Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neuartige Fernerkundungssatelliten untersuchen Bodenversiegelung

13.11.2000


... mehr zu:
»IUW »Umweltwissenschaft
Institut für Umweltwissenschaften der Hochschule Vechta entwickelt Datenanalysemethoden für Hyperspektrale Sensoren in der Fernerkundung.

VECHTA. Mit der Untersuchung neuer Fernerkundungssensoren für die Analyse von Umweltveränderungen beauftragte das Deutsche Forschungszentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Bonn jetzt die Geoinformatikgruppe des Instituts für Umweltwissenschaften (IUW) der Hochschule Vechta.
Im kommenden Frühjahr startet der erste so genannte Hyperspektralsatellit ins All. Hyperspektrale Sensoren zeichnen ein Bild der Erde in Hunderten von spektralen Kanälen, ähnlich den Schichten eines Standardfarbfilms oder den Rot-Grün-Blau-Kanälen eines Bildschirms. Mit seinen etwa 200 Farbkanälen jedoch leitet der neuartige Sensor weitaus präzisere Information über die Erdoberfläche und ihre Vegetation ab, als dies bislang möglich war. Dies schafft neue Bedingungen für die Datenanalyse. "Die Entwicklung solcher Fernerkundungssatelliten, die immer detaillierter die Erde aufnehmen und vermessen, verlangt neue Auswertetechniken, die wir in Vechta entwickeln und anwenden werden," so Institutsdirektor und Projektleiter Prof. Dr.-Ing. Manfred Ehlers.
Das IUW will mit der neuen Technik versiegelte Flächen in Stadtgebieten aus dem Weltall bestimmen und analysieren. "Wir arbeiten dabei eng mit der Stadt Osnabrück zusammen, die mit dem Thema ’Boden’ an der Weltausstellung EXPO 2000 beteiligt war und die Entwicklung von kommunalen Umweltinformationssystemen als eine Aufgabe für die Zukunft ansieht", so Projektmitarbeiter Diplom-Geograph Matthias Möller. Städte und Gemeinden sind mit der Neufassung des Baugesetzbuches seit 1998 dazu verpflichtet, mit dem Gut Boden sparsam und schonend umzugehen. Zudem gilt seit 1999 das neue Bundesbodenschutzgesetz, welches nachhaltig die Funktionen des Bodens sichern oder wiederherstellen soll. Diese neue Gesetzeslage zwingt die Gemeinden als Aufsichtsbehörden, die Versiegelung ihrer Verwaltungsgebiete großmaßstäbig und flächengenau zu ermitteln und einheitlich zu dokumentieren. Eine solche Datenbasis steht den Kommunen bislang noch nicht zur Verfügung.
Das Projekt wird mit insgesamt 370.000,- DM gefördert und erstreckt sich über zweieinhalb Jahre. Ein Teil der Mittel dient der Beschäftigung von Studierenden der Umweltwissenschaften, die als studentische Mitarbeiter bei Vergleichskartierungen vor Ort und bei der Erstellung von Auswertungsprogrammen eingesetzt werden. IUW-Direktor Ehlers: "Das Institut für Umweltwissenschaften hat allein in diesem Jahr weit über 1 Million DM Projektmittel eingeworben und etabliert sich immer stärker als Kompetenzzentrum für Umweltforschung, insbesondere beim Einsatz moderner Geoinformatik-Verfahren wie der Fernerkundung oder der digitalen Bildverarbeitung."

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

Sven Pieper | idw

Weitere Berichte zu: IUW Umweltwissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Klimaspatz Piaf signalisiert, ob die Luft rein ist
07.02.2019 | Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH

nachricht Wasserwiederverwendung in der Landwirtschaft: Fallstudien zeigen Machbarkeit
07.02.2019 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

Mit additiven Verfahren wie dem 3D-Druck lässt sich nahezu jede beliebige Struktur umsetzen – sogar im Nanobereich. Diese können, je nach verwendeter „Tinte“, die unterschiedlichsten Funktionen erfüllen: von hybriden optischen Chips bis zu Biogerüsten für Zellgewebe. Im gemeinsamen Exzellenzcluster „3D Matter Made to Order” wollen Forscherinnen und Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Heidelberg die dreidimensionale additive Fertigung auf die nächste Stufe heben: Ziel ist die Entwicklung neuer Technologien, die einen flexiblen, digitalen Druck ermöglichen, der mit Tischgeräten Strukturen von der molekularen bis zur makroskopischen Ebene umsetzen kann.

„Der 3D-Druck bietet gerade im Mikro- und Nanobereich enorme Möglichkeiten. Die Herausforderungen, um diese zu erschließen, sind jedoch ebenso gewaltig“, sagt...

Im Focus: Diamanten, die besten Freunde der Quantenwissenschaft - Quantenzustand in Diamanten gemessen

Mithilfe von Kunstdiamanten gelang einem internationalen Forscherteam ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Hightech-Anwendung von Quantentechnologie: Erstmals konnten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen den Quantenzustand eines einzelnen Qubits in Diamanten elektrisch zu messen. Ein Qubit gilt als die Grundeinheit der Quanteninformation. Die Ergebnisse der Studie, die von der Universität Ulm koordiniert wurde, erschienen jüngst in der renommierten Fachzeitschrift Science.

Die Quantentechnologie gilt als die Technologie der Zukunft. Die wesentlichen Bausteine für Quantengeräte sind Qubits, die viel mehr Informationen verarbeiten...

Im Focus: Wasser ist homogener als gedacht

Um die bekannten Anomalien in Wasser zu erklären, gehen manche Forscher davon aus, dass Wasser auch bei Umgebungsbedingungen aus einer Mischung von zwei Phasen besteht. Neue röntgenspektroskopische Analysen an BESSY II, der ESRF und der Swiss Light Source zeigen jedoch, dass dies nicht der Fall ist. Bei Raumtemperatur und normalem Druck bilden die Wassermoleküle ein fluktuierendes Netz mit durchschnittlich je 1,74 ± 2.1% Donator- und Akzeptor-Wasserstoffbrückenbindungen pro Molekül, die eine tetrahedrische Koordination zwischen nächsten Nachbarn ermöglichen.

Wasser ist das „Element“ des Lebens, die meisten biologischen Prozesse sind auf Wasser angewiesen. Dennoch gibt Wasser noch immer Rätsel auf. So dehnt es sich...

Im Focus: Licht von der Rolle – hybride OLED ermöglicht innovative funktionale Lichtoberflächen

Bislang wurden OLEDS ausschließlich als neue Beleuchtungstechnologie für den Einsatz in Leuchten und Lampen verwendet. Dabei bietet die organische Technologie viel mehr: Als Lichtoberfläche, die sich mit den unterschiedlichsten Materialien kombinieren lässt, kann sie Funktionalität und Design unzähliger Produkte verändern und revolutionieren. Beispielhaft für die vielen Anwendungsmöglichkeiten präsentiert das Fraunhofer FEP gemeinsam mit der EMDE development of light GmbH im Rahmen des EU-Projektes PI-SCALE auf der Münchner LOPEC (19. bis 21. März 2019), erstmals in Textildesign integrierte hybride OLEDs.

Als Anbieter von Forschungs- und Entwicklungsdienstleistungen auf dem Gebiet der organischen Elektronik setzt sich das Fraunhofer FEP schon lange mit der...

Im Focus: Light from a roll – hybrid OLED creates innovative and functional luminous surfaces

Up to now, OLEDs have been used exclusively as a novel lighting technology for use in luminaires and lamps. However, flexible organic technology can offer much more: as an active lighting surface, it can be combined with a wide variety of materials, not just to modify but to revolutionize the functionality and design of countless existing products. To exemplify this, the Fraunhofer FEP together with the company EMDE development of light GmbH will be presenting hybrid flexible OLEDs integrated into textile designs within the EU-funded project PI-SCALE for the first time at LOPEC (March 19-21, 2019 in Munich, Germany) as examples of some of the many possible applications.

The Fraunhofer FEP, a provider of research and development services in the field of organic electronics, has long been involved in the development of...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Unendliche Weiten: Geophysiker nehmen den Weltraum ins Visier

21.02.2019 | Veranstaltungen

Tagung rund um zuverlässige Verbindungen

20.02.2019 | Veranstaltungen

LastMileLogistics Conference in Frankfurt befasst sich mit Lieferkonzepten für Ballungsräume

19.02.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Materialdesign in 3D: vom Molekül bis zur Makrostruktur

21.02.2019 | Verfahrenstechnologie

Neue Mechanismen der Regulation von Nervenstammzellen

21.02.2019 | Biowissenschaften Chemie

Fledermäusen auf der Spur: Miniatur-Sensoren entschlüsseln Mutter-Kind-Beziehung

21.02.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics