Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Demokratische Republik Kongo will bis zu 15 Millionen Hektar Regenwald unter Schutz stellen

27.05.2008
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo will im zweitgrößten Regenwaldgebiet der Erde 13 bis 15 Millionen Hektar neu als Schutzgebiet ausweisen.

„Ich bin zutiefst beeindruckt von dem Entschluss der Demokratischen Republik Kongo, ihre Waldressourcen durch neue Schutzgebiete zu erhalten und gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung durch ihre Bewohner zu sichern“, sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel seinem kongolesischen Amtskollegen, José Endundo Bononge.

„Dies wird nicht nur für die Demokratische Republik Kongo von Vorteil sein, sondern auch der Weltgemeinschaft nutzen, da der Erhalt der großen Wälder des Landes und ihrer enormen Kohlenstoffvorräte ein Beitrag zur Verminderung des Klimawandels und zur Erhaltung ihrer überaus reichen Artenvielfalt ist“.

Der Minister schlug seinem Amtskollegen vor, die neuen Schutzgebiete in die globale „Life Web-Initiative“ einzubringen. Gabriel hat diese neue Initiative zur Finanzierung von Schutzgebieten auf der gegenwärtig in Bo!
... mehr zu:
»Regenwald »Schutzgebiet

nn stattfindenden UN-Naturschutzkonferenz vorgeschlagen.

Die Wälder des Kongobeckens in Zentralafrika bilden das zweitgrößte zusammenhängende Regenwaldgebiet der Erde mit einer einzigartigen biologischen Vielfalt. Die Demokratische Republik Kongo hat an den Wäldern des Kongobeckens den größten Anteil. Die gesamte Waldfläche des Landes, darunter sind auch Trockenwälder, beträgt etwa 1 Mio. km2 (eine Fläche, die größer ist als Frankreich und Deutschland zusammen). Nach Jahren des Bürgerkriegs ist das Land verarmt. Wirtschaft, Verwaltung und politische Institutionen müssen mühsam wieder aufgebaut werden.

Wesentlich für den Erhalt des Kongobeckenwaldes und seiner reichhaltigen biologischen Vielfalt sind neben der Bekämpfung des illegalen Holzeinschlags die Einführung nachhaltiger Bewirtschaftungsprinzipien und das Schutzgebietsmanagement für die artenreichen Waldvorkommen. Zurzeit stehen 9% des kongolesischen Territoriums unter Naturschutz, mit unterschiedliche Kategorien von Schutzgebieten. Das entspricht einer Fläche von 220.000 km2. Die kongolesische Regierung hat das Ziel, diese Fläche um bis zu 15 Mio. Hektar (150.000 km2) zu vergrößern.

Der Erhalt der Wälder des Kongobeckens steht im Mittelpunkt der internationalen Kongobecken-Waldpartnerschaft, für die das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gegenwärtig die Führung innehat. Insgesamt stellt Deutschland der Kongobecken-Region über 53 Millionen Euro für den Schutz der Tropenwälder zur Verfügung.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Regenwald Schutzgebiet

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Neue Abgasmessung registriert erstmals ultrafeine Schadstoffpartikel
21.01.2020 | Technische Universität Graz

nachricht Wissenschaftler der TU Freiberg entwickeln Verfahren zur Entfernung von Mikroplastik aus Abwasser
16.01.2020 | Technische Universität Bergakademie Freiberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

Um die Form von Lichtpulsen zu messen, brauchte man bisher komplizierte Messanlagen. Ein Team von MPI Garching, LMU München und TU Wien schafft das nun viel einfacher.

Mit modernen Lasern lassen sich heute extrem kurze Lichtpulse erzeugen, mit denen man dann Materialien untersuchen oder sogar medizinische Diagnosen erstellen...

Im Focus: Ein ultraschnelles Mikroskop für die Quantenwelt

Was in winzigen elektronischen Bauteilen oder in Molekülen geschieht, lässt sich nun auf einige 100 Attosekunden und ein Atom genau filmen

Wie Bauteile für künftige Computer arbeiten, lässt sich jetzt gewissermaßen in HD-Qualität filmen. Manish Garg und Klaus Kern, die am Max-Planck-Institut für...

Im Focus: Integrierte Mikrochips für elektronische Haut

Forscher aus Dresden und Osaka präsentieren das erste vollintegrierte Bauelement aus Magnetsensoren und organischer Elektronik und schaffen eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von elektronischer Haut.

Die menschliche Haut ist faszinierend und hat viele Funktionen. Eine davon ist der Tastsinn, bei dem vielfältige Informationen aus der Umgebung verarbeitet...

Im Focus: Dresdner Forscher entdecken Mechanismus bei aggressivem Krebs

Enzym blockiert Wächterfunktion gegen unkontrollierte Zellteilung

Wissenschaftler des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) haben gemeinsam mit einem...

Im Focus: Integrate Micro Chips for electronic Skin

Researchers from Dresden and Osaka present the first fully integrated flexible electronics made of magnetic sensors and organic circuits which opens the path towards the development of electronic skin.

Human skin is a fascinating and multifunctional organ with unique properties originating from its flexible and compliant nature. It allows for interfacing with...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

HDT-Tagung: Sensortechnologien im Automobil

24.01.2020 | Veranstaltungen

Tagung befasst sich mit der Zukunft der Mobilität

22.01.2020 | Veranstaltungen

ENERGIE – Wende. Wandel. Wissen.

22.01.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Synthese biobasierter Hochleistungs-Polyamide aus biogenen Reststoffen: Eine echte Alternative zum Erdöl

27.01.2020 | Biowissenschaften Chemie

Wie man ein Bild von einem Lichtpuls macht

27.01.2020 | Physik Astronomie

Physiker der Universität Rostock stoßen mit Wellenleitern in höhere Dimensionen vor

27.01.2020 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics