Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Asiatische Nashörner: fast ausgestorben

14.08.2002


Neue WWF-Studie zeigt dramatische Situation für Sumatra-Nashorn auf




Die Lage der asiatischen Nashörner ist nach Meinung des WWF äußerst dramatisch: Einer aktuellen WWF-Studie zufolge sind zwei der drei dort heimischen Nashorn-Arten vom Aussterben bedroht. Besonders gefährdet ist das Sumatra-Nashorn: In Malaysia und Indonesien haben sich seine Bestände in nur acht Jahren von geschätzten 600 auf nur noch 300 Tiere halbiert. Vom seltensten Großsäugetier der Welt, dem Java-Nashorn, leben noch knapp 60 Tiere im äußersten Westen der Insel Java und weniger als acht Tiere in Südvietnam.



Der WWF macht für die prekäre Situation vor allem den Raubbau an den Wäldern und kontinuierliche Wilderei verantwortlich. Beide Faktoren haben das Sumatra-Nashorn an den Rand des Aussterbens gebracht. „Das Horn des Nashorns ist sein Untergang“, fasst Roland Melisch, Artenschutzexperte beim WWF, die Bedrohung durch Wilderer zusammen. Erst kürzlich seien in Nepal 15 Panzernashörner innerhalb von nur fünf Monaten von Wilderern getötet worden.

Indien büßte in zwei Jahren 35 Tiere durch Wilderei ein, im Süden Sumatras starb jüngst ein Nashornbulle in einer Schlinge. Beim Java-Nashorn haben die vom WWF und seinen Partnerorganisationen finanzierten Anti-Wilderer-Brigaden bislang verhindern können, dass in den letzten Jahren weitere Tiere gejagt wurden. Aber selbst die 40 Patrouillen, die die Reviere des Sumatra-Nashorns schützen, scheinen angesichts der jüngsten alarmierenden Zahlen noch zu wenig zu sein. „Um das Sumatra-Nashorn vor dem Aussterben zu retten, brauchen wir mindestens doppelt so viele Anti-Wilderer-Brigaden wie jetzt. Und wir erwarten auch eine klare Verpflichtung von Malaysia und Indonesien zur Rettung der Nashörner“, so Roland Melisch. „Wir dürfen nicht zulassen, dass die majestätischen Nashörner weiterhin der Profitgier zum Opfer fallen!“ Drei der insgesamt fünf Nashornarten leben in Asien, und alle sind durch den Menschen bedroht: Erschießen, vergiften, aufspießen oder in Fallen fangen – die Methoden der Wilderer, die es auf die letzten asiatischen Nashörner abgesehen haben, sind vielfältig. Sie sind auf der Jagd nach dem begehrten Horn und nach anderen Körperteilen der Tiere, die in der traditionellen asiatischen Medizin zu fiebersenkenden Zwecken eingesetzt werden.

Neben der Wilderei werden die drei Nashorn-Arten Asiens – das Panzernashorn, das Java-Nashorn und das Sumatra-Nashorn – dadurch bedroht, dass ihr Lebensraum schwindet. Je weniger Tiere es noch gibt, umso mehr können Krankheiten oder Naturkatastrophen zum Aussterben führen.

| WWF

Weitere Berichte zu: Aussterben Java-Nashorn Nashörner Sumatra-Nashorn Wilderei

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Hitzewellen im Meer bedrohen Ökosysteme
16.08.2018 | Universität Bern

nachricht Meeresmüll in entlegensten Regionen
13.08.2018 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Die Mischung macht‘s: Jülicher Forscher entwickeln schnellladefähige Festkörperbatterie

Mit Festkörperbatterien sind aktuell große Hoffnungen verbunden. Sie enthalten keine flüssigen Teile, die auslaufen oder in Brand geraten könnten. Aus diesem Grund sind sie unempfindlich gegenüber Hitze und gelten als noch deutlich sicherer, zuverlässiger und langlebiger als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Jülicher Wissenschaftler haben nun ein neues Konzept vorgestellt, das zehnmal größere Ströme beim Laden und Entladen erlaubt als in der Fachliteratur bislang beschrieben. Die Verbesserung erzielten sie durch eine „clevere“ Materialwahl. Alle Komponenten wurden aus Phosphatverbindungen gefertigt, die chemisch und mechanisch sehr gut zusammenpassen.

Die geringe Stromstärke gilt als einer der Knackpunkte bei der Entwicklung von Festkörperbatterien. Sie führt dazu, dass die Batterien relativ viel Zeit zum...

Im Focus: It’s All in the Mix: Jülich Researchers are Developing Fast-Charging Solid-State Batteries

There are currently great hopes for solid-state batteries. They contain no liquid parts that could leak or catch fire. For this reason, they do not require cooling and are considered to be much safer, more reliable, and longer lasting than traditional lithium-ion batteries. Jülich scientists have now introduced a new concept that allows currents up to ten times greater during charging and discharging than previously described in the literature. The improvement was achieved by a “clever” choice of materials with a focus on consistently good compatibility. All components were made from phosphate compounds, which are well matched both chemically and mechanically.

The low current is considered one of the biggest hurdles in the development of solid-state batteries. It is the reason why the batteries take a relatively long...

Im Focus: Farbeffekte durch transparente Nanostrukturen aus dem 3D-Drucker

Neues Design-Tool erstellt automatisch 3D-Druckvorlagen für Nanostrukturen zur Erzeugung benutzerdefinierter Farben | Wissenschaftler präsentieren ihre Ergebnisse diese Woche auf der angesehenen SIGGRAPH-Konferenz

Die meisten Objekte im Alltag sind mit Hilfe von Pigmenten gefärbt, doch dies hat einige Nachteile: Die Farben können verblassen, künstliche Pigmente sind oft...

Im Focus: Color effects from transparent 3D-printed nanostructures

New design tool automatically creates nanostructure 3D-print templates for user-given colors
Scientists present work at prestigious SIGGRAPH conference

Most of the objects we see are colored by pigments, but using pigments has disadvantages: such colors can fade, industrial pigments are often toxic, and...

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

LaserForum 2018 thematisiert die 3D-Fertigung von Komponenten

17.08.2018 | Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Quantenverschränkung erstmals mit Licht von Quasaren bestätigt

20.08.2018 | Physik Astronomie

1,6 Millionen Euro für den Aufbau einer Forschungsgruppe zu Quantentechnologien

20.08.2018 | Förderungen Preise

IHP-Technologie darf in den Weltraum fliegen

20.08.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics