Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Grüne Baden-Württemberg: Erdwärme besser nutzen

10.08.2000


... mehr zu:
»Erdwärme »Geothermie
Stuttgart: In Baden-Württemberg kommen die Dinge in Bewegung. Die Landesregierung aus CDU und FDP hatte bislang keine Möglichkeiten gesehen, die Tiefe Geothermie in ihre Förderprogramme aufzunehmen und es auch
abgelehnt, Mittel aus dem Marktanreizprogramm des Bundes kozufinanzieren, wie sie noch einmal in einem Schreiben an die Geothermische

Grüne Baden-Württemberg: Erdwärme besser nutzen

Stuttgart: In Baden-Württemberg kommen die Dinge in Bewegung. Die Landesregierung aus CDU und FDP hatte bislang keine Möglichkeiten gesehen, die Tiefe Geothermie in ihre Förderprogramme aufzunehmen und es auch abgelehnt, Mittel aus dem Marktanreizprogramm des Bundes kozufinanzieren, wie sie noch einmal in einem Schreiben an die Geothermische Vereinigung vom März dieses Jahres ausdrücklich betont hatte. Die Bundesmittel sind so ausgelegt, dass eine Mitfinanzierung des jeweiligen Bundeslandes erforderlich ist, um die Projekte ans Laufen zu bringen. Ein Antrag der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen auf Aufstockung der Mittel für erneuerbare Energieträger war bereits in den Ausschüssen stecken geblieben.

Für die Grünen war das Anlass genug, dieses Thema im Rahmen der Landespressekonferenz erneut zur Sprache zu bringen. Landtagsabgeordneter Walter Witzel verwies dabei auf das große geothermische Potenzial im Lande, vor allem im Oberrheingraben und in Oberschwaben aber auch auf die Möglichkeiten der oberflächennahen Geothermie mit Erdwärmesonden. Besonders interessant schienen ihm die Aussichten, im "Ländle" demnächst geothermischen Strom produzieren zu können. "Die nötige Technologie ist vorhanden," so Witzel. Er verwies darauf, dass zur Erschließung dieser Ressourcen noch geologische Untersuchungen notwendig seien.

Helmut Tenzer, der Vorsitzende der Geothermischen Vereinigung, verwies in der Landespressekonferenz auf die Möglichkeiten, die sich aus dem Erneuerbare Energien Gesetz für den geothermischen Strom ergeben und Investitionen in entsprechende Kraftwerke auf wirtschaftliche Beine gestellt werden können. Mit 8000 Megawatt installierter Kraftwerksleistung werde weltweit immer noch mehr Strom aus Erdwärme als aus der Windenergie produziert. Die gegenwärtige Haltung des Landes erschwere aber leider auch den Transfer und die Weiterentwicklung von Ergebnissen und Erfolgen aus der Hot-Dry-Rock-Forschung in die praktische Anwendung hinein. Ein entsprechendes Projekt sei beispielsweise von den Stadtwerken Bad Urach geplant.

Ob auf falschem Fuß erwischt oder vielleicht doch eine Kehrtwende? Ein Sprecher des baden-württembergischen Wirtschaftsministeriums reagierte jedenfalls auf die Kritik der Grünen mit dem Hinweis, bei größeren Tiefbohrungen könne das Land bis zu 40 Prozent der Investitionskosten fördern. Genau das war bislang immer strikt abgelehnt worden. (WB)

Werner Bussmann |

Weitere Berichte zu: Erdwärme Geothermie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Umweltressourcen nachhaltig nutzen
17.07.2018 | Leibniz Universität Hannover

nachricht Mikroplastik – überall und in großen Mengen
12.07.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 467 km/h in Los Angeles: TUM-Hyperloop-Team bleibt Weltmeister

Mit grandiosen 467 Stundenkilometern ist die dritte Kapsel des WARR-Hyperloop-Teams in Los Angeles durch die Teströhre auf dem Firmengelände von SpaceX gerast. Die Studierenden der Technischen Universität München (TUM) bleiben damit auch im dritten Hyperloop Pod Wettbewerb in Los Angeles ungeschlagen und halten den Geschwindigkeitsrekord für den Hyperloop Prototyp.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk hatte die „Hyperloop Pod Competition“ 2015 ins Leben gerufen. Der Hyperloop ist das Konzept eines Transportsystems, bei dem sich...

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Suchmaschine für «Smart Wood»

23.07.2018 | Informationstechnologie

Das Geheimnis der Höhlenkrebse entschlüsselt

23.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Natur in der Stadt – was sie leistet und wie wir sie schützen können

23.07.2018 | Veranstaltungsnachrichten

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics