Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Spinne des Jahres 2003

10.01.2003



Die Große Zitterspinne ist die Spinne des Jahres 2003.

... mehr zu:
»Beute »Spinne »Spinnen »Zitterspinne

Mit diesem Tier will ein Kuratorium aus Spinnenforschern auf eine bekannte Spinne und ihre Ungefährlichkeit hinweisen. Zitterspinnen sitzen in jedem Haus meist unter der Decke an zarten, kaum sichtbaren Gespinsten und warten dort auf ihre Beute wie Mücken, Fliegen, aber auch andere Spinnen.

Zitterspinnen sind leicht an ihren sehr dünnen, bis zu fünf Zentimeter langen Beinen erkenntlich. Ihr Körper ist mit höchstens einem Zentimeter Länge eher klein und hellgrau-beige gefärbt. Manchmal sieht man sie mit einem rosa Eikokon. Wer seinem inneren Putzteufel widerstehen kann, entdeckt auch ein Zitterspinnenweibchen mit frisch geschlüpften Jungen ruhig in ihrem Gespinst sitzen.


Zitterspinnen sind sehr erfolgreiche Lauerjäger, die sich unter der Decke ein lockeres, mehr oder weniger waagerechtes Gespinst bauen, das keine Klebfäden hat, aber trotzdem sehr effektiv die Beute fängt. Auf die Grundfäden legen die Zitterspinnen einzelne gewellte Fäden, durchmischt von Fadenknäueln, die wie Fußangeln wirken. Stolpert ein Beutetier darüber und versetzt dadurch das Netz in Schwingungen, so laufen die Zitterspinnen zu der Beute hin und werfen Spinnfäden aus. Der von den Hinterbeinen geworfene Fangfaden besteht aus vielen einzelnen Fäden, die nicht verkleben, die Beute aber wirkungsvoll fesseln. So können selbst große Beuteobjekte gefangen werden. Auch andere Spinnen wie die Hauswinkelspinne können dieser Fangtechnik kaum entgehen.

Mit der Wahl der Großen Zitterspinne will das Kuratorium nicht nur zum Schutz dieser Mitbewohner in unseren Häusern aufrufen. Zum einen sind die Zitterspinnen sehr nützlich, da sie lästige Insekten fressen. Zum anderen können Kinder und interessierte Erwachsene die Verhaltensweisen der Zitterspinnen leicht beobachten. Entfernen Sie daher nicht gleich jede Spinne (aber wenn, dann bitte vorsichtig), sondern warten Sie einmal ein paar Tage ab. Meistens bemerkt man, dass die Spinnen dicker werden. Mit etwas Glück kann man beobachten, wie sie sich häuten. Nach einer Häutung sehen die Tiere mager aus, denn die neue Haut ist immer etwas größer als die alte und hängt noch schlaff um den gleich großen Körper.

Leicht zu erkennen ist auch, wo der Name der Zitterspinne herkommt. Fühlt sie sich beobachtet oder gestört, fängt sie an, im Netz hin und her zu schwingen, zu zittern. Damit macht sie sich unsichtbar für Vögel und andere Feinde.

Zitterspinnen werden häufig mit den ähnlich langbeinigen Weberknechten verwechselt. Diese besitzen jedoch keine Spinndrüsen und können deswegen keine Netze spinnen. Sie sind so gut wie nie im Haus, sondern im Sommer an sonnigen Hauswänden anzutreffen. Weberknechte haben einen rundlichen Körper, der nicht wie bei den Zitterspinnen zweigeteilt ist.

Dr. P. W. Wohlers | idw
Weitere Informationen:
http://www.bba.de/mitteil/presse/presse.htm
http://www.arages.de/sdj.html

Weitere Berichte zu: Beute Spinne Spinnen Zitterspinne

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht BAM-Forschungsprojekt will Mikroplastik im Wasser genauer nachweisen
21.06.2018 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

nachricht Ausdehnung von Ackerflächen reduziert CO2-Aufnahme
20.06.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

Noch mehr Reichweite oder noch mehr Nutzlast - das wünschen sich Fluggesellschaften für ihre Flugzeuge. Wegen ihrer hohen spezifischen Steifigkeiten und Festigkeiten kommen daher zunehmend leichte Faser-Kunststoff-Verbunde zum Einsatz. Bei Rümpfen oder Tragflächen sind permanent Innovationen in diese Richtung zu beobachten. Um dieses Innovationsfeld auch für Flugzeugräder zu erschließen, hat das Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF jetzt ein neues EU-Forschungsvorhaben gestartet. Ziel ist die Entwicklung eines ersten CFK-Bugrads für einen Airbus A320. Dabei wollen die Forscher ein Leichtbaupotential von bis zu 40 Prozent aufzeigen.

Faser-Kunststoff-Verbunde sind in der Luftfahrt bei zahlreichen Bauteilen bereits das Material der Wahl. So liegt beim Airbus A380 der Anteil an...

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Leichter abheben: Fraunhofer LBF entwickelt Flugzeugrad aus Faser-Kunststoff-Verbund

22.06.2018 | Materialwissenschaften

Lernen und gleichzeitig Gutes tun? Baufritz macht‘s möglich!

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

GFOS und skip Institut entwickeln gemeinsam Prototyp für Augmented Reality App für die Produktion

22.06.2018 | Unternehmensmeldung

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics