Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Vorbeugende Tests etablieren sich als Schlüsselbereich im Europa-Markt für Gen-Tests und Screening-Dienste

16.08.2012
Vielfalt bei Rückerstattungsverfahren und behördlichen Strategien könnte Marktimpuls trotz wachsender Nachfrage behindern
Der europäische Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste wird derzeit durch die wachsende Verfügbarkeit von Tests für ein erweitertes Gebiet von Krankheiten sowie von einem sich rasch ausdehnenden Pool potentieller Verbraucher angetrieben. Gen-Tests wurden aus dem Labor heraus in die Arztpraxis verlegt. Allerdings hat hierdurch der Fokus auf Qualität keine adäquate Aufmerksamkeit erhalten.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (http://www.drugdiscovery.frost.com), verzeichnete der Europa-Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste in 2011 Umsätze in Höhe von 896,2 Millionen US-Dollar und wird im Jahr 2018 voraussichtlich 1.908,8 Millionen US-Dollar erreichen. Die Studie umfasst diagnostische Test- und Screeningverfahren, Verwandschafts- sowie vorbeugende Tests. Ein erhöhtes Bewusstsein, überwiegend aufgrund der weitverbreiteten Beratungsgruppen in Bezug auf Humangenetik und der Verfügbarkeit so genannter DTC-Gen-Tests (engl. direct to consumer tests) kurbeln die Marktaussichten weiter an.

"Die Nachfrage nach Gen-Tests erhält weiteren Auftrieb, wenn diese von einer ärztlichen Beratung sowie ordnungsgemässen Rückerstattung begleitet werden," erläutert Frost & Sullivan Senior Research Analystin Divyaa Ravishankar. "Es gibt ein wachsendes Interesse an vorbeugenden Tests, welche daher als größter Wachstumsbereich der Gen-Tests allgemein betrachtet werden."

Genetische Testverfahren und Screening-Dienste sind der nächste große Fokus in der Molekular-Diagnostik. Der westeuropäische Markt für Molekular-Diagnostik verbuchte in 2011 Umsätze von 1.352,4 Millionen US-Dollar, und genetische Testverfahren trugen fast 66 Prozent der Umsätze bei.

Die Kosten für das Sequenzieren eines Genoms sinken mit neuen, effizienten Sequenzierplattformen der nächsten Generation. Dies schafft heftigen Wettbewerb um schnellere Durchlaufzeiten, hat jedoch eine positive Wirkung auf den Markt für Gen-Tests und Screening-Dienste.

Veränderungen im Hinblick auf Rückerstattungsverfahren in Europa zeichnen sich jedoch als Hauptproblem für Marktteilnehmer ab. Wenn Proben über internationale Grenzen hinaus versandt werden, können unzulängliche Rückerstattungsverfahren zu einer ungleichen Verfügbarkeit genetischer Testverfahren führen.

"Es gibt potentielle Lücken, die im behördlichen und normativen Rahmen existieren, welche aber angepackt werden müssen," warnt Frau Ravishankar. "Gegenwärtig gibt es keine gesetzliche Vorschrift zur Qualitätssicherung, insbesondere nicht für Diagnoselabors in verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU."

Eine Akkreditierung und Zertifizierung für ein Labor anzufragen und zu bekommen, ist freiwillig, weshalb nur einige europäische Labors diese eingeholt haben. Außerdem werden die Definitionen von 'Akkreditierung' und 'Zertifizierung' immer noch nicht durchgängig in den EU-Mitgliedsstaaten akzeptiert.

"Einen Rahmen für Rückerstattungsverfahren zu definieren, die mit grenzüberschreitendem Austausch von Proben für genetische Testverfahren und Daten verbunden ist, ist entscheidend," meint Frau Ravishankar abschliessend. "Für die Rückerstattung sollten ordentliche Gesetze eingeführt werden, wenn Proben in anderen Ländern getestet werden; hierfür wird eine gesamteuropäische Kooperation ausschlaggebend sein, um die grenzüberschreitende Arbeit zu optimieren."

Für weitere Informationen zu Frost & Sullivans aktueller Studie European Genetic Testing and Screening Services Market (M7D9), kontaktieren Sie bitte Katja Feick - Corporate Communications (katja.feick@frost.com).
Die Studie European Genetic Testing and Screening Services Market (M7D9) ist Bestandteil des Growth Partnership Service Programms Clinical Diagnostics, das außerdem Analysen zu den folgenden Bereichen umfasst: Western European In Vitro Diagnostics (IVD) Market, European Molecular Diagnostics Market and Strategic Analysis of the European Stem Cell Research Tools Market. Sämtliche Studien im Subskriptionsservice basieren auf ausführlichen Interviews mit Marktteilnehmern und bieten detaillierte Informationen über Marktchancen und Branchentrends.

Über Frost & Sullivan
Frost & Sullivan ist der globale Partner für Unternehmen, wenn es um Wachstum, Innovation und Marktführung geht. Die Dienstleistungen Growth Partnership Services und Growth Consulting helfen dem Kunden, innovative Wachstumsstrategien zu entwickeln, eine auf Wachstum ausgerichtete Kultur zu etablieren und entsprechende Strategien umzusetzen. Seit 50 Jahren in unterschiedlichen Branchen und Industrien tätig, verfügt Frost & Sullivan über einen enormen Bestand an Marktinformationen und unterhält mittlerweile mehr als 40 Niederlassungen auf sechs Kontinenten. Der Kundenstamm von Frost & Sullivan umfasst sowohl Global-1000-Unternehmen als auch aufstrebende Firmen und Kunden aus der Investmentbranche. Weitere Informationen zum Thema Growth Partnerships unter http://www.frost.com.

Kontakt:
Katja Feick
Corporate Communications – Europe
Clemensstr. 9
D – 60487 Frankfurt
Tel.: +49 (0) 69 7703343
E-Mail: katja.feick@frost.com
http://www.frost.com
Twitter: twitter.com/FrostSullivanDe
www.facebook.com/FrostandSullivan

Katja Feick | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://www.drugdiscovery.frost.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie wir 2030 unterwegs sind: acatech Studie skizziert Zukunftsbild der vernetzten Mobilität
11.09.2019 | acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften

nachricht STICA-Studie belegt: Spezielle Verhaltenstherapie bei Computerspiel- und Internetsucht erfolgreich
11.09.2019 | Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: 'Nanochains' could increase battery capacity, cut charging time

How long the battery of your phone or computer lasts depends on how many lithium ions can be stored in the battery's negative electrode material. If the battery runs out of these ions, it can't generate an electrical current to run a device and ultimately fails.

Materials with a higher lithium ion storage capacity are either too heavy or the wrong shape to replace graphite, the electrode material currently used in...

Im Focus: Nervenzellen feuern Hirntumorzellen zum Wachstum an

Heidelberger Wissenschaftler und Ärzte beschreiben aktuell im Fachjournal „Nature“, wie Nervenzellen des Gehirns mit aggressiven Glioblastomen in Verbindung treten und so das Tumorwachstum fördern / Mechanismus der Tumor-Aktivierung liefert Ansatzpunkte für klinische Studien

Nervenzellen geben ihre Signale über Synapsen – feine Zellausläufer mit Kontaktknöpfchen, die der nächsten Nervenzelle aufliegen – untereinander weiter....

Im Focus: Stevens team closes in on 'holy grail' of room temperature quantum computing chips

Photons interact on chip-based system with unprecedented efficiency

To process information, photons must interact. However, these tiny packets of light want nothing to do with each other, each passing by without altering the...

Im Focus: Happy hour für die zeitaufgelöste Kristallographie

Ein Forschungsteam vom Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD), der Universität Hamburg und dem European Molecular Biology Laboratory (EMBL) hat eine neue Methode entwickelt, um Biomoleküle bei der Arbeit zu beobachten. Sie macht es bedeutend einfacher, enzymatische Reaktionen auszulösen, da hierzu ein Cocktail aus kleinen Flüssigkeitsmengen und Proteinkristallen angewandt wird. Ab dem Zeitpunkt des Mischens werden die Proteinstrukturen in definierten Abständen bestimmt. Mit der dadurch entstehenden Zeitraffersequenz können nun die Bewegungen der biologischen Moleküle abgebildet werden.

Die Funktionen von Biomolekülen werden nicht nur durch ihre molekularen Strukturen, sondern auch durch deren Veränderungen bestimmt. Mittels der...

Im Focus: Happy hour for time-resolved crystallography

Researchers from the Department of Atomically Resolved Dynamics of the Max Planck Institute for the Structure and Dynamics of Matter (MPSD) at the Center for Free-Electron Laser Science in Hamburg, the University of Hamburg and the European Molecular Biology Laboratory (EMBL) outstation in the city have developed a new method to watch biomolecules at work. This method dramatically simplifies starting enzymatic reactions by mixing a cocktail of small amounts of liquids with protein crystals. Determination of the protein structures at different times after mixing can be assembled into a time-lapse sequence that shows the molecular foundations of biology.

The functions of biomolecules are determined by their motions and structural changes. Yet it is a formidable challenge to understand these dynamic motions.

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

92. Neurologie-Kongress: Mehr als 6500 Neurologen in Stuttgart erwartet

20.09.2019 | Veranstaltungen

Frische Ideen zur Mobilität von morgen

20.09.2019 | Veranstaltungen

Thermodynamik – Energien der Zukunft

19.09.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Ferroelektrizität verbessert Perowskit-Solarzellen

20.09.2019 | Energie und Elektrotechnik

HD-Mikroskopie in Millisekunden

20.09.2019 | Biowissenschaften Chemie

Kinobilder aus lebenden Zellen: Forscherteam aus Jena und Bielefeld 
verbessert superauflösende Mikroskopie

20.09.2019 | Medizintechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics