Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Tjück!" - Schreiadler in Sicht

22.04.2008
Deutsche Wildtier Stiftung informiert über die bedrohten Langstreckenflieger und bietet "Schrei" fürs Handy

Spannung herrscht unter den Schreiadler-Experten der Deutschen Wildtier Stiftung: In den nächsten Tagen kehren die vom Aussterben bedrohten Schreiadler aus dem südlichen Afrika zurück. Der seltenste heimische Adler hält mit 10.000 Kilometern unter Deutschlands Greifvögeln den Streckenrekord.

"64 Tage benötigte ein Weibchen für ihren letzten Frühjahrszug. Pro Tag hat es dabei zwischen 18 und 408 Kilometern zurückgelegt", erläutert Prof. Dr. B. U. Meyburg, Schreiadler-Experte der Stiftung. Nur noch 103 Brutpaare gibt es in Deutschland. Sechs von ihnen hat die Deutsche Wildtier Stiftung im Herbst 2007 mit einem GPS-Sender versehen. Nur zwei der sechs besenderten Tiere erreichten ihr Winterquartier; die übrigen sind verunglückt oder verschollen. Die Sender liefern den Wissenschaftlern Details über Flugrouten, Fitness und helfen, Gefahrenquellen zu lokalisieren.

Die dramatischen Ergebnisse der Satellitenüberwachung unterstreichen die Bedeutung des fünfjährigen Schreiadler-Schutzprogramms, das die Deutsche Wildtier Stiftung unter anderem mit der finanziellen Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) umsetzt. Schreiadler nutzen die Thermik, fliegen in einer Höhe bis zu 2000 Metern und bis zu 100 km/h schnell. Auch dieses Wissen über die "heimlich lebenden Adler" verdankt die Stiftung den solarbetriebenen hühnereigroßen GPS-Sendern, die ausgewählte Tiere wie einen Rucksack zwischen den Schwingen tragen.

Angekommen im Sommerlebensraum Deutschland baut das Männchen in feuchten störungsarmen Laub- und Mischwäldern einen Horst oder schmückt einen bestehenden mit grünen Zweigen. Anschließend wirbt es mit wellenförmigem Balzflug (Girlandenflug) und Futtergeschenken um die Gunst des Weibchens. Wenn das erfolgreich war, legt das Weibchen Ende April mit wenigen Tagen Abstand zwei Eier.

Das Schreiadler-Schutzprogramm der Deutschen Wildtier Stiftung besteht aus drei Bausteinen: Zentrale Aufgabe ist, noch vorhandenen Brutgebiete für den Schreiadler in Nordostdeutschnd zu schützen; aber auch seine Zugwege müssen sicherer gestaltet werden. Bis diese Maßnahmen greifen, soll die Deutschlands Schreiadler-Population mit einer Sofortmaßnahme zum Schutz von Jungvögeln stabilisiert werden.

Original Schreiadler-Schrei als Handyklingelton:
www.Wildtiershop.de (0,99 EUR/SMS)
Zugroute und Infos zum Schreiadler-Schutzprogramm:
www.DeutscheWildtierStiftung.de .
Kostenloses Bildmaterial: www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de
Die gemeinnützige Deutsche Wildtier Stiftung mit Sitz in Hamburg wurde 1992 von Haymo G. Rethwisch errichtet. Ihr Ziel ist es, in Deutschland heimische Wildtiere zu fördern und zu schützen.

Schirmherr ist Bundespräsident a.D. Prof. Dr. Roman Herzog.

Birgit Radow | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.Wildtiershop.de
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de
http://www.Presse.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht „Molekulare Schere“ für den Plastikmüll möglich
12.04.2019 | Universität Greifswald

nachricht E. coli & Co.: Fäkalkeime in Landschaften und Fließgewässern
04.04.2019 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Explosion on Jupiter-sized star 10 times more powerful than ever seen on our sun

A stellar flare 10 times more powerful than anything seen on our sun has burst from an ultracool star almost the same size as Jupiter

  • Coolest and smallest star to produce a superflare found
  • Star is a tenth of the radius of our Sun
  • Researchers led by University of Warwick could only see...

Im Focus: Neues „Baustein-Konzept“ für die additive Fertigung

Volkswagenstiftung fördert Wissenschaftler aus dem IPF Dresden bei der Erkundung eines innovativen neuen Ansatzes im 3D-Druck

Im Rahmen Ihrer Initiative „Experiment! - Auf der Suche nach gewagten Forschungsideen“
fördert die VolkswagenStiftung ein Projekt, das von Herrn Dr. Julian...

Im Focus: Vergangenheit trifft Zukunft

autartec®-Haus am Fuß der F60 fertiggestellt

Der Hafen des Bergheider Sees beherbergt seinen ersten Bewohner. Das schwimmende autartec®-Haus – entstanden im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung...

Im Focus: Hybrid-Neuronen-Netzwerke mit 3D-Lithografie möglich

Netzwerken aus wenigen Neuronenzellen können gezielt künstliche dreidimensionale Strukturen vorgegeben werden. Sie werden dafür elektronisch verschaltet. Dies eröffnet neue Möglichkeiten, Fehler in neuralen Netzwerken besser zu verstehen und technische Anwendungen mit lebenden Zellen gezielter zu steuern. Dies stellt ein Team aus Forschenden aus Greifswald und Hamburg in einer Publikation in der Fachzeitschrift „Advanced Biosystems“ vor.

Eine der zentralen Fragen der Lebenswissenschaften ist, die Funktionsweise des Gehirns zu verstehen. Komplexe Abläufe im Gehirn ermöglichen uns, schnell Muster...

Im Focus: Was geschieht im Körper von ALS-Patienten?

Wissenschaftler der TU Dresden finden Wege, um das Absterben von Nervenzellen zu verringern und erforschen Therapieansätze zur Behandlung von ALS

Die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) ist eine unheilbare Erkrankung des zentralen Nervensystems. Nicht selten verläuft ALS nach der Diagnose innerhalb...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Künstliche Intelligenz: Lernen von der Natur

17.04.2019 | Veranstaltungen

Mobilität im Umbruch – Conference on Future Automotive Technology, 7.-8. Mai 2019, Fürstenfeldbruck

17.04.2019 | Veranstaltungen

Augmented Reality und Softwareentwicklung: 33. Industrie-Tag InformationsTechnologie (IT)²

17.04.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Irdischer Schutz für außerirdisches Metall

18.04.2019 | Verfahrenstechnologie

Erster astrophysikalischer Nachweis des Heliumhydrid-Ions

18.04.2019 | Physik Astronomie

Radioteleskop LOFAR blickt tief in den Blitz

18.04.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics