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Zielvorgaben ausgebremst: Mitarbeitern fehlt Orientierung

21.01.2010
In jedem dritten deutschen Unternehmen können sich Mitarbeiter nicht mit wachsenden Umsatzzielen identifizieren. So treffen Vorgaben wie verbesserte Marktdurchdringung oder erhöhte Kundenzufriedenheit auf Unverständnis.

Das ist gerade in wirtschaftlich angespannten Phasen kontraproduktiv für das Unternehmenswachstum. Häufig ist mangelnde Transparenz und Kommunikation die Ursache: Bloß in jeder fünften Firma kennen die Mitarbeiter die wichtigsten finanziellen Ergebnisziele und haben sie verstanden.

Zudem vernachlässigen viele Führungskräfte ihre Vorbildfunktion: Nur 24 Prozent der Manager achten darauf, die Ziele zur Unternehmenswertsteigerung vorzuleben und aktiv von ihren Mitarbeitern einzufordern. Das ist das Ergebnis der „Potenzialanalyse Wertemanagement“ von Steria Mummert Consulting.

Zu selten werden Mitarbeiter aktiv bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens eingebunden. Die Ziele zur Steigerung des Unternehmenswertes spiegeln deshalb häufig die Vorstellungen des Managements, nicht aber der gesamten Firma wider. 27 Prozent der Befragten sind sie sogar unbekannt. Zu abstrakt formuliert, bieten sie für Mitarbeiter keine Orientierung. „Dementsprechend fällt es Mitarbeitern schwer, sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, Umsatzvorgaben zu erfüllen und sich im Sinne des Unternehmenswertes zu engagieren“, erklärt Personalexperte Marcus Winterfeldt von Steria Mummert Consulting.

Dabei ist die Unterstützung durch die Mitarbeiter der entscheidende Stellhebel für nachhaltigen Unternehmenserfolg. Ohne ihre Mitwirkung sind die Bemühungen des Managements, die Leistung zu steigern, aussichtslos. In mehr als jedem vierten Unternehmen fehlt dieser Rückhalt.

Um Mitarbeiter aktiv in die Zielsetzungen einzubinden und sie dafür zu gewinnen, empfiehlt es sich beispielsweise, Maßnahmen und Vorgaben in Workshops, Diskussionsforen oder Arbeitsgruppen gemeinsam zu entwickeln. Transparenz und Konsistenz in der Kommunikation des Managements unterstützen diese Prozesse und helfen die Ziele nachhaltig zu verankern. Das Personalmanagement kann hier eine vermittelnde Rolle als Moderator einnehmen.

In der Umsetzung ist es von entscheidender Bedeutung, inwieweit jede Führungsebene die selbstgesetzten Ziele zur Unternehmenswertsteigerung vorlebt und die Mitarbeiter bei der Erreichung unterstützt. Das Personalmanagement steht den Führungskräften hier als Berater für geeignete personalwirtschaftliche Maßnahmen zur Seite. Generelle Voraussetzung für konsequente Führung ist aber, dass sich die Zielvorgaben im Tagesgeschehen widerspiegeln und der Bezug zum Betriebserfolg allen Beteiligten transparent ist.

Jörg Forthmann | Steria Mummert Consulting
Weitere Informationen:
http://www.steria-mummert.de

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