Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Urbane Logistik der Zukunft: e-mobil und autonom?

07.01.2019

Fraunhofer IAO entwickelt Zukunftsszenarien für den urbanen Wirtschaftsverkehr

Verstopfte Straßen durch Kleinlaster, die in zweiter Reihe parken? Lärm und Gestank von LKW in der Stadt? Für derartige Herausforderungen des Güterverkehrs entwickelte das Fraunhofer IAO zukunftsweisende Konzepte an der Schnittstelle Stadt-Logistikwirtschaft. Die Studie mit den Ergebnissen des Projekts ist ab sofort kostenlos online verfügbar.


Der urbane Wirtschaftsverkehr ist ein funktionaler Bestandteil von Städten, der dafür sorgt, dass Bürgerinnen und Bürger einkaufen können, Handelsunternehmen mit Waren versorgt werden, urbane Produktion stattfindet und Abfall entsorgt wird.

Derartige Güterströme erzeugen zwar innerstädtischen Verkehr, sichern aber gleichzeitig die Versorgung der Bevölkerung. Allerdings wächst bei immer mehr Menschen das Bewusstsein für nachhaltiges Wirtschaften und Umweltverträglichkeit, das sich mit einer funktionierenden innerstädtischen Logistik nur schwer in Einklang bringen lässt.

Nicht nur die Diskussion rund um Lärm- und Schadstoffbelastungen, sondern auch der zunehmende innerstädtische Verkehr erhöhen den Handlungsdruck auf die öffentlichen Akteure und erfordern dringend Lösungen für den zukünftigen urbanen Wirtschaftsverkehr.

Entwicklung von Zukunftsbildern für den urbanen Wirtschaftsverkehr

Vor diesem Hintergrund erarbeitete das Fraunhofer IAO in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn zukunftsweisende Konzepte für urbane Logistik anhand der drei Beispielstädte Leipzig, Mannheim und München.

Die Zukunftsbilder greifen zum einen allgemeine Trends der Logistikwirtschaft auf und beziehen zum anderen spezifische stadträumliche Fragestellungen mit ein.

Ziel des Projekts war es, Szenarien zu entwickeln, wie der urbane Wirtschaftsverkehr in Zukunft aussehen kann und zu ermitteln, welche Heraus- und Anforderungen daraus jeweils für Städte entstehen.

Dabei untersuchte das Forschungsteam insbesondere, welche Anforderungen und Chancen die Automatisierung sowie elektrisch angetriebene Fahrzeuge für den innerstädtischen Wirtschaftsverkehr mit sich bringen.

Einbezug von regionalen Stakeholdern in den Erarbeitungsprozess

Die Szenarien wurden im Rahmen eines zweistufigen Workshop-Prozesses entwickelt. Sie greifen zum einen allgemeine Trends der Logistikwirtschaft auf, zum anderen beziehen sie spezifische stadträumliche Charakteristika mit ein.

In den Workshops waren sowohl Vertreter der öffentlichen Hand, Akteure der Logistikwirtschaft, Betroffene aus Handel und Industrie sowie Beteiligte aus der Bürgerschaft einbezogen. Die Workshops erfolgten im Auftrag der Forschungsvereinigung Automobiltechnik (FAT) im Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA).

Die Workshop-Teilnehmenden haben sechs Szenarien für den urbanen Wirtschaftsverkehr entwickelt. Jedes dieser Szenarien sieht bis zum Jahr 2035 Veränderungen bzw. Entwicklungen für den Wirtschaftsverkehr in der Stadt vor. Die Entwicklungsdynamik fällt in ihrer Radikalität allerdings jeweils unterschiedlich aus.

Dies liegt insbesondere daran, dass die involvierten Akteure in jeweils unterschiedlichen Rollen von unterschiedlichen Interessen geleitet sind. Im Ergebnis kann deshalb jeweils von einem unterschiedlichen Durchdringungsgrad der Stadt mit elektromobilen und automatisierten Fahrzeugen im Wirtschaftsverkehr gesprochen werden.

Wissenschaftliche Ansprechpartner:

Manuela Bauer
Urban Delivery Systems
Fraunhofer IAO
Nobelstraße 12
70569 Stuttgart
Telefon +49 711 970-2326
E-Mail: manuela.bauer@iao.fraunhofer.de

Originalpublikation:

Studie »Urbane Logistik der Zukunft: e-mobil und autonom?«
https://www.vda.de/de/services/Publikationen/fat-schriftenreihe-315.html

Weitere Informationen:

https://www.iao.fraunhofer.de/lang-de/presse-und-medien/aktuelles/2094-studie-ur...
https://www.logwert.de/

Juliane Segedi | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie sich das Gehirn merkt, wo man hinmöchte
04.07.2019 | Ruhr-Universität Bochum

nachricht Studie am Dresdner Uniklinikum: Schädel-Hirn-Trauma – bleibt´s beim kurzen Schrecken?
18.06.2019 | Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Laser für durchdringende Wellen: Forscherteam entwickelt neues Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung

Der „Landau-Niveau-Laser“ ist ein spannendes Konzept für eine ungewöhnliche Strahlungsquelle. Er hat das Zeug, höchst effizient sogenannte Terahertz-Wellen zu erzeugen, die sich zum Durchleuchten von Materialen und für die künftige Datenübertragung nutzen ließen. Bislang jedoch scheiterten nahezu alle Versuche, einen solchen Laser in die Tat umzusetzen. Auf dem Weg dorthin ist einem internationalen Forscherteam nun ein wichtiger Schritt gelungen: Im Fachmagazin Nature Photonics stellen sie ein Material vor, das Terahertz-Wellen durch das simple Anlegen eines elektrischen Stroms erzeugt. Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) waren maßgeblich an den Arbeiten beteiligt.

Ebenso wie Licht zählen Terahertz-Wellen zur elektromagnetischen Strahlung. Ihre Frequenzen liegen zwischen denen von Mikrowellen und Infrarotstrahlung. Sowohl...

Im Focus: A miniature stretchable pump for the next generation of soft robots

Soft robots have a distinct advantage over their rigid forebears: they can adapt to complex environments, handle fragile objects and interact safely with humans. Made from silicone, rubber or other stretchable polymers, they are ideal for use in rehabilitation exoskeletons and robotic clothing. Soft bio-inspired robots could one day be deployed to explore remote or dangerous environments.

Most soft robots are actuated by rigid, noisy pumps that push fluids into the machines' moving parts. Because they are connected to these bulky pumps by tubes,...

Im Focus: Crispr-Methode revolutioniert

Forschende der ETH Zürich entwickelten die bekannte Crispr/Cas-Methode weiter. Es ist nun erstmals möglich, Dutzende, wenn nicht Hunderte von Genen in einer Zelle gleichzeitig zu verändern.

Crispr/Cas ist in aller Munde. Mit dieser biotechnologischen Methode lassen sich in Zellen verhältnismässig einfach und schnell einzelne Gene präzise...

Im Focus: Wie schwingen Atome in Graphen-Nanostrukturen?

Innovative neue Technik verschiebt die Grenzen der Nanospektrometrie für Materialdesign

Um das Verhalten von modernen Materialien wie Graphen zu verstehen und für Bauelemente der Nano-, Opto- und Quantentechnologie zu optimieren, ist es...

Im Focus: Vehicle Emissions: New sensor technology to improve air quality in cities

Researchers at TU Graz are working together with European partners on new possibilities of measuring vehicle emissions.

Today, air pollution is one of the biggest challenges facing European cities. As part of the Horizon 2020 research project CARES (City Air Remote Emission...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Gedanken rasen zum Erfolg: CYBATHLON BCI Series 2019

16.08.2019 | Veranstaltungen

Impfen – Kleiner Piks mit großer Wirkung

15.08.2019 | Veranstaltungen

Internationale Tagung zur Katalyseforschung in Aachen

14.08.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Laser für durchdringende Wellen: Forscherteam entwickelt neues Prinzip zur Erzeugung von Terahertz-Strahlung

16.08.2019 | Physik Astronomie

Solarflugzeug icaré testet elektrische Flächenendantriebe

16.08.2019 | Energie und Elektrotechnik

Neue Überlebensstrategie der Pneumokokken im Zentralnervensystem identifiziert

16.08.2019 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics