Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Unternehmen qualifizierte Mitarbeiter gewinnen und binden

04.12.2012
Viele Unternehmen in Süddeutschland haben große Probleme, hochqualifiziertes Personal zu bekommen.
Eine vom baden-württembergischen Kultusministerium geförderte Studie von Prof. Dr. Benedikt Hackl, Duale Hochschule Ravensburg, soll Erfahrungen aus der Praxis auswerten und damit zu einem Leitfaden für die Mitarbeitergewinnung und –bindung für Hochqualifizierte werden.

Man glaubt es kaum: Das schöne Oberschwaben ist für viele Hochqualifizierte unattraktiv, es zieht sie nach München, Berlin oder Hamburg. Und das angesichts eines allgemeinen Fachkräftemangels. 1,3 Millionen unbesetzte Stellen sind es in Süddeutschland in diesem Bereich laut einer Studie.
Herausforderung Personalentwicklung: Damit beschäftigt sich Prof. Dr. Hackl von der Dualen Hochschule gemeinsam mit Prof. Dr. Joachim Hasebrook von der Steinbeis School of Management and Innovation. Sinn und Zweck einer Studie „Best Practices – Mitarbeitergewinnung und –bindung Hochqualifizierte“ überzeugten auch das Kultusministerium, das dieses Forschungsvorhaben fördert.

In einem ersten Schritt werden nun rund 90.000 Fragebögen an Unternehmen in Süddeutschland, der Schweiz und Österreich versandt. Sie gehen an Personaler der Branchen Gesundheit, Logistik, Automobil, Energie und Maschinenbau. Die Professoren möchten den Erfolgsfaktoren zur Gewinnung und Bindung von Personal auf den Grund gehen. Ermittelt werden also die so genannten „Best Practices“.
Voneinander und von den guten Beispielen lernen ist die Devise: Können die Oberschwaben sich etwas abschauen von den Österreichern oder den Schweizern? Lassen sich Erfolgsfaktoren aus der einen Branche auf die andere übertragen? Das sind nur einige der Fragen, die die Studie erforschen möchte.

Die Ergebnisse diskutieren Hackl und Hasebrook schließlich in verschiedenen Workshops in ganz Süddeutschland mit Personalleitern unter anderem der an der Studie beteiligten Firmen. Auf diesen Grundlagen entsteht ein „Quickcheck“ für mittelständische Unternehmen zur Mitarbeitergewinnung und –bindung. Der zum Abschluss gleich bei einem der Unternehmen getestet wird. In etwa einem dreiviertel Jahr soll so eine kooperative Forschungsarbeit entstehen - eine Forschung mit Bezug zur Praxis also, die ganz im Sinne einer Dualen Hochschule ist.

Elisabeth Ligendza | idw
Weitere Informationen:
http://www.dhbw-ravensburg.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Im Focus: Was passiert, wenn wir das Atomgitter eines Magneten plötzlich aufheizen?

„Wir haben jetzt ein klares Bild davon, wie das heiße Atomgitter und die kalten magnetischen Spins eines ferrimagnetischen Nichtleiters miteinander ins Gleichgewicht gelangen“, sagt Ilie Radu, Wissenschaftler am Max-Born-Institut in Berlin. Das internationale Forscherteam fand heraus, dass eine Energieübertragung sehr schnell stattfindet und zu einem neuartigen Zustand der Materie führt, in dem die Spins zwar heiß sind, aber noch nicht ihr gesamtes magnetisches Moment verringert haben. Dieser „Spinüberdruck“ wird durch wesentlich langsamere Prozesse abgebaut, die eine Abgabe von Drehimpuls an das Gitter ermöglichen. Die Forschungsergebnisse sind jetzt in "Science Advances" erschienen.

Magnete faszinieren die Menschheit bereits seit mehreren tausend Jahren und sind im Zeitalter der digitalen Datenspeicherung von großer praktischer Bedeutung....

Im Focus: Erste Beweise für Quelle extragalaktischer Teilchen

Zum ersten Mal ist es gelungen, die kosmische Herkunft höchstenergetischer Neutrinos zu bestimmen. Eine Forschungsgruppe um IceCube-Wissenschaftlerin Elisa Resconi, Sprecherin des Sonderforschungsbereichs SFB1258 an der Technischen Universität München (TUM), liefert ein wichtiges Indiz in der Beweiskette, dass die vom Neutrino-Teleskop IceCube am Südpol detektierten Teilchen mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Galaxie in vier Milliarden Lichtjahren Entfernung stammen.

Um andere Ursprünge mit Gewissheit auszuschließen, untersuchte das Team um die Neutrino-Physikerin Elisa Resconi von der TU München und den Astronom und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Europaweit erste Patientin mit neuem Hybridgerät zur Strahlentherapie behandelt

19.07.2018 | Medizintechnik

Waldrand oder mittendrin: Das Erbgut von Mausmakis unterscheidet sich je nach Lebensraum

19.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Automatisiertes Befüllen von Regalen im Einzelhandel

19.07.2018 | Verkehr Logistik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics