Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"DSDS" und "Olympia" sind Risiko-Suchbegriffe

28.05.2009
McAfee-Studie identifiziert gefährlichste Web-Suchanfragen

Suchmaschinen sind zwar dazu gedacht, das Auffinden von Information im Web zu erleichtern. Doch Cyberkriminelle missbrauchen Google und Co für ihre Zwecke.

"Wie Haie, die Blut riechen, erschaffen Hacker Webseiten voll Adware und Malware, wann immer ein bestimmtes Thema populär wird", sagt Jeff Green, Senior Vice President McAfee Product Development und Avert Labs.

In der Studie "The Web's Most Dangerous Search Terms" hat McAfee nun untersucht, welche Suchbegriffe für User ein besonders hohes Risiko bergen, auf Malware-verseuchte Webseiten zu gelangen. Am gefährlichsten sind in den USA demnach Suchen, die mit "Screensaver"-Programmen zu tun haben, während in Deutschland "DSDS" und "Olympia" zu den Top-Risikobegriffen zählen.

Insgesamt wurden bei der Studie über 2.600 als populär identifizierte Suchbegriffe betrachtet. Bei fünf großen US-Suchmaschinen wurden jeweils die ersten fünf Ergebnisseiten untersucht und die Zahl der von McAfees SiteAdvisor als riskant eingestuften Webseiten unter den Suchergebnissen ermittelt. Dabei wurde neben einem mittleren Risiko stets auch das Maximalrisiko für jene der 25 Ergebnisseiten ermittelt, die den größten Anteil gefährlicher Links aufweist.

Für die USA waren die gefährlichsten Suchbegriffe "lyrics" und "free", wobei letzteres im Mittel ein 7,3-Prozent-Risiko mit sich bringt, auf eine gefährliche Webseite zu gelangen. Noch weiter steigt die Gefahr, wenn Suchbegriffe kombiniert werden. Bei einer Untersuchung gängiger Anfragegruppen hat sich das Thema "Screensaver" als absolute Spitzenbedrohung erwiesen. Mehr als ein Drittel aller Suchergebnisse führt hier auf gefährliche Seiten, bei besonders risikobehafteten Ergebnisseiten sind es sogar rund sechs von zehn Links.

Regional gibt es natürlich Unterschiede. Im Mittel aller gängigen US-Suchbegriffe liegt das Risiko, auf gefährliche Webseiten zu gelangen, bei 1,7 Prozent. Als am gefährlichsten erwiesen sich gängige Suchbegriffe aus dem Tschechischen. "Deutschland liegt mit 9,7 Prozent Maximalrisiko und 1,3 Prozent mittlerem Risiko im Mittelfeld", sagt McAfee-Sprecherin Isabella Unseld im Gespräch mit pressetext. Einer der gefährlichsten Suchbegriffe ist hierzulande "Olympia" mit 4,3 Prozent mittlerem Risiko.

Was die gefährlichsten einzelnen Ergebnisseiten betrifft, liegt die Fernsehshow "DSDS" im deutschen Spitzenfeld. Einzig "schüler vz" als Suche nach dem Schülernetzwerk kann die Castingshow in Sachen Maximalrisiko toppen. Österreich und die Schweiz zählen zu den Ländern mit dem geringsten Risiko, durch länderspezifische Begriffe auf gefährliche Suchergebnisse zu stoßen.

McAfee betont, dass das eigene Angebot SiteAdvisor Nutzern beim sichereren Surfen helfen kann. Yahoo kooperiert mit dem Sicherheitsanbieter und nutzt SiteAdvisor als Hilfsmittel. "Schutzmaßnahmen anderer Suchmaschinenbetreiber wie etwa Google Safe Search halten wir für wichtig und sinnvoll", sagt Unseld. Allerdings könnten solch sinnvolle Schritte angesichts der Menge von Webseiten und URLs im Web keine Sicherheits-Garantien bieten. "Jedenfalls sollte jeder Nutzer zusätzlich Tools wie SiteAdvisor oder ähnliche Funktionen anderer Hersteller einsetzen, um das Risiko auf Malware-gefährdete Seiten zu gelangen, zu minimieren", betont die McAfee-Sprecherin.

Thomas Pichler | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.siteadvisor.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Studie zeigt: Arsentrioxid stärkt die körpereigene Virusabwehr
13.07.2020 | Technische Universität München

nachricht Neuer Ansatz für Gentherapie gegen Herzschwäche
13.07.2020 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hammer-on – wie man Atome schneller schwingen lässt

Schwingungen von Atomen in einem Kristall des Halbleiters Galliumarsenid (GaAs) lassen sich durch einen optisch erzeugten Strom impulsiv zu höherer Frequenz verschieben. Die mit dem Strom verknüpfte Ladungsverschiebung zwischen Gallium- und Arsen-Atomen wirkt über elektrische Wechselwirkungen zurück auf die Schwingungen.

Hammer-on ist eine von vielen Rockmusikern benutzte Technik, um mit der Gitarre schnelle Tonfolgen zu spielen und zu verbinden. Dabei wird eine schwingende...

Im Focus: Kryoelektronenmikroskopie: Hochauflösende Bilder mit günstiger Technik

Mit einem Standard-Kryoelektronenmikroskop erzielen Biochemiker der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erstaunlich gute Aufnahmen, die mit denen weit teurerer Geräte mithalten können. Es ist ihnen gelungen, die Struktur eines Eisenspeicherproteins fast bis auf Atomebene aufzuklären. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift "PLOS One" veröffentlicht.

Kryoelektronenmikroskopie hat in den vergangenen Jahren entscheidend an Bedeutung gewonnen, besonders um die Struktur von Proteinen aufzuklären. Die Entwickler...

Im Focus: Electron cryo-microscopy: Using inexpensive technology to produce high-resolution images

Biochemists at Martin Luther University Halle-Wittenberg (MLU) have used a standard electron cryo-microscope to achieve surprisingly good images that are on par with those taken by far more sophisticated equipment. They have succeeded in determining the structure of ferritin almost at the atomic level. Their results were published in the journal "PLOS ONE".

Electron cryo-microscopy has become increasingly important in recent years, especially in shedding light on protein structures. The developers of the new...

Im Focus: Neue Schlankheitstipps für Computerchips

Lange Zeit hat man in der Elektronik etwas Wichtiges vernachlässigt: Wenn man elektronische Bauteile immer kleiner machen will, braucht man dafür auch die passenden Isolator-Materialien.

Immer kleiner und immer kompakter – das ist die Richtung, in die sich Computerchips getrieben von der Industrie entwickeln. Daher gelten sogenannte...

Im Focus: Elektrische Spannung aus Elektronenspin – Batterie der Zukunft?

Forschern der Technischen Universität Ilmenau ist es gelungen, sich den Eigendrehimpuls von Elektronen – den sogenannten Elektronenspin, kurz: Spin – zunutze zu machen, um elektrische Spannung zu erzeugen. Noch sind die gemessenen Spannungen winzig klein, doch hoffen die Wissenschaftler, auf der Basis ihrer Arbeiten hochleistungsfähige Batterien der Zukunft möglich zu machen. Die Forschungsarbeiten des Teams um Prof. Christian Cierpka und Prof. Jörg Schumacher vom Institut für Thermo- und Fluiddynamik wurden soeben im renommierten Journal Physical Review Applied veröffentlicht.

Laptop- und Handyspeicher der neuesten Generation nutzen Erkenntnisse eines der jüngsten Forschungsgebiete der Nanoelektronik: der Spintronik. Die heutige...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Intensiv- und Notfallmedizin: „Virtueller DIVI-Kongress ist ein Novum für 6.000 Teilnehmer“

08.07.2020 | Veranstaltungen

Größte nationale Tagung für Nuklearmedizin

07.07.2020 | Veranstaltungen

Corona-Apps gegen COVID-19: Nationalakademie Leopoldina veranstaltet internationales virtuelles Podiumsgespräch

07.07.2020 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Wind trägt Mikroplastik in die Arktis

14.07.2020 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Nanoelektronik lernt wie das Gehirn

14.07.2020 | Informationstechnologie

Anwendungslabor Industrie 4.0 der THD: Smarte Lösungen für die Unikatproduktion

14.07.2020 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics