklerose: Hilfe zur zellulären Selbsthilfe

15.01.2019 | Biowissenschaften Chemie

Tagung zu Antibiotikaresistenzen

15.01.2019 | Veranstaltungsnachrichten

Implantate aus Nanozellulose: Das Ohr aus dem 3-D-Drucker

15.01.2019 | Materialwissenschaften

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics