Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Online-Umsatz im europäischen Markt für Haustechnik steigt bis 2017 um jährlich bis zu 40 Prozent

22.10.2013
- Online-Shops schaffen Preistransparenz und fördern das Wachstum auf dem Internet-Markt für Sanitär-, Heizungstechnik und Installation, kurz Haustechnik

- Der Online-Umsatz auf dem Haustechnik-Markt dürfte bis 2017 um jährlich bis zu 40 Prozent wachsen

- Der Roland Berger Studie zufolge wird das Wachstum um 2017 abflauen und sich der Online-Marktanteil für Haustechnik in Europa bei etwa 7 Prozent einpendeln

- Der Online-Marktanteil variiert heute nach Ländern und Warengruppen - Großbritannien hat mit 3 Prozent den größten Online-Marktanteil

Mit den Auswirkungen des Internets auf den Markt für Sanitär-, Heizungstechnik und Installation, kurz Haustechnik, eröffnen sich für Unternehmen dieser Branche in ganz Europa neue profitable Chancen.

Einer Studie von Roland Berger Strategy Consultants über die "Auswirkungen des wachsenden Online-Marktes auf die Haustechnikbranche" zufolge wird der Online-Umsatz von Haustechnik-Unternehmen in den kommenden vier Jahren um jährlich

30-40 Prozent wachsen. Etwa im Jahr 2017 dürfte sich der Online-Umsatz im europäischen Haustechnikmarkt aber bei 6-7 Prozent des Gesamtumsatzes einpendeln. Die Stagnation nach 2017 ist darauf zurückzuführen, dass nicht alle Produkte für den Vertrieb über das Internet attraktiv sind und nicht alle Kunden online bestellen.

Die Studie ergab auch, dass die Höhe der Online-Umsätze in den einzelnen Ländern Europas und innerhalb der Branche sehr unterschiedlich ausfällt. In den Niederlanden, Deutschland, der Schweiz und Belgien werden heute 1-2 Prozent der Haustechnik-Umsätze über das Internet getätigt, in Großbritannien sind es dagegen schon über 3 Prozent. Bedeutende Unterschiede bestehen auch zwischen den einzelnen Warengruppen: im Sanitärbereich sind die Online-Umsätze mit

12 Prozent relativ hoch, Anschaffungen in den Bereichen Heizungstechnik (5 Prozent) und Installation (2 Prozent) erfolgen aber noch weitgehend offline.

Preistransparenz fördert Wachstum im Online-Geschäft

"Das Wachstum der Online-Umsätze auf dem Haustechnik-Markt ist durch die zunehmende Nutzung von Online-Shops und die gute Preistransparenz im Internet zu erklären", meint David van der Does, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants in den Niederlanden.

Diese Transparenz lässt sich über die traditionellen Vertriebskanäle kaum erreichen, denn der Fachhandel kalkuliert seine Preise in der Regel mit einer Marge für die Installateure ein, so dass der Verbraucher die Preise der einzelnen Anbieter nur schwer vergleichen kann.

Daraus ergeben sich für alle Akteure entlang der Wertschöpfungskette neue Herausforderungen, aber auch neue Chancen. Hersteller sollten sich beispielsweise fragen, wie sie Online-Verkäufe in ihren Vertriebsmix einbauen können, um höhere Margen zu erzielen. Großhändler sollten sicherstellen, dass sie auch künftig eine wertvolle Alternative zum Online-Vertriebskanal bleiben, etwa indem sie ihr Service-Angebot ausbauen.

Verbraucherverhalten und Produkteigenschaften setzen dem Online-Wachstum Grenzen

Auch wenn Haustechnik-Produkte in zunehmendem Maße online gekauft werden, gibt es zwei natürliche Grenzen für das Wachstum des Online-Geschäfts: Verbraucherverhalten und Produkteigenschaften. "Das Wachstum wird gegen 2017 nachlassen, da nicht alle Verbraucher über das Internet kaufen können oder wollen. Zudem eignen sich nicht alle Haustechnik-Produkte für den Online-Vertrieb: Einen Wasserhahn kann man beispielsweise leicht im Internet aussuchen und selbst installieren. Aber die Suche und Installation von Gasrohren für einen Heizkessel erfordert Fachkenntnisse", erklärt Experte David van der Does. Und Kai-Stefan Schober, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants in Deutschland, ergänzt: "Der wahrgenommene Preisunterschied zwischen Online- und Offline-Einkäufen wird ebenfalls schrumpfen."

Ein weiterer Grund, warum das Wachstum im Online-Geschäft für Haustechnik nachgeben und die Online-Umsätze sich stabilisieren werden ist der Umstand, dass die meisten Haustechnik-Produkte in größeren zeitlichen Abständen gekauft werden. Zudem haben die Verbraucher wenig Erfahrung in der Beurteilung und der Wahl solcher Produkte. Alle Marktteilnehmer, also Hersteller, Großhändler, Installateure und bestehende Online-Shops, sollten ihre Online-Strategien an diese Entwicklungen anpassen, um das Wachstumspotenzial in vollem Umfang zu nutzen, solange es anhält.

Die Studie können Sie kostenlos herunterladen unter:
www.rolandberger.com/press_releases
Abonnieren Sie unseren kostenlosen Newsletter unter:
www.rolandberger.com/press-newsletter
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der weltweit führenden Strategieberatungen. Mit rund 2.700 Mitarbeitern und 51 Büros in 36 Ländern ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. Die Strategieberatung ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 250 Partnern.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:

Jan Drebes
Roland Berger Strategy Consultants
+49 (0)89 9230-8765
jan.drebes@rolandberger.com

Jan Drebes | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.rolandberger.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Mobilität im Zeichen von Umbruch und Klimawandel
13.11.2019 | Duale Hochschule Baden-Württemberg

nachricht Ernährung kann innere Uhr und hormonelle Reaktionen beeinflussen
07.11.2019 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Universität Freiburg gelang es die komplexe molekulare Struktur des bakteriellen Enzyms Cytochrom-bd-Oxidase zu entschlüsseln. Da Menschen diesen Typ der Oxidase nicht besitzen, könnte dieses Enzym ein interessantes Ziel für neuartige Antibiotika sein.

Sowohl Menschen als auch viele andere Lebewesen brauchen Sauerstoff zum Überleben. Bei der Umsetzung von Nährstoffen in Energie wird der Sauerstoff zu Wasser...

Im Focus: Neue Möglichkeiten des Additive Manufacturing erschlossen

Fraunhofer IFAM Dresden demonstriert Fertigung von Kupferbau

Am Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Dresden ist es gelungen, mittels Selektivem Elektronenstrahlschmelzen...

Im Focus: New opportunities in additive manufacturing presented

Fraunhofer IFAM Dresden demonstrates manufacturing of copper components

The Fraunhofer Institute for Manufacturing Technology and Advanced Materials IFAM in Dresden has succeeded in using Selective Electron Beam Melting (SEBM) to...

Im Focus: New Pitt research finds carbon nanotubes show a love/hate relationship with water

Carbon nanotubes (CNTs) are valuable for a wide variety of applications. Made of graphene sheets rolled into tubes 10,000 times smaller than a human hair, CNTs have an exceptional strength-to-mass ratio and excellent thermal and electrical properties. These features make them ideal for a range of applications, including supercapacitors, interconnects, adhesives, particle trapping and structural color.

New research reveals even more potential for CNTs: as a coating, they can both repel and hold water in place, a useful property for applications like printing,...

Im Focus: Magnetisches Tuning auf der Nanoskala

Magnetische Nanostrukturen maßgeschneidert herzustellen und nanomagnetische Materialeigenschaften gezielt zu beeinflussen, daran arbeiten Physiker des Helmholtz-Zentrums Dresden-Rossendorf (HZDR) gemeinsam mit Kollegen des Leibniz-Instituts für Festkörper- und Werkstoffforschung (IFW) Dresden und der Universität Glasgow. Zum Einsatz kommt ein spezielles Mikroskop am Ionenstrahlzentrum des HZDR, dessen hauchdünner Strahl aus schnellen geladenen Atomen (Ionen) periodisch angeordnete und stabile Nanomagnete in einem Probenmaterial erzeugen kann. Es dient aber auch dazu, die magnetischen Eigenschaften von Kohlenstoff-Nanoröhrchen zu optimieren.

„Materialien im Nanometerbereich magnetisch zu tunen birgt ein großes Potenzial für die Herstellung modernster elektronischer Bauteile. Für unsere magnetischen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Hitzesommer, Überschwemmungen und Co. – Vor welchen Herausforderungen steht die Pflanzenzüchtung der Zukunft?

14.11.2019 | Veranstaltungen

Mediation – Konflikte konstruktiv lösen

12.11.2019 | Veranstaltungen

Hochleistungsmaterialien mit neuen Eigenschaften im Fokus von Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft

11.11.2019 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Bauplan eines bakteriellen Kraftwerks entschlüsselt

14.11.2019 | Biowissenschaften Chemie

Eisfreie Gletscherbecken als Wasserspeicher

14.11.2019 | Geowissenschaften

Lichtimpulse mit wenigen optischen Zyklen durchbrechen die 300 W-Barriere

14.11.2019 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics