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Zuversicht für die Wirtschaft und die Sicherheit der Arbeitsplätze wächst

22.06.2010
Steigender Optimismus und zweistelliges Plus bei der Zuversicht für die Sicherheit des eigenen Jobs / Das Privatleben stimmt besonders zuversichtlich / Baden-Württemberg, NRW und Norddeutschland sind Spitze bei der Zuversicht

Schon im Vorfeld der Fußball-WM ist die Stimmung der Menschen in Deutschland gestiegen: „Mit Zuversicht“ oder „mit großer Zuversicht“ antwortete im zweiten Quartal 2010 jeder Vierte auf die Frage, wie er die Entwicklung der allgemeinen Wirtschaftslage in Deutschland für die kommenden 12 Monate sehe.

Damit liegt dieser Zuversichtswert um 9 Prozentpunkte höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nur Anfang Mai 2010 hat die Zuversicht für die Wirtschaftslage kurzfristig um 4 Prozentpunkte nachgegeben, sich im Juni 2010 jedoch bereits wieder erholt. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse der monatlich durchgeführten repräsentativen Befragungen zur Allianz Zuversichtsstudie, einem Gemeinschaftsprojekt der Allianz Deutschland AG in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim.

„Sorgen um die Finanzlage Griechenlands, die Schwächung des Euros, schwankende Kapitalmärkte und nicht zuletzt das Öl im Golf von Mexiko haben die Zuversicht der Menschen in Deutschland kurz ins Wanken gebracht, doch die Stimmung hat sich rasch wieder stabilisiert“, sagt Prof. Dr. Frank Brettschneider, der die Allianz Zuversichtsstudie wissenschaftlich begleitet.

Auch beim Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze weist die Zuversichtskurve nach oben: Im zweiten Quartal 2009 lag der Wert bei 6 Prozent, im zweiten Quartal 2010 bei 14 Prozent – ein Plus von 8 Prozentpunkten.

Insgesamt ist die Zuversicht für Deutschland mit 20 Prozent optimistischen Antworten stabil gegenüber dem Vorjahreszeitraum (-1 Prozentpunkt).

Die Mehrheit der Menschen ist zuversichtlich für die eigene Zukunft

Am kräftigsten ist der Zuwachs – analog zur Zuversicht hinsichtlich der Wirtschaftslage Deutschlands –, wenn es um die Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes geht. Die Zuversicht ist hier um 11 Prozentpunkte gestiegen, von 39 Prozent im zweiten Quartal 2009 auf 50 Prozent im selben Quartal 2010. Damit betrachtet jeder Zweite den eigenen Job als sicher.

Weiter im Aufwind liegt die Zuversicht der Menschen für ihr persönliches Leben: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist der Zuversichtswert um 5 Prozentpunkte von 51 auf 56 Prozent gestiegen. „Die positivere Wahrnehmung der Wirtschaftslage lässt auch die persönliche Zuversicht der Menschen wachsen,“ sagt Prof. Frank Brettschneider.

Die Zuversicht für günstige Entwicklungen innerhalb der Familie, für die Partnerschaft und die Kinder zeigt ebenfalls einen Aufwärtstrend gegenüber dem Vorjahresquartal – eine Steigerung um 6 Prozentpunkte auf 65 Prozent. Auch bei der Einschätzung der finanziellen Lage setzt sich die optimistische Stimmung fort (+5 Prozentpunkte): Jeder zweite Befragte erwartet für die kommenden zwölf Monate positive Impulse für den eigenen Geldbeutel. Den bundesweiten Spitzenwert stellt mit 79 Prozent trotz einer leichten Delle gegenüber dem Vorjahr (-3 Prozentpunkte) die Zuversicht für das eigene Zuhause.

„Alles in Allem zeigen sich die Menschen in Deutschland für ihr persönliches Leben rundum zuversichtlich“, sagt Prof. Brettschneider von der Universität Hohenheim. „Zusätzlich dürfte auch die Fußball-WM die Stimmung beflügeln“, meint er.

Am zuversichtlichsten sind die Menschen in Baden-Württemberg, NRW und im Norden Deutschlands

In allen Regionen Deutschlands hat die persönliche Zuversicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen, in Baden-Württemberg ist sie auf gutem Niveau (57%) stabil geblieben.

Bundesweit am höchsten steht der persönliche Stimmungspegel in Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein (70%), wo er um 12 Prozentpunkte gestiegen ist. Platz 2 belegt NRW mit einer Zuversicht für das persönliche Leben, die gegenüber dem Sommer 2009 um 10 Prozentpunkte auf 62 Prozent angewachsen ist.

Niedriger als im persönlichen Leben fällt die Zuversicht für die zukünftige Entwicklung Deutschlands aus: Hier liegen gleichauf mit 27 Prozent NRW (+7 Prozentpunkte) und Baden-Württemberg (+2 Prozentpunkte) bundesweit an der Spitze.

Über die Allianz Zuversichtsstudie

Die Allianz Zuversichtsstudie ist eine gemeinschaftlich durchgeführte Untersuchung der Allianz Deutschland AG und der Universität Hohenheim. Sie führt repräsentative monatliche Befragungen mit mindestens je 500–1.000 Interviewpartnern durch, im zweiten Quartal 2010 insgesamt 1.506 Interviews.
Ziel ist es, die Stimmungslage in Deutschland zu erheben. Dazu untersucht die Studie regelmäßig die Zuversicht der Menschen im Lande für die jeweils kommenden zwölf Monate in insgesamt zwölf Lebensbereichen – sechs persönlichen und sechs übergreifenden, gesellschaftlichen Bereichen. Die aktuellen Ergebnisse der Allianz Zuversichtsstudie sowie Trends, die sich daraus ablesen lassen, werden der Öffentlichkeit in der Regel vierteljährlich vorgestellt.

Eine Sonderauswertung der Allianz Zuversichtsstudie mit Ergebnissen zur Zuversicht von Schülern in Deutschland wird im Juli 2010 veröffentlicht. Die Ergebnisse des dritten Quartals 2010 erscheinen im September 2010.

Kontakt für Medien:
Prof. Dr. Frank Brettschneider, Universität Hohenheim, Lehrstuhl für Kommunikationstheorie

Tel. 0711-459-24030, E-Mail: frank.brettschneider@uni-hohenheim.de

Florian Klebs | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hohenheim.de/

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