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Weniger ostdeutsche Azubis pendeln nach Westdeutschland

26.09.2012
Ostdeutsche Jugendliche finden heute leichter eine Ausbildungsstelle in den Heimat- oder Nachbarregionen als vor zehn Jahren:
Nur noch vier Prozent pendeln nach Westdeutschland. 2001 waren es neun Prozent. Das zeigt eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

Am ostdeutschen Lehrstellenmarkt zeigen sich damit die Auswirkungen des Geburtenknicks nach der Vereinigung der beiden deutschen Staaten. Damals brachen die Geburtenzahlen in den neuen Bundesländern massiv ein.

In der DDR wurden vor der Wende pro Jahr mehr als 200.000 Geburten gezählt. In den Folgejahren waren es nur noch etwa halb so viele. Diese Nachwendejahrgänge treten mittlerweile in den Arbeitsmarkt ein.

Und damit wendet sich das Blatt: Lange Zeit gab es im Osten Deutschlands wesentlich mehr Bewerber als Lehrstellen. 2010 gab es in den neuen Ländern erstmals mehr neu abgeschlossene Ausbildungsverträge als bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete Lehrstellenbewerber. Viele ostdeutsche Ausbildungsbetriebe klagen bereits über einen Bewerbermangel.

Westdeutsche Auszubildende pendelten stets weitaus seltener in die neuen Bundesländer als andersherum. Ihre Pendlerquoten nach Ostdeutschland blieben immer deutlich unter einem Prozent.

Die IAB-Studie im Internet: http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb1612.pdf.

Wolfgang Braun | idw
Weitere Informationen:
http://doku.iab.de/kurzber/2012/kb1612.pdf

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