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Was wir von Wellensittichen über Flugsicherheit lernen können

16.11.2016

Forscher der University of Queensland haben das erstaunlich simple Geheimnis gelüftet, weshalb Vögel nie im Flug zusammenstoßen: sie manövrieren immer rechtsherum.

Ein Forscherteam des Queensland Brain Institute unter der Leitung von Professor Mandayam Srinivasan hat in einer Serie von Experimenten verschiedene Wellensittich-Paarungen von gegenüberliegenden Enden eines Tunnels losfliegen lassen und mit High-Speed Videokameras die Flugstrategien der Vögel gefilmt. Es kam zu keiner Kollision in der Luft, da die Wellensittiche immer rechtsherum auswichen und in manchen Fällen sogar, vermutlich nach vorher festgelegten Vorlieben, unterschiedlich hoch flogen.


Drongo der Wellensittich

The University of Queensland

Diese Erkenntnisse sind nicht nur erstaunlich, sondern können auch für Menschen und die Arbeit an automatischen Anti-Crash Systemen für Flugzeuge hilfreich sein. Denn, nachdem der Flugverkehr stetig zunimmt, gibt es einen wachsenden Bedarf an soliden automatischen Steuer-Systemen für bemannte und unbemannte Flugzeuge.

Vögel stehen seit 150 Millionen Jahren unter einem starken evolutionären Zwang, grundlegende Regeln und Strategien zu entwickeln, um das Risiko von Kollisionen zu minimieren, sodass Menschen viel von ihnen lernen können, erklärt Professor Srinivasan.

Eine weitere Beobachtung der Forscher war, dass die Vögel selten auf der gleichen Höhe flogen – was die Frage aufwirft, ob bestimmte Vögel spezielle Vorlieben für ihre Flughöhe haben, sagt Professor Srinivasan. Eine mögliche Erklärung ist, dass die Flughöhe durch die Position in der Gruppenhierarchie beeinflusst wird. Diese Frage muss jedoch noch weiter erforscht werden.

Doch die neuen Forschungsergebnisse helfen bereits jetzt schon, einfache Strategien für Autopilot-Systeme und unbemannte Flugobjekte zu entwickeln, um frontale Zusammenstöße zu verhindern.

Die Forschung wurde in Kollaboration mit Boeing Defence Australia und der Queensland University of Technology durchgeführt. Veröffentlicht wurde die Studie in PLOS One und gefördert durch ARC und Boeing Defence Australia.

Weitere Informationen:

Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593

oder

Kirsten MacGregor
QBI Executive Communications Manager
Tel.: +61 448 108 441
Email: k.macgregor@uq.edu.au

Bei Veröffentlichung der Pressemitteilung bitten wir um eine Quellenangabe sowie die Zusendung eines Belegexemplars.

Das Institut ist die gemeinnützige Einrichtung zur Förderung des Austausches und der Auslandsstudien insbesondere mit allen Universitäten Australiens und Neuseelands sowie zur Förderung von Wissenschaft und Forschung. In seinen Förderprogrammen stellt es SchülerInnen und Studierenden Unterstützung in der Finanzierung durch Stipendien und Coaching in der Studienberatung und Studienplatzbewerbung zur Verfügung.

Weitere Informationen:

http://www.ranke-heinemann.de

Sabine Ranke-Heinemann | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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