Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit der neuen LDM®-Technologie gegen offene Beine

27.01.2010
Teilnehmer für Studie an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg gesucht

Die Universitäts-Hautklinik Heidelberg untersucht die Wirksamkeit einer neuen und schmerzlosen Therapiemethode: Mit Hilfe von speziellem Ultraschall soll die Heilung chronischer offener Beine positiv beeinflusst werden. Vorstudien haben bereits gute Ergebnisse gezeigt. Für eine systematische Studie sucht Studienleiter Dr. Christian Moser aus der Hautklinik des Universitätsklinikums Heidelberg betroffene Patienten, die bisher erfolglos behandelt worden sind.

Offene Beine sind schwer zu behandeln und belasten das Gesundheitssystem. In Deutschland sind weit mehr als 1 Million Menschen betroffen. Meist handelt es sich um Wunden, die durch Druck von außen, Diabetes oder Krampfadern begünstigt wurden. Trotz unterschiedlicher Ursachen verläuft die Heilung ähnlich: Auf eine Entzündung folgt die Neubildung von Blutgefäßen sowie der Aufbau von Granulationsgewebe. Im besten Fall bildet sich eine neue oberflächliche Hautschicht. Bei vielen Patienten schafft die ursächliche Erkrankung jedoch ungünstige Voraussetzungen für eine positive Wundheilung. Hier setzt das neue LDM®-Verfahren an.

Bindegewebe wird aufgebaut

Bei der neuen LDM®-Methode (Lokale Dynamische Mikromassage) handelt es sich um eine schmerzfreie Ultraschallbehandlung. Neu daran ist der schnelle Wechsel zwischen zwei Frequenzen, der für eine konstante Mikromassage im Gewebe sorgt, was mit konventionellem Ultraschall bisher nicht erreicht werden konnte sowie die Anwendung von sehr hohen Ultraschallfrequenzen von 10 MHz. Dadurch bleiben die absoluten Druckwerte im Gewebe bei gleicher Intensität konstant. Die das Gewebe schädigende Wirkung bestimmter Enzyme wird reduziert oder sogar komplett unterbunden. Der zur Wundheilung wichtige Bindegewebsstoffwechsel kann normalisiert werden, die Kollagenproduktion wird angeregt, die Abheilung der chronischen Wunde wird in Gang gesetzt.

Wer kann an der Studie teilnehmen?

Für die Studie werden Patienten mit chronischen Beinulzera nach erfolgloser Therapie gesucht. Die LDM®-Behandlung ist schmerzfrei, mind. drei 15-minütige Termine pro Woche sind nötig. Mit mindestens 10 Behandlungseinheiten pro Patient ist zu rechnen.

Bei Interesse wenden Sie sich an die Phlebologische Ambulanz an der Universitäts-Hautklinik Heidelberg:
Tel.: 06221 / 56 67 39
E-Mail: christian.moser@med.uni-heidelberg.de
Literatur:
Sontag W., Kruglikov I. L.(2009) Expression of heat shock proteins after ultrasound exposure in HL-60 cells. Ultrasound in Med. & Biol. 35 (6): 1032-104
Weitere Informationen über die Phlebologische Ambulanz:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Phlebologische-Ambulanz.1074.0.html
Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang
Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der größten und renommiertesten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international bedeutsamen biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien und ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 7.000 Mitarbeiter und sind aktiv in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 40 Kliniken und Fachabteilungen mit 1.600 Betten werden jährlich rund 500.000 Patienten ambulant und stationär behandelt. Derzeit studieren ca. 3.100 angehende Ärzte in Heidelberg; das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. (Stand 12/2008)
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Grundlagen der Blockchain-Technologie in der Energiewirtschaft
27.07.2018 | Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V.

nachricht Studie zu Werkstoffprüfung: Schäden in nichtmagnetischem Stahl mit Magnetismus aufspüren
23.07.2018 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Eisen und Titan in der Atmosphäre eines Exoplaneten entdeckt

Forschende der Universitäten Bern und Genf haben erstmals in der Atmosphäre eines Exoplaneten Eisen und Titan nachgewiesen. Die Existenz dieser Elemente in Gasform wurde von einem Team um den Berner Astronomen Kevin Heng theoretisch vorausgesagt und konnte nun von Genfern Astronominnen und Astronomen bestätigt werden.

Planeten in anderen Sonnensystemen, sogenannte Exoplaneten, können sehr nah um ihren Stern kreisen. Wenn dieser Stern viel heisser ist als unsere Sonne, dann...

Im Focus: Magnetische Antiteilchen eröffnen neue Horizonte für die Informationstechnologie

Computersimulationen zeigen neues Verhalten von Antiskyrmionen bei zunehmenden elektrischen Strömen

Skyrmionen sind magnetische Nanopartikel, die als vielversprechende Kandidaten für neue Technologien zur Datenspeicherung und Informationsverarbeitung gelten....

Im Focus: Unraveling the nature of 'whistlers' from space in the lab

A new study sheds light on how ultralow frequency radio waves and plasmas interact

Scientists at the University of California, Los Angeles present new research on a curious cosmic phenomenon known as "whistlers" -- very low frequency packets...

Im Focus: Neue interaktive Software: Maschinelles Lernen macht Autodesigns aerodynamischer

Neue Software verwendet erstmals maschinelles Lernen um Strömungsfelder um interaktiv designbare 3D-Objekte zu berechnen. Methode wird auf der renommierten SIGGRAPH-Konferenz vorgestellt

Wollen Ingenieure oder Designer die aerodynamischen Eigenschaften eines neu gestalteten Autos, eines Flugzeugs oder anderer Objekte testen, lassen sie den...

Im Focus: New interactive machine learning tool makes car designs more aerodynamic

Scientists develop first tool to use machine learning methods to compute flow around interactively designable 3D objects. Tool will be presented at this year’s prestigious SIGGRAPH conference.

When engineers or designers want to test the aerodynamic properties of the newly designed shape of a car, airplane, or other object, they would normally model...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Aktuelles aus der Magnetischen Resonanzspektroskopie

16.08.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Oktober 2018

16.08.2018 | Veranstaltungen

Das Architekturmodell in Zeiten der Digitalen Transformation

14.08.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Schatzkammer Datenbank: Digitalisierte Schwingfestigkeitskennwerte sparen Entwicklungszeit

16.08.2018 | Informationstechnologie

Interaktive Software erleichtert Design komplexer Gussformen

16.08.2018 | Informationstechnologie

Fraunhofer HHI entwickelt Quantenkommunikation für jedermann im EU-Projekt UNIQORN

16.08.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics