Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Das Skelett ist ein Diabetes-Verursacher

23.07.2010
Knochenstärkende Medikamente führen zu Blutzucker-Problemen

Das Skelett spielt eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle des Blutzuckers und könnte Wissenschaftlern zufolge eine Ursache für Diabetes sein. Tests an Mäusen haben ergeben, dass die permanente Veränderung der Knochenmasse auch dabei hilft, gesunde Glukose-Werte im Blut aufrecht zu erhalten.

Das Hormon Osteocalcin scheint dabei das Bindeglied zu sein. Ein Forscherteam um Gerard Karsenty vom Columbia University Medical Center http://www.cumc.columbia.edu hofft nun darauf, dass diese Forschungsergebnisse zu neuen Medikamenten für die Behandlung von Typ-2-Diabetes beitragen könnten, heißt es im Fachmagazin Cell.

Hormon reguliert Glukose-Werte

Karsenty hatte bereits früher nachgewiesen, dass Osteocalcin, das von den Knochen freigesetzt wird, die Glukose-Werte regulieren kann. Das Hormon aktiviert die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse, das seinerseits die Aufnahmefähigkeit anderer Zellen für Glukose verbessert.

Die aktuelle Studie wies jedoch nach, dass Osteocalcin nur dann seine Funktion ausüben kann, wenn die Knochenmasse regelmäßig abgebaut wird. Weitere Tests mit einer kleinen Gruppe von Patienten, die durch einen genetischen Defekt in der Knochenerneuerung eingeschränkt sind, bestätigten die ersten bei Mäusen gemachten Beobachtungen.

Keine Kontrolle des Blutzuckers

Typ-2-Diabetes ist die am häufigsten auftretende Form dieser Erkrankung und entsteht, wenn der Körper nicht mehr richtig auf das Insulin reagiert und damit der Blutzucker außer Kontrolle gerät. Die neuen Studienergebnisse legen nahe, dass Diabetes bei manchen Patienten durch Veränderungen des Skeletts verursacht wird.

Medikamente, die das Zusammenspiel zwischen Knochen und Insulin stimulieren, könnten daher laut Karsenty die Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes verbessern helfen. Eine wichtige Erkenntnis der Studie ist laut BBC, dass Medikamente, die die Knochen stärken, diesen Prozess beeinflussen und daher zu Problemen mit dem Blutzucker führen können. Solche Medikamente werden zum Beispiel bei Osteoporose eingesetzt.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cumc.columbia.edu

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wasserelektrolyse hat Potenzial zur Gigawatt-Industrie
18.09.2018 | Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

nachricht Was ist Asthma – und wenn ja wie viele?
12.09.2018 | Deutsches Zentrum für Lungenforschung e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wie Magnetismus entsteht: Elektronen stärker verbunden als gedacht

Wieso sind manche Metalle magnetisch? Diese einfache Frage ist wissenschaftlich gar nicht so leicht fundiert zu beantworten. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von Wissenschaftlern des Forschungszentrums Jülich und der Universität Halle. Den Forschern ist es zum ersten Mal gelungen, in einem magnetischen Material, in diesem Fall Kobalt, die Wechselwirkung zwischen einzelnen Elektronen sichtbar zu machen, die letztlich zur Ausbildung der magnetischen Eigenschaften führt. Damit sind erstmals genaue Einblicke in den elektronischen Ursprung des Magnetismus möglich, die vorher nur auf theoretischem Weg zugänglich waren.

Für ihre Untersuchung nutzten die Forscher ein spezielles Elektronenmikroskop, das das Forschungszentrum Jülich am Elettra-Speicherring im italienischen Triest...

Im Focus: Erstmals gemessen: Wie lange dauert ein Quantensprung?

Mit Hilfe ausgeklügelter Experimente und Berechnungen der TU Wien ist es erstmals gelungen, die Dauer des berühmten photoelektrischen Effekts zu messen.

Es war eines der entscheidenden Experimente für die Quantenphysik: Wenn Licht auf bestimmte Materialien fällt, werden Elektronen aus der Oberfläche...

Im Focus: Scientists present new observations to understand the phase transition in quantum chromodynamics

The building blocks of matter in our universe were formed in the first 10 microseconds of its existence, according to the currently accepted scientific picture. After the Big Bang about 13.7 billion years ago, matter consisted mainly of quarks and gluons, two types of elementary particles whose interactions are governed by quantum chromodynamics (QCD), the theory of strong interaction. In the early universe, these particles moved (nearly) freely in a quark-gluon plasma.

This is a joint press release of University Muenster and Heidelberg as well as the GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt.

Then, in a phase transition, they combined and formed hadrons, among them the building blocks of atomic nuclei, protons and neutrons. In the current issue of...

Im Focus: Der Truck der Zukunft

Lastkraftwagen (Lkw) sind für den Gütertransport auch in den kommenden Jahrzehnten unverzichtbar. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) und ihre Partner haben ein Konzept für den Truck der Zukunft erarbeitet. Dazu zählen die europaweite Zulassung für Lang-Lkw, der Diesel-Hybrid-Antrieb und eine multifunktionale Fahrerkabine.

Laut der Prognose des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur wird der Lkw-Güterverkehr bis 2030 im Vergleich zu 2010 um 39 Prozent steigen....

Im Focus: Extrem klein und schnell: Laser zündet heißes Plasma

Feuert man Lichtpulse aus einer extrem starken Laseranlage auf Materialproben, reißt das elektrische Feld des Lichts die Elektronen von den Atomkernen ab. Für Sekundenbruchteile entsteht ein Plasma. Dabei koppeln die Elektronen mit dem Laserlicht und erreichen beinahe Lichtgeschwindigkeit. Beim Herausfliegen aus der Materialprobe ziehen sie die Atomrümpfe (Ionen) hinter sich her. Um diesen komplexen Beschleunigungsprozess experimentell untersuchen zu können, haben Forscher aus dem Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) eine neuartige Diagnostik für innovative laserbasierte Teilchenbeschleuniger entwickelt. Ihre Ergebnisse erscheinen jetzt in der Fachzeitschrift „Physical Review X“.

„Unser Ziel ist ein ultrakompakter Beschleuniger für die Ionentherapie, also die Krebsbestrahlung mit geladenen Teilchen“, so der Physiker Dr. Thomas Kluge vom...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

4. BF21-Jahrestagung „Car Data – Telematik – Mobilität – Fahrerassistenzsysteme – Autonomes Fahren – eCall – Connected Car“

21.09.2018 | Veranstaltungen

Forum Additive Fertigung: So gelingt der Einstieg in den 3D-Druck

21.09.2018 | Veranstaltungen

12. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

20.09.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue CBMC-Geräteschutzschaltervarianten

22.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

ISO-27001-Zertifikat für die GFOS mbH und die GFOS Technologieberatung GmbH

21.09.2018 | Unternehmensmeldung

Kundenindividuelle Steckverbinder online konfigurieren und bestellen

21.09.2018 | Energie und Elektrotechnik

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics