Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studie untersucht Einstellungskriterien für Absolventen

13.03.2013
Wer nach seinem Studium auf Jobsuche ist, will wissen, was für Unternehmen bei der Einstellung wichtig ist.

Diesem Thema ist der Lehrstuhl für Soziologie und Empirische Sozialforschung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) in Kooperation mit dem Institut für empirische Sozialforschung (IfeS) in einer Studie speziell für den Bereich Wirtschaftswissenschaften nachgegangen.

Vorgestellt wurde die Untersuchung anlässlich der Jahrestagung des Career Service Netzwerks Deutschland in Nürnberg. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Fit für die Zukunft?“ und beleuchtet Vergangenheit und Zukunft der Karriereberatung für Studierende an Hochschulen.

Eine zentrale Erkenntnis der Studie, für die rund 1.000 Führungskräfte aus Unternehmen bundesweit befragt wurden, lautet: Universitäten und Fachhochschulen sind in der Pflicht, ihren Absolventen neben Fachwissen überfachliche Kompetenzen zu vermitteln. Insbesondere analytische Kompetenzen, die Fähigkeit Probleme zu lösen und angemessene Computerkenntnisse werden von den befragten Führungskräften genannt. Außerdem glauben die Entscheidungsträger in den Unternehmen, dass Hochschulen bei ihren Studierenden vor allem selbstständiges Arbeiten und Fremdsprachen fördern können. Einen geringen Einfluss sehen sie hingegen bei sozialen und individuellen Merkmalen wie Teamfähigkeit oder Einsatzbereitschaft.

Könnten sich die befragten Führungskräfte, die selbst bereits ein Studium absolviert haben, noch einmal für eine Hochschule entscheiden, spielen vor allem die praxisnahe Ausbildung, die Qualität der Lehre sowie die Kontakte zur Wirtschaft eine entscheidende Rolle. Unterschiede in der Einschätzung der Auswahlkriterien für die Wahl einer Hochschule zwischen den Absolventen der beiden Hochschultypen zeigen sich hier unter den Befragten. Die Forschung ist den Führungskräften mit einem Universitätsabschluss wichtiger als ihren Pendants mit Fachhochschulabschluss. Entscheidungsträger mit einem Fachhochschulabschluss schätzen hingegen die praxisnahe Ausbildung der Hochschule als Auswahlkriterium als bedeutender ein. Geht es aber darum einen konkreten Bewerber einzustellen, zählen für sie vor allem individuelle Merkmale wie Abschlussnote, Praxis- und Auslandserfahrung und ehrenamtliches Engagement. Ein untergeordnetes Kriterium bei der Einstellung von Absolventen wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge bleibt in Deutschland – anders als in angelsächsischen Ländern – der Ruf einer Hochschule. Dementsprechend halten nur 23 Prozent der Befragten Hochschulrankings hilfreich bei der Auswahl von Bewerbern, rund 28 Prozent sieht darin keinen Nutzen und 34 Prozent sind bei dieser Frage unentschlossen.

Für die Umfrage wurden deutschlandweit etwa 1.000 Führungskräfte in Unternehmen, die potenziell Absolventen der Wirtschaftswissenschaften einstellen, befragt. Die Themen waren neben den Erwartungen an Universitäten und Fachhochschulen die Frage, welchen Einfluss der Ruf einer Hochschule für den Such- und Auswahlprozess für Einstellungen sowie wie sich Entscheidungsträger in Unternehmen über Studiengänge informieren.

Die Veranstaltung

An modernen Hochschulen sind Career Services heute Standard, der Dachverband Career Service Netzwerk Deutschland (csnd e.V.) wurde vor zehn Jahren gegründet. Die Aufgabe der Einrichtungen ist es, Studierende auf den erfolgreichen Berufseinstieg vorzubereiten. Auf der Jahrestagung in Nürnberg von 13. bis 15. März diskutieren über 100 Teilnehmer mit Studierenden, Arbeitgebern und Hochschulvertretern über den aktuellen Stand der Arbeit von Career Services und welche Themen in Zukunft von Bedeutung sind. Prominenter Gastredner ist der ehemalige Bundeswirtschaftsminister Prof. Dr. Helmut Haussmann, der sich zur Eröffnung dem Thema „Berufs- und Lebenssinn statt Karrieresucht“ widmet.

Informationen für die Medien:

Prof. Dr. Martin Abraham
FAU
Tel.: 0911/5302-679
martin.abraham@wiso.uni-erlangen.de
Marcellus Menke
1. Vorsitzender csnd e.V.
Tel.: 0157/71830985
marcellus.menke@uni-siegen.de

Blandina Mangelkramer | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-siegen.de
http://www.uni-erlangen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics