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Zentralasiens Energietechnikmarkt unter Spannung

17.11.2008
Die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai) hat auf Anregung des ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie eine Studie über den Energietechnikmarkt Zentralasiens erstellt.

Auf über 30 Mrd. US-Dollar beziffert sie den Bedarf an Technik zur Stromerzeugung, -übertragung und -verteilung in den Ländern Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan, Usbekistan sowie Aserbaidschan. Der Titel der Studie lautet: ‚Energiewirtschaft Zentralasien – Elektrische Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung in den zentralasiatischen GUS-Republiken und Aserbaidschan’.

Der Studie zufolge entwickeln sich die zentralasiatischen Republiken zu einem attraktiven Geschäftsfeld für ausländische Investoren, Ausrüstungslieferanten sowie Projektierungs- und Beratungsfirmen. Die von den Regierungen verabschiedeten Ausbauprogramme für die Stromversorgung sehen bis 2015 die Errichtung neuer Kraftwerks­kapazitäten von rund 14.000 MW vor. Zudem soll sich die Lücke zwischen der gegenwärtig installierten und verfügbaren Kapazität von 43.000 bzw. 32.300 MW durch massive Investitionen in die Modernisierung der Anlagen von 25 auf 15 Prozent verringern. Die Investitionen für die bis 2015 geplanten Projekte im Stromsektor der GUS-Staaten belaufen sich auf 30 Mrd. US-Dollar.

„Kasachstan ist der mit Abstand interessanteste Markt für ausländische Anbieter von Energieanlagen und branchenspezifischen Beratungs­leistungen“, erläutert Johannes Kirsch, im ZVEI für Außenwirt­schaftspolitik zuständig. Das Investitionspotenzial allein in diesem Land beläuft sich bis 2015 auf 22 Mrd. US-Dollar.

Die Ursache für den großen Investitionsbedarf liegt der Studie zufolge in der tiefen Rezession vor der Jahrtausendwende. Es wurden Kraftwerke stillgelegt, die Wartung der Stromerzeugungsanlagen und Stromnetze auf ein Minimum beschränkt und neue Kapazitäten kaum in Betrieb genommen. Der Strom- und Wärmeenergiesektor, der sich schon vor dem Zusammenbruch der UdSSR in einem maroden Zustand befand, blieb auf dem technischen Niveau der 1950er bis 1970er Jahre stehen, stellen die Autoren der Studie fest. Der Verschleißgrad der derzeit genutzten Energietechnik beträgt 65 bis 80 Prozent. „Der marode Zustand der Einrichtungen gefährdet mittlerweile den seit der Jahrtausendwende zu beobachtenden wirtschaftlichen Aufschwung der Region“, so Dr. Jens Uwe Strohbach, der Autor der Studie.

Die Energiewirtschaft in den fünf zentralasiatischen GUS-Republiken entwickelt sich daher zu einem interessanten Geschäftsfeld. Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan bilden mit 62 Mio. Einwohnern eines der größten Wirtschaftsgebiete in der GUS und weisen hohes Wirtschaftswachstum auf.

Titel der Studie: ‚Energiewirtschaft Zentralasien – Elektrische Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung in den zentralasiatischen GUS-Republiken und Aserbaidschan’
Verfasser: Jens Uwe Strohbach
Redaktionsschluss: Oktober 2008
Bestell-Nr. 13842
ISBN-Nr. 3-86643-539-8
Preis: 35,- Euro
Kontakt:
ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V
F. Rainer Bechtold
Lyoner Straße 9
60528 Frankfurt am Main
Tel: 069 6302-255
Fax: 069 6302-351
E-Mail: presse@zvei.org
Quelle: Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.

F. Rainer Bechtold | ZVEI
Weitere Informationen:
http://www.zvei.org
http://www.kooperation-international.de

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