Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Industrielle Abwärme – doppelt genutzt

17.04.2008
Gabriel fördert Effizienzsteigerung bei Automobilguss in Singen/Baden-Württemberg

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel stellt im Rahmen der BMU-Klimaschutzinitiative über 700.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm für ein Pilotprojekt der Georg Fischer Automobilguss GmbH in Singen (Baden-Württemberg) zur Verfügung.

Das Unternehmen plant aus der beim Schmelzprozess zur Erzeugung von Flüssigeisen entstehenden Abwärme Dampfenergie zu erzeugen, die der benachbarte Nestlé-Konzern (Maggi) für seine Lebensmittelherstellung nutzen wird.

Sigmar Gabriel: „In vielen Industriebetrieben entsteht Abwärme. Oftmals wird sie einfach in die Umgebung abgegeben ohne die bestehenden CO2-Einsparpotenziale auszuschöpfen, weil die Energie im eigenen Unternehmen nicht gebraucht wird. Aber Klimaschutz macht am Werkstor nicht Halt.

... mehr zu:
»Dampfenergie

Deshalb sollten Unternehmen wie in diesem Projekt verstärkt eine Nutzung ihrer Abwärme auch in benachbarten Firmen ins Auge fassen. Weitere vergleichbare und innovative Projekte zur Verringerung des Ausstoßes klimaschädlicher Gase werden wir im Rahmen der Klimaschutzinitiative auf den Weg bringen.“

Die Georg Fischer Automobilguss GmbH entwickelt und fertigt Komponenten aus Guss für die Fahrzeugindustrie. Durch die hohe Temperatur beim Schmelzen des Eisens entsteht eine große Wärmemenge. Sie wird im Unternehmen bislang nur während der Heizperiode und auch dann nur zu einem geringen Anteil genutzt.

Künftig soll die Abwärme ganzjährig der Erzeugung von Dampfenergie dienen, die anschließend im benachbarten Nestlé-Konzern (Maggi) verwendet wird. Dort dient bislang Erdgas zur Dampferzeugung, das nun eingespart werden kann. Damit soll eine Verringerung des CO2-Ausstoßes um über 11.000 Tonnen pro Jahr erzielt werden. Für beide Unternehmen ergeben sich daraus auch erhebliche wirtschaftliche Vorteile.

Michael Schroeren | BMU-Pressereferat
Weitere Informationen:
http://www.bmu.de/presse

Weitere Berichte zu: Dampfenergie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Artenvielfalt kann Ökosysteme auch destabilisieren
18.10.2018 | Universität Zürich

nachricht Multiresistente Keime aus Abwasser filtern
16.10.2018 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Auf dem Weg zu maßgeschneiderten Naturstoffen

Biotechnologen entschlüsseln Struktur und Funktion von Docking Domänen bei der Biosynthese von Peptid-Wirkstoffen

Mikroorganismen bauen Naturstoffe oft wie am Fließband zusammen. Dabei spielen bestimmte Enzyme, die nicht-ribosomalen Peptid Synthetasen (NRPS), eine...

Im Focus: Größter Galaxien-Proto-Superhaufen entdeckt

Astronomen enttarnen mit dem ESO Very Large Telescope einen kosmischen Titanen, der im frühen Universum lauert

Ein Team von Astronomen unter der Leitung von Olga Cucciati vom Istituto Nazionale di Astrofisica (INAF) Bologna hat mit dem VIMOS-Instrument am Very Large...

Im Focus: Auf Wiedersehen, Silizium? Auf dem Weg zu neuen Materalien für die Elektronik

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung (MPI-P) in Mainz haben zusammen mit Wissenschaftlern aus Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgarien) und Madrid (Spanien) ein neues, metall-organisches Material entwickelt, welches ähnliche Eigenschaften wie kristallines Silizium aufweist. Das mit einfachen Mitteln bei Raumtemperatur herstellbare Material könnte in Zukunft als Ersatz für konventionelle nicht-organische Materialien dienen, die in der Optoelektronik genutzt werden.

Bei der Herstellung von elektronischen Komponenten wie Solarzellen, LEDs oder Computerchips wird heutzutage vorrangig Silizium eingesetzt. Für diese...

Im Focus: Goodbye, silicon? On the way to new electronic materials with metal-organic networks

Scientists at the Max Planck Institute for Polymer Research (MPI-P) in Mainz (Germany) together with scientists from Dresden, Leipzig, Sofia (Bulgaria) and Madrid (Spain) have now developed and characterized a novel, metal-organic material which displays electrical properties mimicking those of highly crystalline silicon. The material which can easily be fabricated at room temperature could serve as a replacement for expensive conventional inorganic materials used in optoelectronics.

Silicon, a so called semiconductor, is currently widely employed for the development of components such as solar cells, LEDs or computer chips. High purity...

Im Focus: Blauer Phosphor – jetzt erstmals vermessen und kartiert

Die Existenz von „Blauem“ Phosphor war bis vor kurzem reine Theorie: Nun konnte ein HZB-Team erstmals Proben aus blauem Phosphor an BESSY II untersuchen und über ihre elektronische Bandstruktur bestätigen, dass es sich dabei tatsächlich um diese exotische Phosphor-Modifikation handelt. Blauer Phosphor ist ein interessanter Kandidat für neue optoelektronische Bauelemente.

Das Element Phosphor tritt in vielerlei Gestalt auf und wechselt mit jeder neuen Modifikation auch den Katalog seiner Eigenschaften. Bisher bekannt waren...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natürlich intelligent

19.10.2018 | Veranstaltungen

Rettungsdienst und Feuerwehr - Beschaffung von Rettungsdienstfahrzeugen, -Geräten und -Material

18.10.2018 | Veranstaltungen

11. Jenaer Lasertagung

16.10.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ultraleichte und belastbare HighEnd-Kunststoffe ermöglichen den energieeffizienten Verkehr

19.10.2018 | Materialwissenschaften

IMMUNOQUANT: Bessere Krebstherapien als Ziel

19.10.2018 | Biowissenschaften Chemie

Raum für Bildung: Physik völlig schwerelos

19.10.2018 | Bildung Wissenschaft

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics