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Hoch hinaus: "Faszination Bergwelt Karwendel" zeigt Alpen-Natur

28.04.2008
2.244 Meter über dem Meeresspiegel entsteht neben der alpinen Bergstation der Karwendelbahn das höchste Naturinformationszentrum Deutschlands. Ende Juli wird es fertig sein und Besuchern seine Tore öffnen.

Für die darin zu sehende Ausstellung "Faszination Bergwelt Karwendel" stiften die Allianz Umweltstiftung 150.000, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) 125.000 Euro. Erstmals wurde heute der Vorhang der Ausstellung gelüftet durch Dr. Lutz Spandau, Vorstand der Allianz Umweltstiftung, und Hermann Salminger, Bürgermeister der Gemeinde Markt Mittenwald. DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde zeigte sich begeistert: "Die Besucher erleben auf faszinierende Weise die besonderen Lebensbedingungen von Pflanzen, Tieren und Menschen im Alpenraum. So werden sie sensibilisiert für die erforderlichen Schutzmaßnahmen der Region."

Mit einem Donnerwetter empfange die Ausstellung die Gäste, schilderte Projektleiter Kai Elmauer. "Berggewitter und Steinsturz zeigen, dass hier oben eine andere Welt existiert." Hautnah - in einem großen begehbaren Diorama - könnten Gäste seltene Alpenschneehühner und andere Lebenskünstler erleben, die sich den rauen Lebensbedingungen des Berges angepasst hätten. Schauten die Besucher ins Tal hinab, würden sie erkennen, wie einfallsreich die Menschen in diesem Lebensraum sein müssten. "Ein großartiger Blick ins 1.300 Meter tiefer gelegene Isartal verrät und veranschaulicht Besuchern, wie sich dessen Landschaft und Kultur wechselseitig geprägt haben."

Brickwedde sagte anlässlich der heutigen Präsentation, von besonderer Bedeutung sei es, dass das Informationszentrum und die Umweltausstellung gerade den Menschen ein Bergwelt-Erlebnis böte, die nicht über ausgeprägte hochalpine Erfahrungen verfügten. Damit unterstütze das Projekt die Aufmerksamkeit neuer Zielgruppen für den Schutz der Alpen. "Die Ausstellung Bergwelt Karwendel wird außerdem einen Motor für nachhaltige Entwicklung in der Region. Sie bietet neue Perspektiven für eine konstruktive Zusammenarbeit von Naturschutz und Wirtschaft."

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Am modernen Konzept der Ausstellung habe auch die Allianz Umweltstiftung maßgeblich mitgewirkt, so Elmauer. Sie stelle für die Ausstellung und den angeschlossenen Medienraum 150.000 Euro bereit. Entwickelt wurde die Ausstellung von der Agentur Imago 87 aus Freising, die ein Fachbeirat aus Naturschützern und Ortskennern unterstützte. Spandau: "Für den langfristigen Erfolg ist die Lage des Informationszentrums goldrichtig. Direkt an der Bergstation der Karwendelbahn bieten wir den Gästen einen atemberaubenden Ausblick ins Isartal. Hier können wir viele Menschen erreichen und sie für den Schutz der Natur begeistern."

Die Karwendelbahn befördert derzeit rund 100.000 Personen pro Jahr in das oberbayrische Karwendelgebirge. Elmauer: "Sie ist eine bedeutende Stütze für den Tourismus der gesamten Region. Aufgrund der Lage im Naturschutzgebiet müssen strenge Vorschriften zum Schutz der Natur beachtet werden. Hier sind touristische Angebote wie die neue Ausstellung gefragt, die ein Erlebnis bieten und gleichzeitig helfen, die Natur zu schützen." Im Karwendel, als wichtigem Naherholungsraum vor den Toren Münchens, sei diese Balance eine anspruchsvolle Aufgabe.

Franz-Georg Elpers | idw
Weitere Informationen:
http://www.dbu.de/123artikel27660_335.html

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