Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Migration und Studium" - Zwischenbilanz präsentiert

07.11.2011
Modellprojekt zur Integration ausländischer Studierender an der Universität Vechta stellt Ergebnisse vor

Seit August 2010 läuft an der Universität Vechta das Modellprojekt „Migration und Studium“ im Rahmen des vom Deutschen Akademischen Austauschdienstes geförderten Programms PROFIN - Programm zur Förderung der Integration ausländischer Studierender.

Auf zwei Jahre angelegt ist das Projekt, das das International Office und der Arbeitsbereich Sozial- und Erziehungswissenschaften des Institutes für Soziale Arbeit, Bildungs- und Sportwissenschaften (ISBS) gemeinsam bearbeiten. Vorgestellt wurden nun die ersten Ergebnisse aus Interviews und einer Fragebogenaktion unter Studierenden der Universität.

„Ziele des Projekts sind, die Fähigkeiten und Kompetenzen von Studierenden mit Migrationshintergrund herauszufinden und auszubauen“, erläutert Judith Peltz, Projektleiterin im International Office. „Langfristig soll dadurch der Studienerfolg und die Berufsbefähigung dieser Studierenden gesichert werden.“

Prof. Dr. Yvette Völschow, Projektleiterin des ISBS, erklärt das Design der Studie: „Zunächst wurden in sogenannten Experteninterviews Bereiche identifiziert, die für die Studierenden und ihre Integration relevant sind. Hieraus wurde ein Fragebogen konzipiert, der sich an Studierende mit und ohne Migrationshintergrund richtete. Insgesamt konnten wir rund die Hälfte aller Studierenden zu ihren Einschätzungen befragen.“

Die Befragung ergab, dass 13,2 % der Studierenden an der Universität Vechta einen Migrationshintergrund haben. Die Definition des Projektes fasst diesen Begriff allerdings relativ weit: So haben beispielsweise auch Studierende, deren Eltern oder Großeltern aus dem Ausland eingewandert sind, einen Migrationshintergrund. Die am häufigsten dabei vertretenen Länder sind Polen, Kasachstan, Russland und die Türkei.

Die Studierenden beurteilen ihre Situation an der Universität Vechta insgesamt als recht gut. Besonders schätzen sie die persönliche Betreuung und das Verhältnis zu ihren Professorinnen und Professoren. Es sei auch dem Studium förderlich, wenn Fragen und Probleme auf kurzem Wege geklärt werden können, so der Tenor der Befragung. Auch die Beratungsmöglichkeiten und die vielzähligen Tutorien wurden als positiv eingestuft.

Potenziale allerdings gibt es noch im Bereich der praxisbezogenen Lehre und der Vorbereitung auf den Beruf. „Man muss aber auch diese Ergebnisse differenziert betrachten“, so Prof. Dr. Yvette Völschow. „Angehenden Lehrerinnen und Lehrer haben zum Beispiel angegeben, dass sie besser auf ihren Beruf vorbereitet werden wollen. Wie dieses Ergebnis bei einem solch spezifischen Studiengang verbessert werden kann, gilt es zu klären.“

Das Modellprojekt sieht nun vor, aus den ersten Ergebnissen ein Maßnahmenpaket abzuleiten, um die Studiensituation weiter zu verbessern. Noch bis Juli 2012 läuft die Projektzeit.

Sabrina Daubenspeck | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-vechta.de/
http://www.uni-vechta.de/internationales/aktuelles/projekte/modell-projekt/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilfunkstrahlung kann die Gedächtnisleistung bei Jugendlichen beeinträchtigen
19.07.2018 | Swiss Tropical and Public Health Institute

nachricht Neue internationale Studie: Immuntherapie für Kinder mit akuter Leukämie
13.07.2018 | Universitätsklinikum Schleswig-Holstein

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Future electronic components to be printed like newspapers

A new manufacturing technique uses a process similar to newspaper printing to form smoother and more flexible metals for making ultrafast electronic devices.

The low-cost process, developed by Purdue University researchers, combines tools already used in industry for manufacturing metals on a large scale, but uses...

Im Focus: Rostocker Forscher entwickeln autonom fahrende Kräne

Industriepartner kommen aus sechs Ländern

Autonom fahrende, intelligente Kräne und Hebezeuge – dieser Ingenieurs-Traum könnte in den nächsten drei Jahren zur Wirklichkeit werden. Forscher aus dem...

Im Focus: Superscharfe Bilder von der neuen Adaptiven Optik des VLT

Das Very Large Telescope (VLT) der ESO hat das erste Licht mit einem neuen Modus Adaptiver Optik erreicht, die als Lasertomografie bezeichnet wird – und hat in diesem Rahmen bemerkenswert scharfe Testbilder vom Planeten Neptun, von Sternhaufen und anderen Objekten aufgenommen. Das bahnbrechende MUSE-Instrument kann ab sofort im sogenannten Narrow-Field-Modus mit dem adaptiven Optikmodul GALACSI diese neue Technik nutzen, um Turbulenzen in verschiedenen Höhen in der Erdatmosphäre zu korrigieren. Damit ist jetzt möglich, Bilder vom Erdboden im sichtbaren Licht aufzunehmen, die schärfer sind als die des NASA/ESA Hubble-Weltraumteleskops. Die Kombination aus exquisiter Bildschärfe und den spektroskopischen Fähigkeiten von MUSE wird es den Astronomen ermöglichen, die Eigenschaften astronomischer Objekte viel detaillierter als bisher zu untersuchen.

Das MUSE-Instrument (kurz für Multi Unit Spectroscopic Explorer) am Very Large Telescope (VLT) der ESO arbeitet mit einer adaptiven Optikeinheit namens GALACSI. Dabei kommt auch die Laser Guide Stars Facility, kurz ...

Im Focus: Diamant – ein unverzichtbarer Werkstoff der Fusionstechnologie

Forscher am KIT entwickeln Fenstereinheiten mit Diamantscheiben für Fusionsreaktoren – Neue Scheibe mit Rekorddurchmesser von 180 Millimetern

Klimafreundliche und fast unbegrenzte Energie aus dem Fusionskraftwerk – für dieses Ziel kooperieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit. Bislang...

Im Focus: Wiener Forscher finden vollkommen neues Konzept zur Messung von Quantenverschränkung

Quantenphysiker/innen der ÖAW entwickelten eine neuartige Methode für den Nachweis von hochdimensional verschränkten Quantensystemen. Diese ermöglicht mehr Effizienz, Sicherheit und eine weitaus geringere Fehleranfälligkeit gegenüber bisher gängigen Mess-Methoden, wie die Forscher/innen nun im Fachmagazin „Nature Physics“ berichten.

Die Vision einer vollständig abhörsicheren Übertragung von Information rückt dank der Verschränkung von Quantenteilchen immer mehr in Reichweite. Wird eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Stadtklima verbessern, Energiemix optimieren, sauberes Trinkwasser bereitstellen

19.07.2018 | Veranstaltungen

Innovation – the name of the game

18.07.2018 | Veranstaltungen

Wie geht es unserer Ostsee? Ein aktueller Zustandsbericht

17.07.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neue Anwendungen für Mikrolaser in der Quanten-Nanophotonik

20.07.2018 | Physik Astronomie

Need for speed: Warum Malaria-Parasiten schneller sind als die menschlichen Abwehrzellen

20.07.2018 | Biowissenschaften Chemie

Die Gene sind nicht schuld

20.07.2018 | Medizin Gesundheit

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics