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Tele-Monitoring nach Defi-Implantation ist sicher und entlastet Klinikambulanzen

31.08.2009
Europäischer Kardiologenkongress 2009 in Barcelona

Regelmäßige Kontrollen über das Mobiltelefonnetz sind nach dem Einsetzen eines implantierten Defibrillators sicher und eine sinnvolle Alternative zu Kontrolluntersuchungen im Krankenhaus.

Das ist das Ergebnis der ISMOS-Studie, die ein deutsches Forscherteam auf dem Europäischen Kardiologenkongress in Barcelona präsentiert hat. "Das entlastet die Klinikambulanzen erheblich", sagt ISMOS-Studienleiter Dr. Alexander Schirdewan von der Charité, Berlin.

Implantierbare Defibrillatoren haben sich in den vergangenen zwei Jahrzenten als primäre Therapie bei lebensbedrohlichen Herzrythmusstörungen etabliert. Durch die zunehmende Zahl von Implantationen ist auch der Betreuungsaufwand für Patienten enorm gestiegen. Ziel der ISMOS-Studie war es zu untersuchen, ob der Rhythmus für Kontrolluntersuchungen ohne Sicherheitsrisiko von drei auf sechs Monate ausgedehnt werden kann, wenn Patienten per Telemonitoring zusätzlich überwacht und begleitet werden.

An der ISMOS-Studie nahmen insgesamt 142 Defi-Patienten teil, die in fünf deutschen Kliniken betreut wurden. Etwa die Hälfte der Kontrolluntersuchungen in den Spezialambulanzen kann bei gleicher Sicherheit für die Betroffenen eingespart werden, zeigen die Studienergebnisse, wenn die persönliche Untersuchung durch eine telemedizinische Kontrolle via Telefon ersetzt wird. Die Analyse der per Telefon übermittelten Daten ermöglichen es dem Behandler, im Bedarfsfall sofort persönlich zu intervenieren. So können sich Ärzte auf jene Patienten konzentrieren, die besonderer Aufmerksamkeit bedürfen.

Die Ergebnisse der ISMOS-Studie bestätigen die Ergebnisse früherer Studien zum Thema Telemonitoring nach Defi-Implantation. So hat etwa die europäische REFORM-Studie gezeigt, dass bei Telemonitoring eine Reduktion der persönlichen Kontrolluntersuchungen um die Hälfte sicherer ist, die nordamerikanische TRUST-Studie geht von einer möglichen Reduktion um 43 Prozent aus.

Quelle: Schirdewan et al, Home Monitoring is a safe and reliable extension of ICD follow-up; ESC 2009 Abstract No 5218.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
Pressestelle
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf
Tel.: 0211 / 600 692 - 61; E-Mail: limberg@dgk.org
Roland Bettschart, Dr. Birgit Kofler - B&K Medienberatung
Mobil: 0043 676 6368930
Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 7000 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa.

Christiane Limberg | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgk.org

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