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Welterbe Wattenmeer kann kommen - WWF begrüßt Antrag Deutschlands und der Niederlande bei der UNESCO

31.01.2008
Der Weg für eine mögliche Ernennung des Wattenmeeres zum Weltnaturerbe ist frei. Einen entsprechenden Antrag haben Deutschland und die Niederlande fristgerecht bei der UNESCO in Paris eingereicht. "Das ist ein Meilenstein für den Naturschutz.

Das Wattenmeer hat diesen Titel mehr als verdient. Wir sind überglücklich, dass nach all dem Hick-Hack der letzten Wochen am Ende die Vernunft gesiegt hat", erklärte WWF-Wattenmeerexperte Dr. Hans-Ulrich Rösner. Obwohl Hamburg kurz vor Schluss aus dem Bewerberkreis ausgestiegen ist, schätzt der WWF die Chancen für eine positive Entscheidung der UNESCO weiterhin als gut ein.

Bei einer Anerkennung stünde das Watt auch international auf einer Stufe mit dem amerikanischen Grand Canyon oder dem australischen Great Barrier Reef.

In Zukunft könnten knapp 10.000 Quadratkilometer Wattenmeer zwischen Texel und Sylt den Titel Weltnaturerbe tragen. Das größte Wattenmeer der Welt ist eine Drehscheibe des globalen Vogelzuges und bietet zahlreichen Seehunden und Kegelrobben eine Heimat. Die Anrainergemeinden und Inseln erhoffen sich von einem Welterbe-Titel einen Imagegewinn und eine noch größere Attraktivität der Region für Touristen.

Neben dem vergleichsweise kleinen Hamburger Wattengebiet fehlt auch das dänische Wattenmeer in dem Antrag bei der UNESCO. Die dänische Regierung wollte zunächst klären, ob auch im dortigen Wattenmeer ein Nationalpark entstehen soll. Nachdem sich das dänische Parlament vor zwei Wochen für einen Nationalpark entschieden hat, hofft der WWF, dass Dänemark sich verspätet auch dem Welterbe-Antrag anschließt.

"Auch wenn ein Weltnaturerbe Wattenmeer so vielleicht erst in zwei Schritten entstehen könnte - die langjährige Zusammenarbeit Deutschlands, der Niederlande und Dänemarks beim Wattenmeerschutz verdient es, letztlich mit einem geschlossenen Welterbe-Gebiet über das gesamte Wattenmeer belohnt zu werden", so Rösner.

Dr. Hans-Ulrich Rösner | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.wwf.org

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