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Regensburger Forscher untersuchen Motivationen von Marathonläufern und IRONMAN-Teilnehmern

17.05.2010
Was bewegt Menschen dazu, an einem Marathon teilzunehmen und die damit verbundenen Strapazen auf sich zu nehmen? Ist es der reine „Adrenalinkick“ oder das erhoffte Gefühl eines bevorstehenden Triumphes, der die Läuferinnen und Läufer bei der Bewältigung einer solchen Herausforderung antreibt?

Diese und ähnliche Fragen stehen im Mittelpunkt eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Regensburg, das die Persönlichkeitsstruktur und die Motivation von Marathonläufern in den Blick nehmen wird.

Die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Petra Jansen und Jennifer Lehmann vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Regensburg möchte dabei vor allen Dingen klären, ob größere Unterschiede zwischen Marathonläufern und Teilnehmern an einem IRONMAN-Wettbewerb festzustellen sind.

Hintergrund des neuen Forschungsprojekts ist der Umstand, dass in diesem Jahr neben dem alljährlichen Marathon vom vergangenen Wochenende auch der IRONMAN in der Donaustadt stattfindet. Diese beiden Großveranstaltungen hat das Institut für Sportwissenschaft zum Anlass genommen, die wissenschaftliche Studie über eine Fragebogen-Analyse durchzuführen. Für die Beantwortung der Fragebögen suchen die Regensburger Forscher – in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern des Regensburger IRONMAN – derzeit noch Versuchspersonen, die zumindest an einer der beiden Veranstaltungen teilgenommen haben bzw. noch teilnehmen werden.

Die Studie läuft zunächst bis August 2010 bzw. bis zur IRONMAN-Veranstaltung in Regensburg. Nachfolgeprojekte auf der Grundlage der zu erwartenden Ergebnisse sind möglich.

Weiterführende Informationen zum Forschungsprojekt:
Immer mehr Menschen – ob jung oder alt – lassen in ihrer Freizeit den Fernseher oder den Computer ausgeschaltet und greifen zu Nordic-Walking-Stöcken, zu Wanderschuhen oder zum Fahrrad. Vor allem aber der Ausdauersport erlebt einen regelrechten Boom. Viele Sportler belassen es nicht beim regelmäßigen Joggen oder Radfahren. Sie nehmen an den vielerorts stattfindenden Massenveranstaltungen teil, um sich im Wettkampf miteinander zu messen, die persönliche Leistungsgrenze auszuloten oder um einfach mit anderen Gleichgesinnten beisammen zu sein und Kontakte zu knüpfen.

Frühere Untersuchungen weisen darauf hin, dass dabei die allgemeine Gesundheitsorientierung und Fragen der Gewichtsreduktion bedeutende Motive für Ausdauersportler sind. Dies gilt vor allem für Marathonteilnehmer, während die Motive des Zusammenseins mit Gleichgesinnten sowie die psychische Gesundheitsorientierung typische Motive von IRONMAN-Teilnehmern zu sein scheinen. Bemerkenswert ist zudem, dass sowohl bei IRONMAN-Teilnehmern als auch bei Marathonläufern die Motive „Anerkennung“ und „Wettkampf“ nur sehr niedrig angesiedelt sind, wobei das Wettkampfmotiv natürlich bei steigender Leistungsklasse des Sportlers in den Vordergrund tritt.

Die Motivstrukturen von Ausdauersportlern sind aber vermutlich mit der Zeit einer Veränderung unterworfen. So wird beispielsweise das Motiv „Anerkennung“ im Laufe eines Sportlerlebens zunehmend vom Motiv „Sinngebung“ verdrängt. Auch die Bedeutung der angesprochenen allgemeinen Gesundheitsorientierung steigt mit den Jahren an. Gerade diese Veränderungsprozesse stehen im Mittelpunkt der Untersuchungen der Regensburger Wissenschaftler.

Ansprechpartner für Medienvertreter:
Prof. Dr. Petra Jansen
Universität Regensburg
Institut für Sportwissenschaft
Tel.: 0941 943-2518
E-Mail: Petra.Jansen@psk.uni-regensburg.de
oder
Jennifer Lehmann
Universität Regensburg
Institut für Sportwissenschaft
Tel.: 0941 943-5527
E-Mail: Jennifer.Lehmann@psk.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de

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